Aktuelle Arbeiten - Schachtanlage Asse II

Übersicht über die wesentlichen Arbeiten in der Kalenderwoche 36/2019

Stabilisierung und Notfallplanung

Die Rückholung kann nur in einem langfristig stabilen Bergwerk erfolgen. Zudem müssen Vorbereitungen für einen möglichen Notfall getroffen werden.

  • Im Rahmen der Notfallvorsorge werden auf der 532-Meter-Ebene (Sohle) weitere Bereiche zur Verfüllung vorbereitet. Mitarbeiter des Grubenbetriebes errichten Schalungswände.
  • Das Umfeld der Baustoffanlage BA 20 auf der 700-Meter-Ebene ist durch den Gebirgsdruck stark geschädigt. Die Stabilisierungsarbeiten im südwestlichen Bereich werden fortgesetzt. Es werden Schalungswände erstellt und der dahinter befindliche Hohlraum wird mit Salzbeton (Sorelbeton) verfüllt.

Faktenerhebung

Die Einlagerungskammern 7 und 12 auf der 750-Meter-Ebene werden mit Bohrungen erkundet. Die Erkundung der Kammer 7 wurde abgeschlossen. Die Erkundung der Kammer 12 wird vorbereitet.

  • Auf der 750-Meter-Ebene wird an Stützbauwerken gearbeitet. Mitarbeiter des Grubenbetriebes errichten Stützmauern vor den gebirgsmechanisch stark beanspruchten Bereichen im Süden des Abbaus 5. Hier wird der zukünftige Bohrort zum Erkunden der Einlagerungskammer 12 hergerichtet.
  • Das Aufbohren der Probebohrung auf der 850-Meter-Ebene schreitet voran. Bergleute erproben hier das Vorgehen für eine abgelenkte Bohrung. Neben den Bohrarbeiten wird das Bohrloch mit einer Kamera befahren.

Rückholungsbergwerk und Schacht Asse 5

Für die Rückholung müssen neue Infrastrukturräume und Zugänge zum bestehenden Bergwerk sowie ein Bergungsschacht (Schacht Asse 5) errichtet werden.

  • Im äußersten Osten der 700-Meter-Ebene wird der Arbeitsbereich für die nächste Erkundungsbohrung errichtet. In dieser Woche wird eine Bohrung erstellt. Hier wird anschließend ein Standrohr gesetzt. Das Standrohr ist Teil einer Sicherheitseinrichtung, mit der das Bohrloch sicher verschlossen werden kann, sollten in der Bohrung gefährliche Stoffe wie Lösungen oder Gase auftreten.

Lösungsmanagement

Im Bergwerk werden aktuell täglich rund 13,5 Kubikmeter Salzlösung aufgefangen. Das Lösungsmanagement regelt den Umgang mit diesen Lösungen.

  • Rund 264 Kubikmeter Salzlösung werden nach erfolgter Freigabe gemäß Paragraph 31 ff der Strahlenschutzverordnung nach über Tage gebracht. Die abgegebenen Lösungen stammen von der Hauptauffangstelle auf der 658-Meter-Ebene. Tritium und Cäsium-137 können nicht nachgewiesen werden. Die Nachweisgrenze liegt für Tritium bei 8,2 Becquerel pro Liter und für Cäsium-137 bei 0,5 Becquerel pro Liter. Mit der Nachweisgrenze wird derjenige Wert eines Messverfahrens bezeichnet, bis zu dem die Messgröße (zum Beispiel die spezifische Aktivität von Radionukliden einer Flüssigkeitsprobe) gerade noch zuverlässig nachgewiesen werden kann. Sie ist ein Maß für die Empfindlichkeit des gewählten Analyseverfahrens. Wenn beispielsweise Aktivitätskonzentrationen von Radionukliden so niedrig sind, dass sie nicht mit hinreichender Sicherheit ermittelt werden konnten, wird die sogenannte Nachweisgrenze angegeben. Sie zeigt die maximal mögliche Aktivität an, die theoretisch noch in einer Probe vorhanden sein könnte.
  • An der Hauptauffangstelle auf der 658-Meter-Ebene wurden in den vergangenen sieben Tagen im Durchschnitt täglich rund 12,4 Kubikmeter Salzlösung gefasst.

Bergbauliche Arbeiten

Die Bergleute müssen den sicheren Betrieb der Schachtanlage Asse II gewährleisten.

  • Der Aufbau der neuen Baustoffanlage BA 51 zum Abfüllen von Trockenmaterial auf der 490-Meter-Ebene schreitet voran.
  • Auf der 511-Meter-Ebene schneiden Mitarbeiter des Grubenbetriebes mit Hilfe einer Fräse eine Nische für eine Bohranlage. Die Arbeiten werden in dieser Woche beendet. Hier ist eine große Bohrung geplant, durch die verbrauchte Luft (Abwetter) von der 725-Meter-Ebene zum Hauptgrubenlüfter gelangen soll.
  • Am Wochenende finden im Schacht Asse 2 Messungen der Wandstärken von Schachtleitungen statt.
  • Im Rahmen eines Betriebserfahrungsaustauschs begleiten Mitarbeiter des Maschinenbetriebes die Arbeiten zum Kürzen eines Förderseils auf der Schachtanlage Konrad.

Einblick

Detailaufnahme eines Flügelradanemometers. Anemometer ist der Fachbegriff für einen Windmesser. Unter Tage werden die Geräte eingesetzt, um die Luftmenge zu messen, die einen bestimmten Bereich passiert.

Aufgenommen im August 2019

Detailaufnahme eines Flügelradanemometers. Anemometer ist der Fachbegriff für einen Windmesser. Unter Tage werden die Geräte eingesetzt, um die Luftmenge zu messen, die einen bestimmten Bereich passiert.

Über die Aktuellen Arbeiten

Mit der Übersicht zu den aktuellen Arbeiten bieten wir Ihnen einen regelmäßigen Überblick zu den wichtigsten Arbeiten und Meilensteinen in der Schachtanlage Asse II. Die Arbeiten sind den wesentlichen Projekten zugeordnet, um den Fortschritt der einzelnen Projekte nachvollziehbar zu dokumentieren.

Wir bitten zu beachten, dass nicht alle Arbeiten, die täglich über und unter Tage stattfinden, an dieser Stelle dokumentiert werden können. Bei Bedarf steht Ihnen das Team der Infostelle Asse gerne für weitere Auskünfte zur Verfügung.