Meldung – Schachtanlage Asse II

17. Juli 2018: Messwerte des abtransportierten Zutrittswassers für das erste Halbjahr 2018

Im Folgenden finden Sie die gesamten Messwerte des abtransportierten Zutrittswassers für das erste Halbjahr 2018. Um eine bessere Einordnung der Messwerte zu ermöglichen ein Vergleich: Für Trinkwasser beträgt der Grenzwert für Tritium gemäß Trinkwasserverordnung 100 Becquerel pro Liter (1 Becquerel = 1 Kernzerfall pro Sekunde).

Zusammenfassung

Im ersten Halbjahr 2018 wurden in sechs Chargen insgesamt 1.987 Kubikmeter des Zutrittswassers abgegeben. Der höchste für Tritium gemessene Wert lag bei 5,7 Becquerel pro Liter (Charge 2018/03). Bei drei Chargen waren die Messwerte für Tritium so gering, dass sie unterhalb der Nachweisgrenze lagen. Die Messwerte für Cäsium-137 lagen bei allen Messungen stets unterhalb der Nachweisgrenze.

Chargennummer 2018/06

  • Menge: 339 Kubikmeter
  • Tritium: 2,2 Becquerel pro Liter
  • Cäsium-137: < 0,9 Becquerel pro Liter (unterhalb der Nachweisgrenze)
  • Abfuhrzeitraum: 4. Juni 2018 - 6. Juni 2018

Chargennummer 2018/05

  • Menge: 334 Kubikmeter
  • Tritium: < 1,3 Becquerel pro Liter (unterhalb der Nachweisgrenze)
  • Cäsium-137: < 0,94 Becquerel pro Liter (unterhalb der Nachweisgrenze)
  • Abfuhrzeitraum: 7. Mai 2018 - 9. Mai 2018

Chargennummer 2018/04

  • Menge: 318 Kubikmeter
  • Tritium: < 1,3 Becquerel pro Liter (unterhalb der Nachweisgrenze)
  • Cäsium-137: < 0,99 Becquerel pro Liter (unterhalb der Nachweisgrenze)
  • Abfuhrzeitraum: 9. April 2018 - 11. April 2018

Chargennummer 2018/03

  • Menge: 318 Kubikmeter
  • Tritium: 5,7 Becquerel pro Liter
  • Cäsium-137: < 0,7 Becquerel pro Liter (unterhalb der Nachweisgrenze)
  • Abfuhrzeitraum: 12. März 2018 - 14. März 2018

Chargennummer 2018/02

  • Menge: 318 Kubikmeter
  • Tritium: 4,0 Becquerel pro Liter
  • Cäsium-137: < 0,84 Becquerel pro Liter (unterhalb der Nachweisgrenze)
  • Abfuhrzeitraum: 12. Februar 2018 - 14. Februar 2018

Chargennummer 2018/01

  • Menge: 360 Kubikmeter
  • Tritium: < 1,3 Becquerel pro Liter (unterhalb der Nachweisgrenze)
  • Cäsium-137: < 0,89 Becquerel pro Liter (unterhalb der Nachweisgrenze)
  • Abfuhrzeitraum: 15. Januar 2018 - 17. Januar 2018

Die aktuellen Messwerte werden an dieser Stelle veröffentlicht.

Probenahme an der Hauptauffangstelle auf der 658-Meter-Ebene Hintergrund In der Schachtanlage Asse II werden täglich rund 12,5 Kubikmeter salzhaltiges Zutrittswasser aufgefangen. Davon rund 11,5 Kubikmeter an der Hauptauffangstelle auf der 658-Meter-Ebene. Nur dieses Wasser wird nach einem entsprechenden Freigabeverfahren nach über Tage abgegeben und entsorgt. Die Messergebnisse zeigen, dass diese Lösung radiologisch unbedenklich ist. Zutrittswasser das unterhalb der 658-Meter-Ebene aufgefangen wird verbleibt im Bergwerk. Solange das Zutrittswasser im Bergwerk lagert, nimmt es Tritium aus der Grubenluft auf. Durch verschiedene Maßnahmen (z. B. Abdecken der Sammelbecken, gesonderte Versorgung mit Frischluft) wird die Tritiumkonzentration gemäß den Vorgaben des Atom- und Strahlenschutzrechts niedrig gehalten (Minimierungsgebot). Nachweisgrenze Mit der Nachweisgrenze wird derjenige Wert eines Messverfahrens bezeichnet, bis zu dem die Messgröße (z. B. die spezifische Aktivität von Radionukliden einer Flüssigkeitsprobe) gerade noch zuverlässig nachgewiesen werden kann. Sie ist ein Maß für die Empfindlichkeit des gewählten Analyseverfahrens. Wenn beispielsweise Aktivitätskonzentrationen von Radionukliden so niedrig sind, dass sie nicht mit hinreichender Sicherheit ermittelt werden konnten, wird die sogenannte Nachweisgrenze angegeben. Sie zeigt die maximal mögliche Aktivität an, die theoretisch noch in einer Probe vorhanden sein könnte.