Meldung – BGE

Anlagensicherheit in Zeiten von Corona

Die Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) hat bereits Ende Februar einen Corona-Krisenstab eingesetzt und einen Pandemieplan erarbeitet, um vorbereitet zu sein.

Viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der BGE arbeiten derzeit mobil von zu Hause aus. Damit in den Büros die Abstandsregel von 1,5 bis 2 Meter eingehalten werden kann, sind diese derzeit nur übersichtlich besetzt. In den Bergwerken, aber auch in der Verwaltung wechseln sich die Kolleginnen und Kollegen wochenweise in der Präsenzarbeit ab. Eine Gruppe ist eine Woche zu Hause in Bereitschaft oder arbeitet mobil, die zweite Gruppe ist im Bergwerk oder an einem der Verwaltungsstandorte.

In den Bergwerken stellen sich besondere Herausforderungen. Sie brauchen kontinuierliche Betreuung, die auch bei einer sich zuspitzenden Krisensituation gewährleistet sein muss, damit das Endlager Morsleben, die Schachtanlage Asse II und das Endlager Konrad sicher bleiben für die, die während und nach der Krise unter- und übertage arbeiten.

Die Arbeiten, die kontinuierlich erforderlich sind, um diese Sicherheit zu gewährleisten, hat die BGE als systemrelevante Funktionen definiert und Funktionsträger sowie Vertreterinnen identifiziert, die immer arbeitsfähig sein müssen. Die Tätigkeiten umfassen beispielsweise Strahlenschutzmessungen in der Schachtanlage Asse II, den Umgang mit dem zutretenden Salzwasser (Lösung) in der Asse, um diese nach übertage zu pumpen, die Wartung und Instandhaltung von Maschinen, beispielsweise der Anlagen, die die Aufzüge in den Bergwerken bewegen (Schachtförderanlagen), damit sie betriebsbereit bleiben, die regelmäßige Zustandskontrolle der Hohlräume untertage, damit sicheres Arbeiten im Normalbetrieb dann wieder möglich ist. Besonders qualifizierte Kollegen wie beispielsweise die Grubenwehr oder der Fördermaschinist, der die Schachtförderanlage bedient, müssen dafür immer einsatzbereit sein.

Auch bei der BGE ist es bislang zu einigen wenigen Infektionen gekommen. Viele, die aus Skiurlauben zurückgekehrt sind, haben sich entsprechend der frühzeitigen Festlegung in der BGE freiwillig in häusliche Quarantäne begeben, und arbeiten von zu Hause aus, oder fallen zwei Wochen aus. Damit alle wichtigen Funktionen jederzeit zur Verfügung stehen, gibt es die Bereitschaftsdienste.

Sollte sich die derzeitige Lage noch weiter zuspitzen, gibt es in der BGE entsprechende Vorbereitungen und Pläne für einen Notbetrieb.. „Für diesen schlimmsten Fall hat die BGE Vorbereitungen getroffen, damit Mensch und Umwelt auch dann jederzeit vor Gefahren durch die radioaktiven Abfälle in der Asse oder im Endlager Morsleben geschützt sind“, sagt Stefan Studt, Vorsitzender der Geschäftsführung der BGE, der auch den BGE-Krisenstab leitet.

Mann sitzt an einem Schreibtisch in einem Büro

Von seinem Büro in Peine aus leitet der Vorsitzende der Geschäftsführung Stefan Studt auch den Corona-Krisenstab der BGE