Themenschwerpunkt: Fertigstellung des Endlagers Konrad

Beim Projekt Konrad handelt es sich um ein sehr komplexes und umfangreiches Bauvorhaben. Das Atomrecht ist mit seinen hohen Sicherheitsanforderungen der Maßstab für das Handeln bei der Errichtung des Endlagers Konrad.

1984 hatte die Bundesrepublik mit der Deutschen Gesellschaft zum Bau und Betrieb von Endlagern für Abfallstoffe (DBE) einen unkündbaren Kooperationsvertrag geschlossen und sie mit der Planung und Errichtung der deutschen Endlager beauftragt. Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) war als Vertreter des Bundes (Betreiber) mit der DBE (Betriebsführender) über diesen Kooperationsvertrag verbunden. Dies führte in der konkreten Projektabwicklung hinsichtlich Zuständigkeiten und Verantwortlichkeiten oftmals zu unterschiedlichen Auslegungen.

Mit dem Gesetz zur Neuordnung der Organisationsstruktur im Bereich der Endlagerung ist dies umgesetzt worden. Seit dem 20.12.2017 liegen die in der Vergangenheit von BfS und DBE wahrgenommenen Aufgaben nun in einer Hand bei der Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE).

Im Vorgriff auf die rechtliche Verschmelzung der beteiligten Unternehmen und Organisationen hat das BMUB die BGE gebeten, den Stand der Errichtung der Schachtanlage Konrad zu untersuchen und eine Überprüfung des Zeitplanes zu veranlassen. Die Ergebnisse liegen vor.

Pressemitteilung: Fertigstellung des Endlagers Konrad verzögert sich

Die Fertigstellung des Endlagers Konrad für schwach- und mittelradioaktive Abfälle benötigt mehr Zeit als ursprünglich geplant. Die BGE rechnet auf der Basis eines externen Gutachtens mit der Fertigstellung im Jahr 2027.

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Ergebnisse der Überprüfung und Umsetzung

Der TÜV Rheinland sieht in seiner Begutachtung des Endlagers Konrad bestehende Probleme und Ungewissheiten aber auch Chancen und Optimierungsmöglichkeiten. In der aktuellen Marktsituation ist überdies die rechtzeitige Verfügbarkeit von spezialisierten Fachunternehmen und aufwendigen technischen Einzelkomponenten ein zeitliches Risiko.

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Fragen und Antworten

Ein von der BGE beauftragtes Gutachten zur Fertigstellung des Endlagers Konrad wirft Fragen auf. Was war der Anlass der Untersuchung und warum wird das Ergebnis jetzt veröffentlicht? Diese und weitere Fragen werden hier beantwortet.

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Stand der Errichtung

Auf der Schachtanlage Konrad 1 sind die ersten Gebäude fertig gestellt, das größte Gebäude ist derzeit im Bau. Die Gebäude auf Konrad 2 sind in der abschließenden Planungsphase. Hier beginnen demnächst die Arbeiten für die ersten Fundamente.

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Hintergrundinformationen

Das Endlager Konrad in Salzgitter in Niedersachsen ist geplant und genehmigt für schwach- und mittelradioaktive Abfälle, die vor allem beim Betrieb und Rückbau von Kernkraftwerken anfallen, aber auch in Forschungseinrichtungen, in der Industrie und Medizin.

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Kurzinformationen zum Endlager Konrad

Schacht Konrad wurde 2007 nach Atomrecht als erstes Endlager Deutschlands genehmigt. Das ehemalige Eisenerzbergwerk wird derzeit zu einem Endlager umgebaut. Anschließend sollen bis zu 303.000 Kubikmeter radioaktive Abfälle mit vernachlässigbarer Wärmeentwicklung endgelagert werden.

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