Meldung – Schachtanlage Asse II

Messwerte der abtransportierten Zutrittswässer

In der Schachtanlage Asse II werden täglich rund 12,5 Kubikmeter salzhaltige Zutrittswässer aufgefangen. Davon rund 11,5 Kubikmeter an der Hauptauffangstelle auf der 658-Meter-Ebene. Nur diese Wässer werden nach einem entsprechenden Freigabeverfahren nach über Tage abgegeben und entsorgt. Die Messergebnisse zeigen, dass diese Lösung radiologisch unbedenklich ist.
Alle Zutrittswässer die unterhalb der 658-Meter-Ebene aufgefangen werden verbleiben im Bergwerk.

Solange diese Zutrittswässer im Bergwerk lagern, nehmen sie Tritium aus der Grubenluft auf. Durch verschiedene Maßnahmen (z. B. Abdecken der Sammelbecken, gesonderte Versorgung mit Frischluft) wird die Tritiumkonzentration gemäß den Vorgaben des Atom- und Strahlenschutzrechts niedrig gehalten (Minimierungsgebot).

Im Folgenden finden Sie die aktuellen Messwerte der abtransportierten Zutrittswässer. Um eine zeitnahe Veröffentlichung der Messwerte sicherzustellen, werden die Messwerte in einem ersten Schritt lediglich auf ihre Plausibilität geprüft. Die fachlich geprüften Messwerte finden Sie zu einem späteren Zeitpunkt in den veröffentlichten Berichten. Eine Änderung der Werte ist dabei nicht zu erwarten.

Um eine bessere Einordnung der Messwerte zu ermöglichen ein Vergleich: Für Trinkwasser beträgt der Grenzwert für Tritium gemäß Trinkwasserverordnung 100 Becquerel pro Liter (1 Becquerel = 1 Kernzerfall pro Sekunde).

 

Chargennummer 12/2017

Menge: 316 Kubikmeter

Tritium: < 1,3 Becquerel pro Liter (unterhalb der Nachweisgrenze)

Cäsium-137: < 0,79 Becquerel pro Liter (unterhalb der Nachweisgrenze)

Abfuhrzeitraum: 20. November 2017 - 22. November 2017

 

Chargennummer 11/2017

Menge: 332 Kubikmeter

Tritium: 2,1 Becquerel pro Liter

Cäsium-137: < 0,9 Becquerel pro Liter (unterhalb der Nachweisgrenze)

Abfuhrzeitraum: 23. Oktober 2017 - 25. Oktober 2017

 

Chargennummer 10/2017

Menge: 318 Kubikmeter

Tritium: < 1,6 Becquerel pro Liter (unterhalb der Nachweisgrenze)

Cäsium-137: < 0,74 Becquerel pro Liter (unterhalb der Nachweisgrenze)

Abfuhrzeitraum: 25. September 2017 - 27. September 2017

 

Chargennummer 09/2017

Menge: 316 Kubikmeter

Tritium: 3,2 Becquerel pro Liter

Cäsium-137: < 0,9 Becquerel pro Liter (unterhalb der Nachweisgrenze)

Abfuhrzeitraum: 28. August 2017 - 30. August 2017

 

Chargennummer 08/2017

Menge: 322 Kubikmeter

Tritium: < 1,4 Becquerel pro Liter (unterhalb der Nachweisgrenze)

Cäsium-137: < 0,61 Becquerel pro Liter (unterhalb der Nachweisgrenze)

Abfuhrzeitraum: 31. Juli 2017 - 02. August 2017

 

Chargennummer 07/2017

Menge: 336 Kubikmeter

Tritium: 1,7 Becquerel pro Liter

Cäsium-137: < 0,59 Becquerel pro Liter (unterhalb der Nachweisgrenze)

Abfuhrzeitraum: 03. Juli 2017 - 05. Juli 2017

 

Nachweisgrenze

Mit der Nachweisgrenze wird derjenige Wert eines Messverfahrens bezeichnet, bis zu dem die Messgröße (z. B. die spezifische Aktivität von Radionukliden einer Flüssigkeitsprobe) gerade noch zuverlässig nachgewiesen werden kann. Sie ist ein Maß für die Empfindlichkeit des gewählten Analyseverfahrens. Wenn beispielsweise Aktivitätskonzentrationen von Radionukliden so niedrig sind, dass sie nicht mit hinreichender Sicherheit ermittelt werden konnten, wird die sogenannte Nachweisgrenze angegeben. Sie zeigt die maximal mögliche Aktivität an, die theoretisch noch in einer Probe vorhanden sein könnte.

Probenahme an der Hauptauffangstelle auf der 658-Meter-Ebene