Meldung – Schachtanlage Asse II

Messwerte der abtransportierten Zutrittswässer für das 1. Halbjahr 2017

In der Schachtanlage Asse II werden täglich rund 12,5 Kubikmeter salzhaltige Zutrittswässer aufgefangen, davon rund 11,5 Kubikmeter an der Hauptauffangstelle auf der 658-Meter-Ebene. Nur diese Wässer werden nach einem entsprechenden Freigabeverfahren nach über Tage abgegeben und entsorgt. Die Messergebnisse zeigen, dass diese Lösung radiologisch unbedenklich ist.
Alle Zutrittswässer die unterhalb der 658-Meter-Ebene aufgefangen werden verbleiben im Bergwerk.

Solange diese Zutrittswässer im Bergwerk lagern, nehmen sie Tritium aus der Grubenluft auf. Durch verschiedene Maßnahmen (z. B. Abdecken der Sammelbecken, gesonderte Versorgung mit Frischluft) wird die Tritiumkonzentration gemäß den Vorgaben des Atom- und Strahlenschutzrechts minimiert (Minimierungsgebot).

Im Folgenden finden Sie die Messwerte der abtransportierten Zutrittswässer für das 1. Halbjahr 2017.

Um eine bessere Einordnung der Messwerte zu ermöglichen ein Vergleich: Für Trinkwasser beträgt der Grenzwert für Tritium gemäß Trinkwasserverordnung 100 Becquerel pro Liter (1 Becquerel = 1 Kernzerfall pro Sekunde).

 

Chargennummer 06/2017

Menge: 360 Kubikmeter

Tritium: < 1,3 Becquerel pro Liter (unterhalb der Nachweisgrenze)

Cäsium-137: < 0,97 Becquerel pro Liter (unterhalb der Nachweisgrenze)

Abfuhrzeitraum: 06. Juni 2017 - 08. Juni 2017

 

Chargennummer 05/2017

Menge: 339 Kubikmeter

Tritium: < 1,9 Becquerel pro Liter (unterhalb der Nachweisgrenze)

Cäsium-137: < 0,69 Becquerel pro Liter (unterhalb der Nachweisgrenze)

Abfuhrzeitraum: 08. Mai 2017 - 10. Mai 2017

 

Chargennummer 04/2017

Menge: 312 Kubikmeter

Tritium: 2,0 Becquerel pro Liter

Cäsium-137: < 0,71 Becquerel pro Liter (unterhalb der Nachweisgrenze)

Abfuhrzeitraum: 10. April 2017 - 13. April 2017

 

Chargennummer 03/2017

Menge: 335 Kubikmeter

Tritium: 1,8 Becquerel pro Liter

Cäsium-137: < 0,85 Becquerel pro Liter (unterhalb der Nachweisgrenze)

Abfuhrzeitraum: 13. März 2017 - 15. März 2017

 

Chargennummer 02/2017

Menge: 330 Kubikmeter

Tritium: 1,8 Becquerel pro Liter

Cäsium-137: < 0,79 Becquerel pro Liter (unterhalb der Nachweisgrenze)

Abfuhrzeitraum: 13. Februar 2017 - 15. Februar 2017

 

Chargennummer 01/2017

Menge: 334 Kubikmeter

Tritium: < 1,8 Becquerel pro Liter (unterhalb der Nachweisgrenze)

Cäsium-137: < 0,63 Becquerel pro Liter (unterhalb der Nachweisgrenze)

Abfuhrzeitraum: 16. Januar 2017 - 18. Januar 2017

 

Nachweisgrenze

Mit der Nachweisgrenze wird derjenige Wert eines Messverfahrens bezeichnet, bis zu dem die Messgröße (z. B. die spezifische Aktivität von Radionukliden einer Flüssigkeitsprobe) gerade noch zuverlässig nachgewiesen werden kann. Sie ist ein Maß für die Empfindlichkeit des gewählten Analyseverfahrens. Wenn beispielsweise Aktivitätskonzentrationen von Radionukliden so niedrig sind, dass sie nicht mit hinreichender Sicherheit ermittelt werden konnten, wird die sogenannte Nachweisgrenze angegeben. Sie zeigt die maximal mögliche Aktivität an, die theoretisch noch in einer Probe vorhanden sein könnte.

Probenahme an der Hauptauffangstelle auf der 658-Meter-Ebene