Meldung – Standortsuche

Das NBG besucht vor seiner 59. Sitzung die BGE-Zentrale in Peine

Schon lange ist es bei der BGE nicht mehr so lebhaft zugegangen: Nachdem am 14. Februar eine Delegation des Nationalen Begleitgremiums (NBG) 96 Aktenordner zur Endlagersuche studierte, besuchten Tags darauf 18 Mitglieder des NBG die BGE-Zentrale in Peine. Dort erhielten sie einen Einblick in die Aufgaben und die aktuellen Arbeiten der BGE. Bevor sie im Foyer von den BGE-Geschäftsführern Stefan Studt und Steffen Kanitz begrüßt werden konnten, absolvierten die Gäste zunächst einen Corona-Test. Im Gebäude hielten sich alle an die betriebsinternen Vorgaben und trugen FFP2-Masken. Sicherheit steht bei der BGE an erster Stelle, auch in Sachen Pandemie.

In ihren Grußworten bedankten sich Stefan Studt und Steffen Kanitz für das Engagement des NBG. Sie unterstrichen die hohe Relevanz der Begleitung der Endlagersuche durch das NBG und die Öffentlichkeit. „Kritik am Verfahren ist gewollt“, sagte Stefan Studt und ergänzte, an die Teilnehmenden gerichtet: „Wir freuen uns deshalb über die konstruktiven Diskussionen mit Ihnen.“

Kritische Begleitung der Endlagersuche erwünscht

Das Nationale Begleitgremium begleitet das Standortauswahlverfahren kritisch und prüft, ob die BGE transparent arbeitet. Das geschieht etwa durch Akteneinsicht, Befragungen und Stellungsnahmen. Die Ergebnisse seiner Arbeit teilt das NBG mit der Öffentlichkeit. Das Ziel: Vertrauen in das Verfahren der Endlagersuche herzustellen, die Arbeit der BGE aber gleichzeitig durch die kritische Begleitung des Verfahrens immer wieder zu hinterfragen.

Nach der Begrüßung wurden die Teilnehmenden coronagerecht in fünf kleine Gruppen aufgeteilt und auf die Reise zu fünf Stationen geschickt. In jeder der Stationen informierten BGE-Mitarbeiter*innen über je ein Projekt oder einen Arbeitsbereich. Dazu zählten ein Überblick über die vorläufigen Sicherheitsuntersuchungen, die Bedeutung der Geosynthese im Zusammenhang mit der repräsentativen vorläufigen Sicherheitsuntersuchung (rvSU) sowie der dazugehörige Arbeitsstand, das Endlagersystem und die Vorstellung des Bereichs Standortauswahl.

Virtuelle Befahrungen von Schacht Konrad

Auf einer Freifläche im dritten Stock hatte das Team der Infostelle Konrad noch ein weiteres Angebot vorbereitet. Dieses gewährte den Teilnehmenden einen Rundumblick in das im Bau befindliche Endlager Konrad: Mit Virtual-Reality-Brillen begaben sich die Gäste auf eine virtuelle Reise nach über und unter Tage. Mit den virtuellen Befahrungen bekommen Gäste der Infostelle Einblicke in die Untertagewelt, solange es pandemiebedingt nicht wieder möglich ist, die Bergwerke auch tatsächlich zu besuchen.

Nachdem alle Gruppen sämtliche Stationen durchlaufen hatten, ging es für das NBG im Anschluss weiter ins Peiner Forum. Dort fand die 59. Sitzung des NBG unter Beteiligung der Öffentlichkeit statt.

Eine Gruppe von Männern und Frauen steht vor einem Bürogebäude.

Die Besucher*innen des NBG und die Mitarbeiter*innen der BGE versammelten sich zum Abschluss der Veranstaltung zu einem Gruppenfoto.

Drei Männer mit FFP2-Masken unterhalten sich im Foyer eines Bürogebäudes.

BGE-Geschäftsführer Steffen Kanitz im Gespräch mit Gästen des NBG.

Drei Personen mit weißen VR-Brillen und FFP2-Masken bei der virtuellen Erkundung des Endlagers Konrad.

Per VR-Brille konnten die Gäste des NBG das Endlager Konrad virtuell befahren.