Meldung – Schachtanlage Asse II

9. März 2018: Lösungszutritt auf der 750-Meter-Ebene erhöht

Auf der 750-Meter-Ebene (Sohle) hat sich an einer Auffangstelle die Menge an aufgefangenem Wasser erhöht. Zuletzt wurden dort rund 500 Liter pro Tag aufgefangen. Das Wasser ist mit Tritium radioaktiv belastet.

Am 2. März wurde eine bestehende Auffangstelle für Salzlösung erweitert. Die Erweiterung ist ein erster Schritt zum geplanten Bau eines Betonbauwerkes in dem Bereich. Die Stabilisierung der 750-Meter-Ebene soll sicherstellen, dass sich die Stabilitätsprobleme des Bergwerks bis zur Rückholung nicht vergrößern.

Die Erweiterung der Auffangstelle führte zu einer Erhöhung des Lösungszutritts. Zwischen dem 2. März und dem 9. März wurden rund 6,5 Kubikmeter Lösung aufgefangen und abgepumpt. Die Menge an aufgefangener Lösung nimmt derzeit wieder ab. Die Arbeiten werden aktuell fortgeführt, sodass eine erneute Erhöhung der aufgefangenen Menge nicht ausgeschlossen ist.

Die Lösung ist mit rund 60.000 bis 65.000 Becquerel (1 Becquerel = 1 Atomkernzerfall pro Sekunde) pro Liter mit Tritium belastet. Eine Kontamination mit Cäsium-137 wurde nicht festgestellt. Es ist daher auszuschließen, dass das aufgefangene Wasser direkten Kontakt zu den radioaktiven Abfällen auf der 750-Meter-Ebene hatte.

Das aufgefangene Wasser wird in Containern unter Tage gelagert und zu einem späteren Zeitpunkt zu Beton verarbeitet. Der Beton wird in tiefen Bereichen des Bergwerks verwendet. Er dient der Stabilisierung von Bereichen unter den Einlagerungskammern.

Erweiterte Lösungsfassungsstelle P750023 in der Nähe von Abbau 9 auf der 750-Meter-Ebene (6. März 2018)

Erweiterte Lösungsfassungsstelle P750023 in der Nähe von Abbau 9 auf der 750-Meter-Ebene (6. März 2018)