Die Sicherheit

Die BGE ist bestrebt nachteilige Auswirkungen auf Mensch und Natur sowie auf die betriebswirtschaftliche Nutzung der forst- und landwirtschaftlichen Flächen so gering wie möglich zu halten. Dazu gehören beispielsweise folgende Maßnahmen:

Wirtschaftliche Nutzung weiter ermöglichen

Die Messungen der 3D-Seismik werden von November 2019 bis Februar 2020 durchgeführt. Vorbereitende Arbeiten beginnen im Oktober 2019, nachbereitende Arbeiten erfolgen im März 2020. Dadurch soll die Nutzung landwirtschaftlicher Flächen weitgehend möglich bleiben.

Umweltschutz

Innerhalb des Messzeitraums wird eine ökologische Baubegleitung vor Ort sein. Ziel ist es, die Auswirkungen der seismischen Messungen auf die Umwelt so gering wie möglich zu halten. Auch die Regelungen zum Messzeitraum und zu den Beschränkungen bei der Erzeugung der seismischen Wellen (siehe unten) tragen den Aspekten des Umwelt- und Naturschutzes Rechnung. So wird etwa die Erzeugung von seismischen Wellen in den Brutzeiten selten vorkommender Vogelarten vermieden.

Beschränkungen bei der Erzeugung von seismischen Wellen

Für den Einsatz der Technik zur Erzeugung der seismischen Wellen gelten verschiedene Vorgaben. So wird zum Beispiel festgelegt, welche Gebiete durch Vibrations- und Bohrfahrzeugen nicht befahren werden dürfen. Bei Bedarf muss die eingesetzte Ausrüstung per Hand in das Gelände getragen werden. Auch die Geschwindigkeit auf unbefestigten Straßen ist für alle Fahrzeuge des Messtrupps auf 25 Kilometer pro Stunde begrenzt.

Um Schäden durch Erschütterungen zu vermeiden, werden in den Ortschaften, in der Nähe von erschütterungsempfindlichen Gebäuden (gilt auch für Wasser- oder Gasleitungen) und auf dem Betriebsgelände der Schachtanlage Asse II begleitende Erschütterungsmessungen durchgeführt. Sollte es notwendig sein, werden die Kraft des Vibrationsfahrzeugs oder die Menge des einzusetzenden Sprengstoffs reduziert. Sollte eine Überschreitung der Grenzwerte dennoch nicht ausgeschlossen werden können, muss der jeweilige Anregungspunkt ausgelassen werden.

Weiterhin gelten für die Erzeugung der seismischen Wellen zeitliche Beschränkungen. Feldarbeiten finden ausschließlich werktags in der Zeit von 6:00 Uhr bis 22:00 Uhr statt. Nur in begründeten Ausnahmefällen dürfen Vibrationsfahrzeuge auch am Sonntag zum Einsatz kommen, nicht jedoch in der Nähe von Ortschaften. Sprengungen sind sonntags generell verboten.

Um die Belastung für Anwohnerinnen und Anwohner zusätzlich zu reduzieren, dürfen die Bohr- und Sprengarbeiten in der Nähe von Ortschaften nur bei Tageslicht vorgenommen werden. Auch gelten Grenzwerte für die Lärmbelastung. Die Vibrationsfahrzeuge dürfen in einem Abstand von zehn Metern maximal einen Lärmpegel von 87 Dezibel erreichen. Dies entspricht ungefähr der Lautstärke von Rasenmähern oder Fönen.

Verkehrssicherheit

Während der seismischen Messungen bewegen sich an verschiedenen Stellen des Untersuchungsgebietes mehrere Messfahrzeuge unabhängig voneinander über Felder, Wege und Straßen. Nur in dieser Zeit kommt es in der Nähe der Fahrzeuge zu einer erhöhten Geräuschentwicklung, vergleichbar zur Müllabfuhr, und auf Straßen möglicherweise zu kurzfristigen Verkehrsbeeinträchtigungen. Auf Straßen werden die Messfahrzeuge, vergleichbar zu einer Wanderbaustelle, durch ein Sicherungsfahrzeug mit Warntafel sowie eine entsprechende Beschilderung abgesichert. Alle gesetzlichen Vorgaben bezüglich Lärmschutz und Verkehrssicherheit werden erfüllt.

Schadensausgleich

Sollten trotz aller Vorsichtsmaßnahmen durch die 3D-Seismik Schäden auftreten, werden diese durch die BGE reguliert. Auftretende Schäden werden jeweils im Einzelfall betrachtet, und ohne Verzug beseitigt, oder es wird nach vorheriger Vereinbarung mit dem Eigentümer der betroffenen Fläche eine Ersatzleistung erbracht.

Blick auf den Förderturm der Asse im Raps

Um die Nutzung landwirtschaftlicher Flächen weitgehend zu ermöglichen finden die 3D-seismischen Messungen hauptsächlich in den Wintermonaten statt.

Info Asse

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Infostelle Asse stehen gerne für weitere Fragen zur Verfügung. Bei Bedarf stellen Sie auch den Kontakt zu den entsprechenden Fachkolleginnen und -kollegen her.

Wenn Sie sich selbst einmal ein Bild von den Gegebenheiten machen wollen, laden wir Sie zu einer Befahrung der Schachtanlage Asse II ein. Weitere Informationen hierzu erhalten Sie in der Infostelle Asse.