Aktuelle Arbeiten - Schachtanlage Asse II

Übersicht über die wesentlichen Arbeiten im Dezember 2025

Bergleute sichern Arbeitsbereich

Im Dezember dringen Bergleute weiter in den Abbau 3 auf der 658-Meter-Ebene vor. Innerhalb dieses Abbaus wollen sie bis zum südlichen Abbaurand vorstoßen. Um sicher arbeiten zu können, entfernen die Bergleute schrittweise den ehemals zur Stabilisierung eingebrachten Schotter aus dem Abbau und ersetzen diesen durch Stützbauwerke.

Während der Arbeiten legen sie an der Decke (Firste) einen massiven Block aus Salzgestein frei. Es ist unklar, ob dieser fest mit dem Rest der Decke verbunden ist oder herabzufallen droht. Um die Sicherheit der Bergleute zu gewährleisten, wird der Block mit Stahlträgern abgestützt. Für eine weitere Risikoabschätzung führen Bergleute Messungen durch und erstellen einen 3D-Scan des Bereichs. Die Messergebnisse zeigen, dass es sich nicht um einen einzelnen Brocken handelt, sondern um eine komplexe Struktur aus gewachsenem Steinsalz. Daraufhin können die Stützen entfernt und die Arbeiten sicher fortgesetzt werden.

Wesentliche Arbeiten

Stabilisierung und Notfallplanung

Die Rückholung kann nur in einem langfristig stabilen Bergwerk erfolgen. Zudem müssen Vorbereitungen für einen möglichen Notfall getroffen werden.

  • Die Grube wird fortlaufend stabilisiert. Dabei errichten Bergleute in den durch Gebirgsdruck geschädigten Bereichen Stützbauwerke. Zusätzlich verfüllen sie nicht mehr benötigte Hohlräume. Der sichere Betrieb des Bergwerks ist eine Grundvoraussetzung für die geplante Rückholung der radioaktiven Abfälle

Rückholungsplanung

Die BGE hat den gesetzlichen Auftrag die Schachtanlage Asse II unverzüglich stillzulegen. Zuvor sollen die radioaktiven Abfälle zurückgeholt werden.

  • 750-Meter-Ebene, Erkundungsbohrung in die Einlagerungskammer 12: Nach Abschluss der Messungen in der Einlagerungskammer 12 wird die Bohrung im Dezember wieder von Bergleuten verfüllt. Weitere Informationen zur Erkundung der Einlagerungskammer finden Sie in dieser Meldung.

Lösungsmanagement

In die Schachtanlage Asse II dringen salzhaltige Lösungen aus dem Deckgebirge ein. Das Lösungsmanagement regelt den Umgang mit diesen Lösungen.
 

  • 725-Meter-Ebene, 700-Meter-Ebene und 658-Meter-Ebene: Vom 1. bis zum 2. Dezember 2025 werden rund 126 Kubikmeter Salzwasser mit der Chargen-Bezeichnung 24/2025 nach erfolgter Freigabe gemäß Paragraf 31 bis 42 der Strahlenschutzverordnung nach über Tage gebracht. Die Radionuklide Tritium und Cäsium-137 werden nicht nachgewiesen. Die Nachweisgrenze für Tritium liegt bei 10,6 Becquerel pro Liter. Zum Vergleich: In der Trinkwasserverordnung liegt der Grenzwert für Tritium bei 100 Becquerel pro Liter. Die Nachweisgrenze für Cäsium-137 liegt bei 0,51 Becquerel pro Liter.
     
  • 725-Meter-Ebene, 700-Meter-Ebene und 658-Meter-Ebene: Vom 16. bis zum 18. Dezember 2025 werden rund 253 Kubikmeter Salzwasser mit der Chargen-Bezeichnung 25/2025 nach erfolgter Freigabe nach über Tage gebracht. Der Messwert für Tritium beträgt 15 Becquerel pro Liter. Das Radionuklid Cäsium-137 wird nicht nachgewiesen. Die Nachweisgrenze für Cäsium-137 liegt bei 0,51 Becquerel pro Liter.
     
  • 725-Meter-Ebene, Gleitbogenausbaustrecke: Aufgrund sinkender Fassungsmengen aus der Bohrung RH-658-9.19 auf der 658-Meter-Ebene ist in der Gleitbogenausbausstrecke ein zwischenzeitlicher Anstieg an gefasster Lösung zu verzeichnen. Anfang Dezember verlagert sich der Lösungszutritt auf der 658-Meter-Ebene aus der Bohrung RH-658-9.19 in die direkt danebenliegende Bohrung RH-658-9.25. Daraufhin sinken die Fassungsmengen auf der 725-Meter-Ebene wieder deutlich.
     
  • Hier finden Sie den Überblick über die aktuellen Fassungsraten im Dezember 2025 zusammengefasst in einem Dokument (PDF, 2,79 MB, nicht barrierefrei) (PDF, 2,7MB).
     

Bergbauliche Arbeiten

Die Bergleute müssen den sicheren Betrieb der Schachtanlage Asse II gewährleisten.

  • 750-Meter-Ebene, nördliche Richtstrecke nach Westen: Im Bereich des ehemaligen Sprengstofflagers errichten Bergleute im Dezember ein Abdichtbauwerk. Der dahinterliegende Hohlraum wird anschließend mit Spezialbeton verfüllt. Die Bergleute werden weitere Abdichtbauwerke errichten und der gesamte Bereich wird auf diese Weise abschnittsweise verfüllt.
     
  • 750-Meter-Ebene, nördliche Richtstrecke nach Westen: Zwischen der 750-Meter-Ebene und der 800-Meter-Ebene soll ein neuer Fluchtweg (Fluchtfahrte) errichtet werden. Der neue Fluchtweg ersetzt einen bereits bestehenden, der aufgrund der laufenden Stabilisierungsarbeiten verfüllt werden soll. Hierzu richten Bergleute im Dezember eine Bohranlage ein und beginnen mit den Bohrarbeiten.

Im Gespräch

Im Rahmen unserer Öffentlichkeitsarbeit können sich alle interessierten Bürgerinnen und Bürger über die Schachtanlage Asse II informieren und mit uns ins Gespräch kommen.

  • Die Infostelle Asse hat mittwochs und donnerstags von 10:00 bis 17:00 Uhr geöffnet. An den weiteren Wochentagen öffnen die Mitarbeiter*innen die Infostelle nach Vereinbarung. Weitere Informationen zu den Angeboten finden Sie auf unserer Website zur Infostelle Asse.