Aktuelle Arbeiten - Schachtanlage Asse II

Übersicht über die wesentlichen Arbeiten in der Kalenderwoche 49/2018

Stabilisierung und Notfallplanung

Die Rückholung kann nur in einem langfristig stabilen Bergwerk erfolgen. Zudem müssen Vorbereitungen für einen möglichen Notfall getroffen werden.

  • Auf der 750-Meter-Ebene (Sohle) werden die Nachschnittarbeiten für die Errichtung eines Dammbauwerks (Strömungsbarriere) in einer Verbindungsstrecke zwischen der ersten und zweiten südlichen Richtstrecke nach Westen abgeschlossen.

Rückholungsbergwerk und Schacht Asse 5

Für die Rückholung müssen neue Infrastrukturräume und Zugänge zum bestehenden Bergwerk sowie ein Bergungsschacht (Schacht Asse 5) errichtet werden.

  • In der Bohrung zur Vorerkundung des Salzgesteins östlich der Schachtanlage Asse II auf der 700-Meter-Ebene finden geophysikalische Messungen statt.

Lösungsmanagement

Im Bergwerk werden aktuell täglich rund 12,5 Kubikmeter Salzlösung aufgefangen. Das Lösungsmanagement regelt den Umgang mit diesen Lösungen.

  • Rund 264 Kubikmeter Salzlösung werden nach erfolgter Freigabe gemäß Paragraph 29 der Strahlenschutzverordnung nach über Tage gebracht. Die abgegebenen Lösungen stammen von der Hauptauffangstelle auf der 658-Meter-Ebene (Sohle). Tritium wird mit 5,0 Becquerel pro Liter nachgewiesen. Cäsium-137 kann nicht nachgewiesen werden (weniger als 0,91 Becquerel pro Liter; Nachweisgrenze). Mit der Nachweisgrenze wird derjenige Wert eines Messverfahrens bezeichnet, bis zu dem die Messgröße (zum Beispiel die spezifische Aktivität von Radionukliden einer Flüssigkeitsprobe) gerade noch zuverlässig nachgewiesen werden kann. Sie ist ein Maß für die Empfindlichkeit des gewählten Analyseverfahrens. Wenn beispielsweise Aktivitätskonzentrationen von Radionukliden so niedrig sind, dass sie nicht mit hinreichender Sicherheit ermittelt werden konnten, wird die sogenannte Nachweisgrenze angegeben. Sie zeigt die maximal mögliche Aktivität an, die theoretisch noch in einer Probe vorhanden sein könnte.

Standortüberwachung und –erkundung

Zur Planung der Rückholung, zur Umsetzung der Notfallplanung und zur Erfassung der Auswirkungen durch den Bergbau muss die Asse überwacht und erkundet werden.

  • Im Querschlag zwischen erster und zweiter südlicher Richtstrecke nach Westen auf der 750-Meter-Ebene werden im nachgeschnittenen Bereich Messungen mit Hilfe eines Georadars durchgeführt.

Bergbauliche Arbeiten

Die Bergleute müssen den sicheren Betrieb der Schachtanlage Asse II gewährleisten.

  • In der Hauptfahrstrecke (Wendel) finden Beraubearbeiten statt. Das heißt, dass kleinere, durch den Gebirgsdruck aufgelockerte Bereiche, entfernt werden. Außerdem werden auf der 490-Meter-Ebene Fahrbahnschäden ausgebessert.
  • Am Schacht Asse 4 auf der 700-Meter-Ebene wird die Wetterschleuse montiert. So wird sichergestellt, dass in der Schachtröhre und an den Halte- und Zustiegspunkten (Anschlagspunkte) Frischluft von außen für die Bewetterung zur Verfügung steht.
  • Zur Sicherstellung der Stromversorgung unter Tage müssen bei wechselnden Anforderungen an die Maschinentechnik auch die nötigen Verteilungsstationen unter Tage angepasst werden. Es wurden daher zwei Fundamente, eines auf der 637- und eines auf der 700-Meter-Ebene, errichtet, auf die Elektro-Stationen montiert werden.

Im Gespräch

Im Rahmen unserer Öffentlichkeitsarbeit können sich alle interessierten Bürgerinnen und Bürger über die Schachtanlage Asse II informieren und mit uns ins Gespräch kommen. Darüber hinaus tauschen wir uns mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern fachlich aus und lassen diese Rückmeldungen in unsere Arbeit einfließen.

  • Der niedersächsische Umweltminister Olaf Lies (SPD) besucht am 5. Dezember die Schachtanlage. Weitere Informationen finden Sie in der dazugehörigen Meldung.

Einblick

Am 5. Dezember besucht Niedersachsens Umweltminister Olaf Lies (SPD, zweiter von links) die Schachtanlage Asse II. Der Vorsitzende der Geschäftsführung Stefan Studt (rechts) sowie der Technische Geschäftsführer Dr. Thomas Lautsch (links) informieren über die aktuellen Arbeiten und Herausforderungen.

Aufgenommen im Dezember 2018

Am 5. Dezember besucht Niedersachsens Umweltminister Olaf Lies (SPD, dritter von links) die Schachtanlage Asse II. Der Vorsitzende der Geschäftsführung Stefan Studt (rechts) sowie der Technische Geschäftsführer Dr. Thomas Lautsch (zweiter von links) informieren über die aktuellen Arbeiten und Herausforderungen.

Über die Aktuellen Arbeiten

Mit der Übersicht zu den aktuellen Arbeiten bieten wir Ihnen einen regelmäßigen Überblick zu den wichtigsten Arbeiten und Meilensteinen in der Schachtanlage Asse II. Die Arbeiten sind den wesentlichen Projekten zugeordnet, um den Fortschritt der einzelnen Projekte nachvollziehbar zu dokumentieren.

Wir bitten zu beachten, dass nicht alle Arbeiten, die täglich über und unter Tage stattfinden, an dieser Stelle dokumentiert werden können. Bei Bedarf steht Ihnen das Team der Infostelle Asse gerne für weitere Auskünfte zur Verfügung.