Aktuelle Arbeiten - Endlager Morsleben

Übersicht über die wesentlichen Arbeiten in den Kalenderwochen 19 und 20/2018

Gewährleistung der Betriebssicherheit

Bergleute müssen das Endlager nach Berg- und Atomrecht betreiben.

  • Die BGE reicht den Hauptbetriebsplan für die Jahre 2019 und 2020 bei der bergrechtlichen Aufsichtsbehörde, dem Landesamt für Geologie und Bergwesen Sachsen-Anhalt (LAGB), ein. Er beschreibt den Betrieb und die wesentlichen Maßnahmen, die für die kommenden Jahre geplant sind. Ein Hauptbetriebsplan wird zweijährlich zur Prüfung eingereicht und durch das LAGB genehmigt

  • Die unterbrechungsfreie Stromversorgung (USV) wird auf ihre Funktion überprüft. Die Überprüfung findet halbjährlich statt. Die USV gewährleistet, dass im Endlager auch unabhängig vom öffentlichen Stromnetz ein Notbetrieb aufrechterhalten werden kann.

  • Auf der 2. Ebene (Sohle) der Grube Bartensleben wird der Rückbau des bisherigen Wettertores abgeschlossen. Bergleute beginnen anschließend mit dem Neubau.

  • Im Einlagerungsbereich auf der 4. Ebene werden im Südfeld und Westfeld Gasproben zur Analyse genommen. Diese Analyse findet vierteljährlich statt und gibt Aussagen über die Luft (Wetter) in den Einlagerungsbereichen.

  • Mitarbeiter der Umgebungsüberwachung überprüfen die übertägigen Stationen zur Messung der Ortsdosisleistung (ODL). Diese registrieren die Radioaktivität im Umfeld des Endlagers und sind Teil der Umgebungsüberwachung im Rahmen der Richtlinie zur Emissions- und Immissionsüberwachung kerntechnischer Anlagen (REI). Die Überprüfung findet vierteljährlich statt.

Öffentlichkeitsarbeit

Die Mitarbeiter der BGE stehen im Dialog mit der Bevölkerung und anderen Gruppen um die Inhalte des Projektes zu vermitteln.

  • Ein Fachmann kontrolliert und beringt mit einem Mitarbeiter der Öffentlichkeitsarbeit die Wanderfalken, die auf dem Förderturm des Endlagers Morsleben aufwachsen.

Einblick

Wanderfalken im Nistkasten des Förderturms im Endlager Morsleben

Aufgenommen im Mai 2018

Der Turm des Endlagers Morsleben ist circa 47 Meter hoch. In ihm befindet sich unter anderem die Schachtförderanlage, die den obertägigen Bereich mit dem untertägigen Bereich des Endlagers verbindet. Direkt unter ihm liegt die Schachtröhre, durch die die Bergleute und  alle Materialien und Maschinen in das Endlager gebracht werden.

Doch nicht nur für die Logistik des Endlagers ist der Förderturm entscheidend. Für den im Bestand bedrohten Wanderfalken bietet er seit 2009 ebenfalls ein Zuhause. In einem Nistkasten, der 2011 durch den Arbeitskreis Wanderfalkenschutz eingerichtet wurde, brüten die Vögel jährlich zwischen 3 und 5 Eier aus. In diesem Jahr sind es 3 Jungvögel, ein Weibchen und zwei Männchen. Bevor sie flugfähig sind, werden die Jungvögel idealerweise von den ehrenamtlichen Mitarbeitern des Arbeitskreises beringt. Dies dient der Erfassung des Artbestandes. In diesem Jahr wurden die Jungvögel jedoch nur fotografisch dokumentiert, da sie bereits zu weit entwickelt waren. Es bestand die Gefahr, dass sie vor den Ehrenamtlichen flüchten und aus dem Nest fallen.

 

 

Über die Aktuellen Arbeiten

Mit den aktuellen Arbeiten bieten wir Ihnen einen regelmäßigen Überblick zu den wichtigsten Arbeiten und Meilensteinen im Endlager Morsleben. Die Arbeiten sind den wesentlichen Projekten zugeordnet, um den Fortschritt der einzelnen Projekte nachvollziehbar zu dokumentieren.

Wir bitten zu beachten, dass nicht alle Arbeiten, die täglich über und unter Tage stattfinden, an dieser Stelle dokumentiert werden können. Bei Bedarf steht Ihnen das Team der Infostelle Morsleben gerne für weitere Auskünfte zur Verfügung.