Aktuelle Arbeiten - Schachtanlage Asse II

Übersicht über die wesentlichen Arbeiten in der Kalenderwoche 2/2019

Stabilisierung und Notfallplanung

Die Rückholung kann nur in einem langfristig stabilen Bergwerk erfolgen. Zudem müssen Vorbereitungen für einen möglichen Notfall getroffen werden.

  • Westlich der Hauptfassungsstelle für Zutrittslösung auf der 658-Meter-Ebene wird eine Schalungswand errichtet. Der Bereich soll verfüllt werden.
  • An zwei in Nord-Süd-Richtung verlaufenden Strecken (Querschläge) auf der 750-Meter-Ebene zwischen der ersten und zweiten südlichen Richtstrecke nach Westen wird an Strömungsbarrieren gearbeitet. In einer der Strecken wird eine Schalungswand für die Verfüllung des Bauwerks errichtet.

Faktenerhebung

Die Einlagerungskammern 7 und 12 auf der 750-Meter-Ebene werden mit Bohrungen erkundet. Die Erkundung der Kammer 7 wird gerade abgeschlossen. Die Erkundung der Kammer 12 wird vorbereitet.

  • In dieser Woche wird der Strahlenschutzbereich am Bohrort aufgehoben. Vorher wurde die Kontaminationsfreiheit des Arbeitsbereiches festgestellt. Nun kann Material von dort umgelagert werden. Die Bohrarbeiten in Richtung der Einlagerungskammer 7 sind abgeschlossen, ein Teil des Arbeitsbereiches soll verfüllt werden.

Lösungsmanagement

Im Bergwerk werden aktuell täglich rund 13,5 Kubikmeter Salzlösung aufgefangen. Das Lösungsmanagement regelt den Umgang mit diesen Lösungen.

  • Es werden größere Lösungsmengen im Bergwerk aufgefangen. Weitere Informationen finden Sie weiter unten im Text unter Meldepflichtiges Ereignis.
  • Im Grubentiefsten wird eine Charge Salzlösung aus dem Bergwerk zu Beton (Sorelbeton) zur Resthohlraumverfüllung verarbeitet. Die Lösung ist radiologisch unbedenklich. Aufgrund einer Selbstverpflichtung der BGE werden Lösungen aus bestimmten Bereichen des Grubengebäudes nicht nach über Tage abgegeben.

Bergbauliche Arbeiten

Die Bergleute müssen den sicheren Betrieb der Schachtanlage Asse II gewährleisten.

  • Auf der 490-Meter-Ebene wird ein Lagerplatz errichtet. Im Abbau 8 wird dazu ein Fundament erstellt.

Meldepflichtiges Ereignis

Betriebsstörungen oder Störfälle bis hin zu Unfällen sind den zuständigen Aufsichtsbehörden zu melden. Grundlage ist die Atomrechtliche Sicherheitsbeauftragten- und Meldeverordnung (AtSMV).

  • An der Hauptauffangstelle auf der 658-Meter-Ebene in der Schachtanlage Asse II sind erneut höhere Mengen salzgesättigten Wassers registriert worden. Vom 11. Januar auf den 12. Januar stieg die aufgefangene Laugenmenge um 1.630 Liter (von 12.510 auf 14.140). Die mit dem Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie des Landes Niedersachsen (LBEG) als Meldeschwelle festgelegte Bandbreite von 800 Litern (Differenz zwischen aktuellem Messwert und vorhergehendem Messwert) ist damit überschritten. Auf der 725-Meter-Ebene wird ebensfalls mehr Wasser als zuletzt aufgefangen. Nähere Informationen finden Sie in der dazugehörigen Meldung vom 12. Januar 2019.

Einblick

Zugang zum Abbau 3 auf der 658-Meter-Ebene. Hier und auf der 725-Meter-Ebene gibt es in dieser Woche eine Erhöhung der Fassungsmenge.

Aufgenommen im September 2018

Zugang zum Abbau 3 auf der 658-Meter-Ebene. Hier und auf der 725-Meter-Ebene gibt es in dieser Woche eine Erhöhung der Fassungsmenge.

Über die Aktuellen Arbeiten

Mit der Übersicht zu den aktuellen Arbeiten bieten wir Ihnen einen regelmäßigen Überblick zu den wichtigsten Arbeiten und Meilensteinen in der Schachtanlage Asse II. Die Arbeiten sind den wesentlichen Projekten zugeordnet, um den Fortschritt der einzelnen Projekte nachvollziehbar zu dokumentieren.

Wir bitten zu beachten, dass nicht alle Arbeiten, die täglich über und unter Tage stattfinden, an dieser Stelle dokumentiert werden können. Bei Bedarf steht Ihnen das Team der Infostelle Asse gerne für weitere Auskünfte zur Verfügung.