Meldung – BGE

Endlagersuche: Eine neue Abteilung für die Standortsuche (aktualisiert am 19.02.2021)

Die Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) hat den Bereich Standortauswahl zum Jahreswechsel neu strukturiert. Das weiter wachsende Team ist für die Endlagersuche und für die Planung eines Endlagers für hochradioaktive Abfälle in Deutschland verantwortlich. Aus den bisher vier Abteilungen sind seit dem 1. Januar fünf Abteilungen geworden.

Nach der Veröffentlichung des Zwischenberichts Teilgebiete am 28. September 2020 hat die BGE umfassend über die Inhalte des Zwischenberichts informiert. Die Arbeiten zur Ermittlung von Standortregionen haben Ende 2020 begonnen. Dafür müssen zunächst Methoden für die repräsentativen vorläufigen Sicherheitsuntersuchungen und planungswissenschaftlichen Abwägungskriterien entwickelt werden, die erstmals zum Einsatz kommen. Zudem wird die Methode zur Anwendung der geowissenschaftlichen Abwägungskriterien weiterentwickelt. Die entsprechenden Verordnungen (Endlagersicherheitsanforderungsverordnung und Endlagersicherheitsuntersuchungsverordnung) zu den vorläufigen Sicherheitsuntersuchungen sind erst wenige Monate in Kraft und stellen neue regulatorische Anforderungen an das Standortauswahlverfahren.

Der Bereich Standortauswahl nimmt in die weiteren Arbeiten auch die Anregungen mit, die in der Fachkonferenz Teilgebiete vorgebracht werden. Die Fachkonferenz Teilgebiete ist das erste formelle Beteiligungsformat in der Endlagersuche für ein Endlager für hochradioaktive Abfälle. 

Was entsteht über der Erde?

Seit einiger Zeit ist die BGE zudem  für die Entwicklung des Endlagerbehälters zuständig. Auch Planung, Errichtung und Inbetriebnahme des am Standort des künftigen Endlagers notwendigen Eingangslagers sowie einer Konditionierungsanlage gehören zu den neuen Aufgaben der BGE. Dafür ist Anfang des Jahres 2021 eine neue Abteilung im Bereich Standortauswahl gebildet worden. Diese wird sukzessive die Abteilung Sicherheitsuntersuchungen in der Bearbeitung ablösen. Alle Aufgaben von der Standortauswahl bis zum Bau des Endlagers sind im Bereich Standortauswahl organisiert.

Hinweis: In der ursprünglichen Meldung sind uns zwei Fehler unterlaufen, diese haben wir am 19.02.2021 korrigiert. Der Bereich Standortauswahl bekommt nur eine neue Abteilung und nicht zwei. Und es werden die Methoden für die Anwendung der geowissenschaftlichen Abwägungskriterien weiterentwickelt. Versehentlich hatten wir "planungswissenschaftliche Abwägungskriterien" geschrieben.

Das Organigramm zeigt in einem Kasten Oben den Bereich Standortauswahl und darunter die fünf Abteilungen – Vorhabensmanagement, Standortsuche, Sicherheitsuntersuchungen, Erkundung und Endlagerplanung. Darunter sind bis zu drei Gruppen organisiert, die einzelne Themen der Abteilungen bearbeiten. Zudem gibt es im Vorhabensmanagement und bei er Stndortsuche auch noch Teams, die einzelnen Gruppen zugeordnet sind.

Das neue Organigramm des Bereichs Standortauswahl.