Meldung – Endlager Konrad

13. März 2018: Infoveranstaltung „Betrifft: Konrad“ - Fertigstellung des Endlagers

Trotz kurzfristiger Einladung zu der Informationsveranstaltung „Betrifft Konrad – Fertigstellung des Endlagers“, haben ungefähr 30 interessierte Besucherinnen und Besucher in der Infostelle Konrad daran teilgenommen.

Eingangs erläuterte Ursula Heinen-Esser, die Vorsitzende der Geschäftsführung der Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE), dass es zu einer Verzögerung bei der Fertigstellung des Endlagers für schwach- und mittelradioaktive Abfälle kommt. Das ist das Ergebnis eines Gutachtens, das der TÜV Rheinland im Auftrag der BGE erstellt hat. Demnach ist mit einem Fertigstellungstermin im ersten Halbjahr 2027 zu rechnen. Sie erläuterte, dass in dem Gutachten nun erstmals alle Informationen über die bisherigen Organisationen hinweg auf ihre Terminrelevanz hin untersucht worden sind. Gründe für die Verzögerung sind unter anderem, dass die Dauer der atomrechtlichen Vorprüfverfahren in der Terminabschätzung zu kurz eingeplant worden war.

Heinen-Esser berichtete weiter, dass bei einer Reihe von Altverträgen, die teilweise noch vor 1990 abgeschlossen worden sind, inzwischen die Umsetzung zwischen Auftragnehmern und Auftraggebern umstritten ist. Teilweise lassen sich diese Konflikte nur durch eine Neuausschreibung lösen. Dr. Thomas Lautsch, der technische Geschäftsführer der BGE, wies darauf hin, dass es auch Möglichkeiten zur Optimierung gibt. So wird derzeit überprüft, ob die Errichtung durch eine Veränderung der Arbeitsorganisation, beispielsweise ein Mehrschicht-System auch über Tage, beschleunigt werden kann.

Im Anschluss an die Ausführungen der beiden Geschäftsführer der BGE, erläuterte der Projektleiter von Konrad, Thomas Thiel, die technischen Details für die Verzögerung der Inbetriebnahme. Er stellte auch die aktuellen Arbeiten am Endlager vor und gab einen Ausblick auf die in diesem Jahr anstehenden Arbeiten (siehe Vortragsfolien).

In der abschließenden Diskussion wurde unter anderem das im Koalitionspapier der großen Koalition beschlossene Bereitstellungslager für Konrad kontrovers besprochen. Die Teilnehmer der Veranstaltung befürchten, dass das Lager auf das Gelände des Endlagers kommen könnte. Ursula Heinen-Esser geht davon aus, dass „das Bereitstellungslager auf keinen Fall in die Region kommen wird“. Weitere Diskussionspunkte waren die Transporte der Abfälle und die Emissionen aus dem Grubengebäude.

Die Folien der Veranstaltung finden Sie hier:

Veranstaltungsreihe „Betrifft: Konrad“

Die Veranstaltungsreihe „Betrifft: Konrad“ ist ein Forum für interessierte Bürgerinnen und Bürger, um über aktuelle Arbeiten und Fragestellungen mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der BGE zu diskutieren.

BGE-Geschäftsführerin Ursula Heinen-Esser während einer Veranstaltung der Reihe "Betrifft: Konrad"

Die Vorsitzende der Geschäftsführung der BGE, Ursula Heinen-Esser, begrüßt rund 30 Zuhörerinnen und Zuhörer in der Info Konrad