Meldung – Endlager Morsleben

Erneuerung der Wettertore auf der 2. Ebene (Sohle) hat begonnen

Im Bereich des Haltepunkts des Förderkorbs (Füllorts) auf der 2. Ebene (Sohle) der Grube Bartensleben wurde mit dem Umbau von drei Toren zur Steuerung der Frischluftversorgung im Bergwerk (Wettertoren) begonnen. Die Arbeiten sollen im dritten Quartal 2019 abgeschlossen werden. Sie sind Teil der vorbereitenden Maßnahmen zur sicheren Stilllegung des Endlagers Morsleben.

Gegenwärtig sind die Tore in der Regel geschlossen und verhindern, dass Luft (Wetter) sich unkontrolliert in der Grube verteilt. Wollen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf die andere Seite der Tore gelangen, nutzen sie kleine Nebentüren. Bei größeren Materialtransporten ist das nicht möglich und die Tore müssen kurzzeitig geöffnet werden. Dies führt zwar zu einer Veränderung der Frischluftversorgung in der Grube, ist aber unproblematisch, solange die Tore schnell wieder verschlossen werden.

Sobald die Stilllegungsarbeiten beginnen, wird sehr viel Material im Bergwerk transportiert. Der Haltepunkt des Förderkorbs auf der 2. Ebene wird zu einem zentralen Punkt für diese Materialtransporte werden. Die derzeitigen Tore werden dann häufiger als jetzt geöffnet. Dadurch besteht die Gefahr, dass es zu einer Störung der Frischluftverteilung kommt. Um den zukünftigen Anforderungen zu genügen, sollen zwei der drei vorhandenen Tore zu Schleusen umgerüstet werden. Diese bestehen aus zwei gegenüberliegenden Toren: Ist das erste Tor geöffnet, bleibt das zweite Tor verschlossen, bis das erste Tor wieder geschlossen wurde. Erst danach öffnet sich das zweite Tor. So kann verhindert werden, dass es zu einer Störung der Frischluftverteilung kommt.

Die Belüftung (Bewetterung) der Grube ist notwendig, um die Frischluftversorgung zu gewährleisten und verbrauchte Luft sowie Abgase von Fahrzeugen und Anlagen abzuführen. Im Endlager Morsleben wird Frischluft durch den Schacht Bartensleben von über Tage nach unter Tage geleitet. Durch den Schacht Marie gelangt die Abluft nach über Tage. Eine Ausnahme bilden die Bereiche auf der 4. Ebene, in denen radioaktive Abfälle eingelagert wurden: Die verbrauchte Luft aus den Einlagerungsbereichen wird über separate Leitungen im Schacht Bartensleben abgeleitet und dabei radiologisch überwacht.

Mit der Teilschnittmaschine wird der Einbau des neuen Wettertors 1 vorbereitet. Der neue Standort befindet sich rund fünf Meter südlich des alten Tors.