BGE investiert in Forschung und Entwicklung zur Stilllegungsplanung
10. März 2022: Über einen Forschungsaufruf und eine Ausschreibung sucht die BGE Partner*innen aus Wissenschaft und Forschung, die Demonstrationsbauwerke für Streckenabdichtungen im Anhydrit und Steinsalz bauen und auswerten sollen.
Blick auf die Front des 2012 im Endlager Morsleben gebauten und bis heute beprobten Demonstrationsbauwerk im Steinsalz.
Mit einem Aufruf zur Einreichung von Forschungsbeiträgen sucht die BGE kompetente Partner aus Wissenschaft und Forschung. Diese sollen ein oder mehrere Demonstrationsbauwerke für eine Streckenabdichtung im Anhydritgestein planen und außerhalb des Endlagers Morsleben errichten. Vorgegeben ist der Einsatz eines Magnesiabaustoffs als Spritzbeton sowie von Bitumen beziehungsweise Asphalt für Dichtelemente. Nach Abschluss der Bautätigkeiten werden die relevanten mechanischen und hydraulischen Parameter zur Bewertung der Funktionalität der Abdichtung als Grundlage für die Langzeitsicherheitsbewertung bestimmt und dokumentiert.
Mit den Forschungsergebnissen will die BGE grundlegendes Wissen über die Eignung und Anwendbarkeit von Magnesiabaustoffen als Spritzbeton in Verbindung mit Bitumen beziehungsweise Asphalt aufbauen. Der Fokus liegt hierbei auf der Anbindung der Baustoffe an den Anhydrit.
Europaweite Ausschreibung für Bau eines Demonstrationsbauwerks im Steinsalz
Geplanter Abschluss der Arbeiten an beiden Demonstrationsbauwerken bis 2024
Die Projektpläne sehen vor, dass die Arbeiten an beiden Demonstrationsbauwerken bis Ende 2024 abgeschlossen sind. Bis dahin sollen die Projektpartner*innen die Versuche ausgewertet und dokumentiert haben. Die übermittelten Ergebnisse aus den Großversuchen fließen in die Überarbeitung der Planunterlagen für die Stilllegung des Endlagers Morsleben ein. Streckenabdichtung bildet eine der zentralen Maßnahmen im Stilllegungskonzept für das Endlager. 2026 werden die überarbeiteten Planunterlagen von der BGE bei der Genehmigungsbehörde eingereicht.