Aktuelle Arbeiten - Schachtanlage Asse II

Übersicht über die wesentlichen Arbeiten in der Kalenderwoche 47/2019

Stabilisierung und Notfallplanung

Die Rückholung kann nur in einem langfristig stabilen Bergwerk erfolgen. Zudem müssen Vorbereitungen für einen möglichen Notfall getroffen werden.

  • Auf der 532-Meter-Ebene errichten Mitarbeiter des Grubenbetriebes weitere Bauwerke aus Beton (Sorelbeton) im Umfeld der Einlagerungskammer 8a auf der 511-Meter-Ebene.

Faktenerhebung

Die Einlagerungskammern 7 und 12 auf der 750-Meter-Ebene werden mit Bohrungen erkundet. Die Erkundung der Kammer 7 wird gerade abgeschlossen. Die Erkundung der Kammer 12 wird vorbereitet.

  • Das Bohrort für die Bohrarbeiten zur Einlagerungskammer 12 auf der 750-Meter-Ebene wird hergerichtet. Der Arbeitsbereich zur Untersuchung der Einlagerungskammer 12 wird, wie bereits bei den Arbeiten an der Einlagerungskammer 7, durch einen Zeltbau vom übrigen Bergwerk abgetrennt, um eine Vermischung von Luft (Wettern) aus dem Arbeitsbereich zum Grubengebäude zu verhindern.
  • Im Grubentiefsten wird weiter an der Bohrung zur Erprobung des Anbohrens der Einlagerungskammer 12 gearbeitet.

Rückholungsbergwerk und Schacht Asse 5

Für die Rückholung müssen neue Infrastrukturräume und Zugänge zum bestehenden Bergwerk sowie ein Bergungsschacht (Schacht Asse 5) errichtet werden.

  • Die Bohrarbeiten zur Erkundung des Salzgesteins östlich der Schachtanlage Asse II schreiten in dieser Woche voran. In dieser Woche wird an beiden Bohrung gearbeitet. Die südöstlich ausgerichtete Bohrung 700-1a hat jetzt eine Länge von mehr als 200 Metern, die nordöstliche Bohrung 700-3 von fast 140 Metern.

Standortüberwachung und –erkundung

Zur Planung der Rückholung, zur Umsetzung der Notfallplanung und zur Erfassung der Auswirkungen durch den Bergbau muss die Asse überwacht und erkundet werden.

  • Im Umfeld der Schachtanlage Asse II werden 3D-seismische Messungen durchgeführt. Informationen über den Fortschritt der 3D-Seismik finden Sie im zugehörigen Themenschwerpunkt.

Bergbauliche Arbeiten

Die Bergleute müssen den sicheren Betrieb der Schachtanlage Asse II gewährleisten.

  • Der Aufbau der neuen Baustoffanlage BA 51 zum Abfüllen von Trockenmaterial auf der 490-Meter-Ebene schreitet weiter voran.
  • Auf der 700-Meter-Ebene wird weiter im Bereich der großen untertägigen Baustoffanlage BA20 an Stützbauwerken gearbeitet. Die gebirgsmechanische Beanspruchung in diesem Bereich erfordert eine deutliche Reduzierung des Hohlraumvolumens.
  • Auf der 750-Meter-Ebene schneiden Mitarbeiter des Grubenbetriebes mit einer Firstenfräse Decke (Firste) und Wände (Stöße) der nördlichen Richtstrecke nach Osten nach. Diese Strecke ist rund 100 Jahre alt und gebirgsmechanisch stark beansprucht. Sie ist außerdem der Weg zu den östlichen Einlagerungsbereichen und muss daher derzeit täglich im Rahmen der Arbeiten an der Einlagerungskammer 12 und weiteren Tätigkeiten befahren werden. Entsprechend wichtig ist es, hier Arbeitssicherheit herzustellen und aufgelockerte Salzbrocken zu entfernen.
  • Im Grubentiefsten wurden rund 130 Kubikmeter Beton eingebracht. Es handelt sich dabei um Beton, der mit nicht abgabefähiger Salzlösung hergestellt wird. Diese Lösung ist nicht mit radioaktiven Abfällen in Kontakt gekommen, stammt aber von der 750- oder 725-Meter-Ebene, wo sich Einlagerungskammern befinden. Die BGE hat sich selbst verpflichtet, diese Lösungen nicht nach über Tage abzugeben.

Strahlenschutz

Die Einhaltung und Überwachung des Strahlenschutzes gewährleistet die Sicherheit des Personals, der Besucherinnen und Besucher, der Bevölkerung sowie der Umwelt.

  • In der Beschickungskammer auf der 490-Meter-Ebene läuft das Projekt zum Ausbau der alten Einrichtungen aus der Zeit der Einlagerung radioaktiver Abfälle. Die Überwachungstechnik in diesem Raum soll modernisiert werden, dazu ist es nötig, die alten Aufbauten zu entfernen. Von der Beschickungskammer ausgehend, wurde die Einlagerungskammer 8a auf der 511-Meter-Ebene befüllt.

Im Gespräch

Im Rahmen unserer Öffentlichkeitsarbeit können sich alle interessierten Bürgerinnen und Bürger über die Schachtanlage Asse II informieren und mit uns ins Gespräch kommen.

  • Die BGE berichtet auf der Asse-2-Begleitgruppensitzung am 22. November 2019 über den aktuellen Stand der Rückholungsplanungen. Im Mittelpunkt stehen die aktuellen Planungen für das Rückholungsbergwerk sowie die technische Vorgehensweise bei der Rückholung aus den Einlagerungskammern. Weitere Informationen finden Sie in der Pressemitteilung vom 22. November 2019.

Einblick

Die Beschickungskammer. Von hier aus wurden von 1972 bis 1977 insgesamt 1.293 Fässer mit mittelradioaktivem Abfall in die Einlagerungskammer 8a auf der 511-Meter-Ebene eingebracht. Die Krananlage blieb vor allem zum Zwecke der Information erhalten. Jetzt muss sie für Umbauarbeiten weichen.

Aufgenommen im Januar 2015

Die Beschickungskammer. Von hier aus wurden von 1972 bis 1977 insgesamt 1.293 Fässer mit mittelradioaktivem Abfall in die Einlagerungskammer 8a auf der 511-Meter-Ebene eingebracht. Die Krananlage blieb vor allem zum Zwecke der Information erhalten. Jetzt muss sie für Umbauarbeiten weichen.

Über die Aktuellen Arbeiten

Mit der Übersicht zu den aktuellen Arbeiten bieten wir Ihnen einen regelmäßigen Überblick zu den wichtigsten Arbeiten und Meilensteinen in der Schachtanlage Asse II. Die Arbeiten sind den wesentlichen Projekten zugeordnet, um den Fortschritt der einzelnen Projekte nachvollziehbar zu dokumentieren.

Wir bitten zu beachten, dass nicht alle Arbeiten, die täglich über und unter Tage stattfinden, an dieser Stelle dokumentiert werden können. Bei Bedarf steht Ihnen das Team der Infostelle Asse gerne für weitere Auskünfte zur Verfügung.