Aufsichtsrat

Die Mitglieder des Aufsichtsrats der BGE wurden von Bundesumweltministerin Svenja Schulze für eine vierjährige Amtszeit berufen. Die 15 Mitglieder beraten und überwachen die Geschäftsführung der BGE. Im Rahmen dieser Zusammenarbeit werden die Suche nach einem Endlager für hochradioaktive Abfallstoffe sowie der Betrieb der Schachtanlage Asse II und der Endlager Konrad und Morsleben zentrale Themen sein.

Der Aufsichtsrat tagt mindestens einmal pro Halbjahr und muss bei bestimmten Geschäften den Entscheidungen der Geschäftsführung zustimmen. Dazu zählen zum Beispiel Maßnahmen, die zu einer erheblichen Veränderung der Geschäftstätigkeit im Rahmen des Gesellschaftsvertrages oder zu einer grundlegenden Veränderung der Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage der BGE führen können, also u. a. größere Investitionen.

Die regelmäßige Berichterstattung der Geschäftsführung an den Aufsichtsrat erfolgt entsprechend § 90 Aktiengesetz (AktG). Sie umfasst zum Beispiel die beabsichtigte Geschäftspolitik und andere grundsätzliche Fragen der Unternehmensplanung (insbesondere die Finanz-, Investitions- und Personalplanung) sowie die Entwicklung der BGE (insbesondere Rentabilität, Umsatz und Lage der Gesellschaft).

 

Mitglieder:

Jochen Flasbarth, Staatssekretär im Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit

Jochen Flasbarth, beamteter Staatssekretär im Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit. Flasbarth ist seit 2013 Staatssekretär im Bundesumweltministerium. Von 2009 bis 2013 führte er das Umweltbundesamt, davor war er von 2003 bis 2009 Abteilungsleiter Naturschutz im BMU. Von 1992 bis 2003 war Flasbarth Präsident des Naturschutzverbandes NABU. Von 2017 bis 2018 war Flasbarth Vorsitzender des Aufsichtsrats der BGE.

Vorsitzender des Aufsichtsrates
- Jochen Flasbarth
© Thomas Imo / BMU

Gregor van Beesel, Dipl.-Ing. Kartographie, Bundesgesellschaft für Endlagerung mbH, Peine (Arbeitnehmervertreter)

Gregor van Beesel ist als Arbeitnehmervertreter in den Aufsichtsrat der BGE gewählt worden. Er ist Diplomingenieur Katrographie und seit Oktober 2018 Datenschutzkoordinator der BGE. Seit 1986 arbeitet Gregor van Beesel bei der DBE. Er war von 1994 bis September 2018 Vorsitzender des Betriebsrates in Peine und darüber hinaus von 1988 bis 2015 Vorsitzender des Gesamtbetriebsrates der DBE sowie von 2017 bis 2018 Vorsitzender des Gesamtbetriebsrates der BGE. Als Mitglied des Aufsichtsrates der DBE vertrat er dort von 2002 bis 2017 die Interessen der Arbeitnehmer. Seit 2017 vertritt er diese als Mitglied des Aufsichtsrates der BGE.

stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrates
- Gregor van Beesel


Dirk Alvermann, Fahrsteiger, Bundesgesellschaft für Endlagerung mbH, Endlager Morsleben (Arbeitnehmervertreter)

Dirk Alvermann ist als Arbeitnehmervertreter in den Aufsichtsrat gewählt worden. Der Bergingenieur arbeitet seit 1987 im Endlager Morsleben. Er arbeitet als Fahrsteiger im Endlager für schwach- und mittelradioaktive Abfälle. Seit 16 Jahren vertritt Alvermann die Belegschaft in Morsleben im Betriebsrat, seit 2018 ist er Vorsitzender des Betriebsrates in Morsleben.

Dirk Alvermann


Ursula Borak, Unterabteilungsleiterin im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie

Ursula Borak ist seit 2008 Unterabteilungsleiterin in der Energieabteilung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi), zuständig für internationale Energiepolitik, fossile Energieträger und Kernenergie. Sie begann ihre berufliche Karriere am Energiewirtschaftlichen Institut an der Universität Köln (EWI) als Wissenschaftliche Mitarbeiterin. Seit 1987 arbeitet sie im BMWi in verschiedenen Bereichen der Wettbewerbspolitik und Energiepolitik. Ursula Borak war mehrfach ins Ausland abgeordnet: nach Genf zur Vertretung der Vereinten Nationen, nach Paris zur OECD-Vertretung und nach Brüssel als Leiterin der Wirtschaftsabteilung der Ständigen Vertretung der Bundesrepublik Deutschland bei der EU.

 

 

Dr. Wolfgang Cloosters, Abteilungsleiter im Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit

Dr. Wolfgang Cloosters ist seit 2014 im Bundesumweltministerium als Abteilungsleiter für nukleare Sicherheit und Strahlenschutz verantwortlich. Auch wenn sie im Namen der Abteilung nicht mehr vorkommt, gehört auch die Reaktorsicherheit zu den Aufgaben von Wolfgang Cloosters. Zuvor war er 19 Jahre als Abteilungsleiter für die Reaktorsicherheit in Schleswig-Holstein verantwortlich. Seine Atomaufsichtsabteilung in Kiel war im Finanz- und Energieministerium angesiedelt, ab 2003 im Sozial- und Gesundheitsministerium, dann ab 2009 im Justizministerium und zuletzt ab 2012 im Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume.

Dr. Wolfgang Cloosters
© BMU

Sabine Diehr, Referatsleiterin im Bundesministerium für Bildung und Forschung

Sabine Diehr ist Ministerialrätin im Bundesministerium für Bildung und Forschung. Seit 2014 leitet sie dort das Referat „Rückbau kerntechnischer Versuchsanlagen; Rückbauforschung“. Von 2001 bis 2014 hat sie in den Bereichen Großforschung, Internationales und Hochschulen des BMBF gearbeitet. Zuvor war Sabine Diehr beim Wissenschaftsrat und verschiedenen wissenschaftspolitischen Strukturkommissionen tätig.

 

 

Leonie Gebers, Staatssekretärin im Bundesministerium für Arbeit und Soziales

Leonie Gebers ist seit März 2018 beamtete Staatssekretärin im Bundesministerium für Arbeit und Soziales. Von 2017 bis März 2018 war sie Unterabteilungsleiterin für Umwelt, Klima und Bioökonomie im Wirtschaftsministerium, wo sie schon von 2014 bis 2017 zunächst Leiterin des Referats Politische Koordinierung und später Leiterin der Unterabteilung Politische Planung war. 2017 war Leonie Gebers Leiterin der Stabsstelle Politische Koordination im Auswärtigen Amt. Bevor sie von 2009 bis 2014 als Referentin für Wirtschaft und Arbeit in die SPD-Bundestagsfraktion wechselte, war sie von 1999 bis 2009 Referentin im Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

Leonie Gebers
© Konrad Schmidt/BMAS

Prof. Dr. Karin Holm-Müller, Professorin für Ressourcen- und Umweltökonomik an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn

Prof. Dr. Karin Holm-Müller ist seit 1999 Lehrstuhlinhaberin der Professur für Ressourcen- und Umweltökonomik an der Universität Bonn. Von 2008 bis 2016 gehörte sie dem Sachverständigenrat für Umweltfragen (SRU) an, dem ältesten Beratungsgremium der Bundesregierung für Umweltpolitik. Zuletzt war sie stellvertretende Vorsitzende des Rates. Die Volkswirtin arbeitete von Oktober 2015 bis April 2016 in der vom Wirtschaftsministerium eingesetzten "Kommission zur Überprüfung der Finanzierung des Kernenergieausstiegs" (KFK) mit, auf deren Empfehlungen die aktuelle Finanzierung der Endlagersuche und der Errichtung von Endlagern beruht.

Karin Holm-Müller
© Universität Bonn

Franz-Gerhard Hörnschemeyer, Industriegruppensekretär Energie-Nachhaltigkeit der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie

Franz-Gerhard Hörnschemeyer ist Gewerkschaftssekretär der IG Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE). Der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftler arbeitete zunächst im Bundestagsbüro des ehemaligen Staatssekretärs und langjährigen Abgeordneten Erwin Stahl (SPD). Von dort wechselte er zur Ruhrkohle. Seit 1992 ist Hörnschemeyer Gewerkschaftssekretär der IG BCE.

Franz-Gerhard Hörnschemeyer
© IG BCE

Dr. Holle Jakob, Referatsleiterin im Bundesministerium der Finanzen

Dr. Holle Jacob ist seit 2016 Leiterin des Referats Grundsatzfragen der Privatisierungspolitik im Bundesfinanzministerium. Von 2006 bis 2016 war die Juristin in verschiedenen Referaten der Zentralabteilung des BMF beschäftigt, in 2015 war sie einige Monate an die deutschen Botschaft in Washington abgeordnet. Studiert hat sie in Würzburg, Barcelona und Potsdam. Ihre erste berufliche Station nach der Promotion war die Bundeszollverwaltung.

 

 

Dr. Andreas Kerst, Referent im Bundesministerium der Finanzen

Dr. Andreas Kerst arbeitet nach seiner Tätigkeit als Unternehmensjurist seit 2005 in der Bundesfinanzverwaltung. Zunächst war er als Referatsleiter in der Oberfinanzdirektion Chemnitz tätig. Dann wechselte er 2008 in die Zentralabteilung des Bundesfinanzministeriums und war für die IT der Bundesfinanzverwaltung mitzuständig. Seit 2015 ist der promovierte Jurist verantwortlich für die Beteiligungsführung unter anderem am Unternehmen Deutsche Telekom AG, nachdem er von 2012 an den Bereich Dienstrecht der Postnachfolgeunternehmen begleitete. Studiert hat er an den Universitäten in Jena, Hagen und Münster/Westfalen. Neben seiner Tätigkeit im Bundesministerium für Finanzen ist der Finanz- und Digitalisierungsexperte auch stellvertretendes Kuratoriumsmitglied der Museumsstiftung Post und Telekommunikation und Mitglied des Gemeinsamen Juristischen Prüfungsamtes der Länder Berlin/Brandenburg.

 

 

Sylvia Kotting-Uhl, MdB (Fraktion Bündnis 90/DIE GRÜNEN) und Vorsitzende des Ausschusses für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit des Deutschen Bundestages

Sylvia Kotting-Uhl ist seit 2005 für  Bündnis 90/Die Grünen im Deutschen Bundestag vertreten. Die Dramaturgin und Dozentin war von 2009 bis 2017 atompolitische Sprecherin ihrer Fraktion. Seit 2017 ist die Karlsruher Abgeordnete Vorsitzende des Umweltausschusses im Deutschen Bundestag. Als Abgeordnete war sie an der Erarbeitung der "Lex-Asse " ebenso beteiligt wie an der Erarbeitung des Standortauswahlgesetzes. Sie gehörte zudem der Endlagerkommission an.

Sylvia Kotting-Uhl
© Stefan Kaminski/Sylvia Kotting-Uhl

Jens Lindner, Schichtführender Aufsichtshauer, Bundesgesellschaft für Endlagerung mbH, Endlager Konrad (Arbeitnehmervertreter)

Jens Lindner ist als Arbeitnehmervertreter in den Aufsichtsrat der BGE gewählt worden. Der Bergmechaniker ist seit 1983 im Bergwerk Konrad beschäftigt. Seit 1994 ist Lindner Betriebsrat. Seit 1998 ist Jens Linder Betriebsratsvorsitzender der Schachtanlage Konrad. Von 2002 bis 2007 und 2017 gehörte er dem Aufsichtsrat der Deutschen Gesellschaft zum Bau und Betrieb von Endlagern für Abfallstoffe (DBE) an, die 2017 in der BGE aufgegangen ist.

Jens Lindner

Gabriele Theisen, Sachgebietsleiterin Finanz- und Rechnungswesen, Bundesgesellschaft für Endlagerung mbH, Schachtanlage Asse II (Arbeitnehmervertreterin)

Gabriele Theisen ist als Arbeitnehmervertreterin in den Aufsichtsrat der BGE gewählt worden. Sie ist seit 2012 Sachgebietsleiterin in der Buchhaltung der Asse-GmbH. Zuvor war sie bei verschiedenen Unternehmen mit Leitungspositionen im kaufmännischen Bereich beschäftigt.

Gabriele Theisen

Peter Wolff, Angestellter, Bundesgesellschaft für Endlagerung mbH, Schachtanlage Asse II (Arbeitnehmervertreter)

Peter Wolff ist als Arbeitnehmervertreter in den Aufsichtsrat der BGE gewählt worden. Er arbeitet seit 2012 als Systemadministrator für die Schachtanlage Asse II, zunächst für die Asse-GmbH und seit 2017 für die BGE. Nach dem Studium der Pharmazie ging Wolff in die chemisch-biologische Forschung und spezialisierte sich von 1997 an auf die Informationstechnologie. Er wurde Systemadministrator und später stellvertretender Leiter des Rechenzentrums des Helmholtz-Zentrums für Infektionsforschung in Braunschweig.

Peter Wolff