Der Ausbau unter Tage ist in einigen Abschnitten bereits abgeschlossen. In allen Strecken, außer im Füllort 2. Sohle, wo die Abfälle vom Schacht in die Grube übergeben werden, sind die Innenschalen eingebaut und es sind bereits die ersten Anlagen montiert. So sind im vergangenen Jahr beispielsweise die Anlagen des Betonwerks unter Tage, der sogenannten Versatzaufbereitungsanlage, montiert worden. Die Versatzaufbereitungsanlage dient dazu, vorhandenes loses Erzgestein mit Baustoff zu vermischen und daraus einen fließfähigen Betonwerkstoff für den Verschluss von Einlagerungskammern herzustellen. Das Erz fällt beim Bau von Einlagerungskammern an und wird zu einem großen Teil als Baustoff verwertet.
Im Bereich der Werkstatt sind die Krananlagen und die Wartungsgruben errichtet. In einer Tiefe von 850 Metern, im Füllort 2. Sohle am Schacht Konrad 2, wird derzeit die Innenschale eingebaut. Das ist eine mehrlagige stahlbewehrte Betonschale. Die Fachleute setzen dort wegen der Höhe der Strecke auf einen angepassten Ablauf des Einbaus der Innenschale. Derzeit erfolgt der Einbau des unteren Teils der Innenschale in Vorbereitung zum Einbau der Fahrbahn. Zudem werden die Fundamente für die in das Füllort einzubauenden Anlagen errichtet. Erst dann geht es mit der Innenschale im oberen Bereich der Strecke weiter.
Die für das Endlager vorgesehenen Spezialfahrzeuge und viele Komponenten werden fern von der Schachtanlage Konrad gefertigt. Ein Teil der Flotte ist bereits gebaut und befindet sich in der Erprobung für die Abnahme. Eine Herausforderung bei den großen Einlagerungs- und Baufahrzeugen für das Endlager ist deren Transport nach unter Tage. Sobald ein Fahrzeug seine Abnahme absolviert hat, muss es wieder zerlegt und so verpackt werden, dass es durch den Schacht passt. Die ersten Fahrzeuge sollen im kommenden Jahr ins Bergwerk transportiert und dann unter Tage betriebsbereit montiert und müssen dann erneut abgenommen werden.