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„Wir sind schon sehr weit, aber wir sind noch nicht fertig“

Der Zustand einiger Wanderwege in der Asse ist für viele Menschen in der Region weiterhin ein Ärgernis. Sowohl bei der Bundesgesellschaft für Endlagerung mbH (BGE), als auch bei der Samtgemeinde Elm-Asse häuften sich zuletzt Anfragen von Bürger*innen. „Die Menschen haben recht.“, lautete das Fazit von Dirk Neumann nach einer Begehung vor Ort. Die Anfragen nahmen Dirk Neumann, Samtgemeindebürgermeister Elm-Asse, sowie Jens Köhler, Bereichsleiter Asse bei der BGE, zum Anlass, um in einem gemeinsamen Termin mit den Niedersächsischen Landesforsten (NLF) über den aktuellen Zustand und die weiteren Instandsetzungsarbeiten zu sprechen.

Über 90 Prozent der Wege sind saniert

Die Verträge zwischen den Eigentümer*innen der Wege und der BGE sehen vor, dass die BGE für entstandene Schäden aufkommt. Für die Instandsetzung der Wege sind die Eigentümer*innen verantwortlich. „Die Entschädigungszahlungen sind alle geleistet. Bisher wurden bereits über 90 Prozent der Wege instandgesetzt“, so Jens Köhler.

Witterung verzögert derzeit weitere Instandsetzungsarbeiten

Der Großteil der ausstehenden Arbeiten betrifft Wege der NLF. Andreas Baderschneider, Leiter des Forstamtes Wolfenbüttel: „Wir sind unmittelbar nach Erhalt der Entschädigungszahlungen Ende September in die Beauftragung der Instandsetzungsarbeiten gegangen.“ Oberste Priorität hatten dabei die Zugänge zum Wald sowie die Hauptverbindungswege, die auch viel von den Waldbesuchern zu Fuß, per Fahrrad oder bei Schnee mit Schlitten genutzt werden. Auf diesen Wegen konnten die Instandsetzungsarbeiten abgeschlossen werden. Auch ein Großteil der Rückewege (Transportwege für gefällte Bäume) wurde bereits saniert. In einem nächsten Schritt sollen die noch ausstehenden Wege einschließlich der Wanderwege saniert werden. „Wir sind dankbar für die Hinweise einiger Waldbesucher*innen auf Wegeabschnitte mit besonderem Sanierungsbedarf. Wir sind schon sehr weit, aber wir sind noch nicht fertig. Leider zwingt uns die derzeitige Witterung mit den Arbeiten zu pausieren. Erst wenn der Boden ausreichend abgetrocknet ist, können die Arbeiten fortgesetzt werden“, so Baderschneider. Dies wird voraussichtlich mit Beginn der Vegetationsperiode der Fall sein. Die NLF werden zudem das Gespräch mit der Unteren Naturschutzbehörde suchen, um von dort die Zustimmung zum Materialeinbau auf Wanderwegen zu erhalten, was bisher nicht vorgesehen ist.

Wald ein wichtiger Faktor für die Region

„Wir sind mit dem Verlauf des Gespräches sehr zufrieden. Wir werden den Fortgang der Arbeiten eng begleiten und auch den Heimat- und Verkehrsverein Asse rechtzeitig hinzuziehen“, betonte Samtgemeindebürgermeister Dirk Neumann. „Gerade in der jetzigen Zeit ist der Wald ein willkommener Ort der Erholung.“ Auch Jens Köhler zeigte sich mit dem Verlauf des Gespräches zufrieden und betonte wie wichtig es war, dass alle Beteiligten den direkten Dialog gewählt haben. „Die 3D-Seismik war ein großes Projekt, das nur mit Unterstützung der Bürger*innen vor Ort erfolgreich umgesetzt werden konnte. Die Nachsorge weiter zu begleiten, ist uns daher sehr wichtig“, so Jens Köhler abschließend.

 

Messfläche der 3D-Seismik auf der Asse (zum Vergrößern bitte anklicken)