Themenschwerpunkt Stabilität

Das Grubengebäude des Endlagers Morsleben ist stabil. Das ist für die Sicherheit der Mitarbeiter*innen unter Tage von zentraler Bedeutung. Nicht nur die unimittelbare Sicherheit des Betriebs des Endlagers hängt davon ab, sondern auch die Unversehrtheit des umliegenden Wirtsgesteins wird dadurch gewährleistet. Denn dieses bildet die schützende Barriere zwischen den radioaktiven Abfällen und der Biosphäre – dem Raum auf der Erde, wo Leben vorkommt.

Das Endlager Morsleben ist ein ehemaliges Kali- und Steinsalzbergwerk. Vor der Einlagerung von radioaktivem Abfall hat der Bergbau ein Hohlraumvolumen von fast neun Millionen Kubikmetern geschaffen. Auf den Abbaukammern liegt das Gewicht der darüber liegenden Gesteinsschichten. Der ursprüngliche Spannungszustand im Gebirge ist durch die Hohlräume unter Tage verändert. Art und Intensität der Veränderungen sind dabei von Form und Größe der Abbaukammern sowie der Nähe zu weiteren Grubenbauen abhängig.

Die Auswirkungen des Bergbaus auf das Gebirge und die Stabilität des Grubengebäudes sind Gegenstand der geomechanischen Betriebsüberwachung. Regelmäßige Messungen durch die Betriebsmarkscheiderei sollen Schädigungen im Endlagerbergwerk frühzeitig erkennen. Für den langfristig sicheren Einschluss der radioaktiven Abfälle müssen jedoch die Hohlräume unter Tage verfüllt werden. Dadurch wird das umliegende Gebirge stabilisiert und das Entstehen von Auflockerungszonen gestoppt.
 

Stabilität in Morsleben - Vom Bergwerk zum Endlager Morsleben

Das Endlager Morsleben ist ein ehemaliges Kali- und Steinsalzbergwerk. Trotz jahrzehntelangem Bergbau ist das Endlager auch heute für den sicheren Betrieb stabil. Dies hat mehrere Gründe.

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Bergbauliche Gefahrenabwehr im Zentralteil

Nach einem Schreckmoment Ende 2001 verfüllten Bergleute im Zentralteil des Endlagerbergwerks über zwei Dutzend alte Abbaukammern mit Salzbeton. Die Maßnahme stabilisierte die Grube nachhaltig.

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Geomechanische Betriebsüberwachung in Morsleben

Die geomechanische Betriebsüberwachung erfasst und dokumentiert Bewegungen und Verformungen im Gebirge. Mit Hilfe der Daten wird die Stabilität der Hohlräume im Endlagerbergwerk beurteilt.

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Die Aufgaben der Markscheiderei: Gruben, Grenzen, Geodaten

Der Beruf des Markscheiders ist tief in der Geschichte des Bergbaus verwurzelt. Die Aufgaben sind nach wie vor wichtig, auch und insbesondere für die Entscheidung eines sicheren tiefengeologischen Endlagers.

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Veränderung unerwünscht: Stabilisierungsmaßnahmen zur Stilllegung

Die Stabilisierung des Endlagerbergwerks ist ein elementarer Bestandteil des Stilllegungskonzepts. Die Minimierung der Hohlräume unter Tage stützt langfristig das Gebirge und erhält so dessen Schutzfunktion.

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