Aktuelle Arbeiten - Schachtanlage Asse II

Übersicht über die wesentlichen Arbeiten in der Kalenderwoche 48/2019

Stabilisierung und Notfallplanung

Die Rückholung kann nur in einem langfristig stabilen Bergwerk erfolgen. Zudem müssen Vorbereitungen für einen möglichen Notfall getroffen werden.

  • Auf der 532-Meter-Ebene (Sohle) errichten Mitarbeiter des Grubenbetriebes weitere Bauwerke aus Beton (Sorelbeton) im Umfeld der Einlagerungskammer 8a auf der 511-Meter-Ebene.

Faktenerhebung

Die Einlagerungskammern 7 und 12 auf der 750-Meter-Ebene werden mit Bohrungen erkundet. Die Erkundung der Kammer 7 wird gerade abgeschlossen. Die Erkundung der Kammer 12 wird vorbereitet.

  • Das Bohrort für die Bohrarbeiten zur Einlagerungskammer 12 auf der 750-Meter-Ebene wird hergerichtet. Der Arbeitsbereich zur Untersuung der Einlagerungskammer 12 wird, wie bereits bei den Arbeiten an der Einlagerungskammer 7, durch einen Zeltbau vom übrigen Bergwerk abgetrennt, um eine Vermischung von Luft (Wettern) aus dem Arbeitsbereich zum Grubengebäude zu verhindern.
  • Im Grubentiefsten wird weiter an der Bohrung zur Erprobung des Anbohrens der Einlagerungskammer 12 gearbeitet.

Rückholungsbergwerk und Schacht Asse 5

Für die Rückholung müssen neue Infrastrukturräume und Zugänge zum bestehenden Bergwerk sowie ein Bergungsschacht (Schacht Asse 5) errichtet werden.

  • Die Bohrarbeiten zur Erkundung des Salzgesteins östlich der Schachtanlage Asse II schreiten in dieser Woche voran. In dieser Woche wird an beiden Bohrung gearbeitet.

Lösungsmanagement

Im Bergwerk werden aktuell täglich rund 13,5 Kubikmeter Salzlösung aufgefangen. Das Lösungsmanagement regelt den Umgang mit diesen Lösungen.

  • Rund 243 Kubikmeter Salzlösung werden nach erfolgter Freigabe gemäß Paragraph 31 ff der Strahlenschutzverordnung nach über Tage gebracht. Die abgegebenen Lösungen stammen von der Hauptauffangstelle auf der 658-Meter-Ebene (Sohle). Tritium und Cäsium-137 können nicht nachgewiesen werden. Die Nachweisgrenze liegt für Tritium bei 8,3 Becquerel pro Liter und für Cäsium-137 bei 0,42 Becquerel pro Liter. Mit der Nachweisgrenze wird derjenige Wert eines Messverfahrens bezeichnet, bis zu dem die Messgröße (zum Beispiel die spezifische Aktivität von Radionukliden einer Flüssigkeitsprobe) gerade noch zuverlässig nachgewiesen werden kann. Sie ist ein Maß für die Empfindlichkeit des gewählten Analyseverfahrens. Wenn beispielsweise Aktivitätskonzentrationen von Radionukliden so niedrig sind, dass sie nicht mit hinreichender Sicherheit ermittelt werden konnten, wird die sogenannte Nachweisgrenze angegeben. Sie zeigt die maximal mögliche Aktivität an, die theoretisch noch in einer Probe vorhanden sein könnte.

Standortüberwachung und –erkundung

Zur Planung der Rückholung, zur Umsetzung der Notfallplanung und zur Erfassung der Auswirkungen durch den Bergbau muss die Asse überwacht und erkundet werden.

  • Im Umfeld der Schachtanlage Asse II werden 3D-seismische Messungen durchgeführt. Informationen über den Fortschritt der 3D-Seismik finden Sie im zugehörigen Themenschwerpunkt.

Bergbauliche Arbeiten

Die Bergleute müssen den sicheren Betrieb der Schachtanlage Asse II gewährleisten.

  • Der Aufbau der neuen Baustoffanlage BA 51 zum Abfüllen von Trockenmaterial auf der 490-Meter-Ebene schreitet voran.
  • Auf der 700-Meter-Ebene wird weter im Bereich der großen untertägigen Baustoffanlage BA20 an Stützbauwerken gearbeitet. Die gebirgsmechanische Beanspruchung in diesem Bereich erfordert eine deutliche Reduzierung des Hohlraumvolumens.
  • Von der Wendelstrecke im Niveau der 725-Meter-Ebene aus haben Mitarbeiter des Grubenbetriebes eine neue Strecke mit einer Teilschnittmaschine geschnitten.
  • Auf der 750-Meter-Ebene schneiden Mitarbeiter des Grubenbetriebes mit einer Firstenfräse Decke (Firste) und Wände (Stöße) der nördlichen Richtstrecke nach Osten nach. Diese Strecke ist rund 100 Jahre alt und gebirgsmechanisch stark beansprucht. Sie ist außerdem der Weg zu den östlichen Einlagerungsbereichen und muss daher derzeit täglich im Rahmen der Arbeiten an der Einlagerungskammer 12 und weiteren Tätigkeiten befahren werden. Entsprechend wichtig ist es, hier Arbeitssicherheit herzustellen und aufgelockerte Salzbrocken zu entfernen.
  • Im Zugang zum Anschlag des Schachtes 4 auf der 750-Meter-Ebene wird die Fahrbahn gepflastert. Diese war aufgrund gebirgsmechanischer Beanspruchung geschädigt.

Meldepflichtiges Ereignis

Betriebsstörungen oder Störfälle bis hin zu Unfällen sind den zuständigen Aufsichtsbehörden zu melden. Grundlage ist die Atomrechtliche Sicherheitsbeauftragten- und Meldeverordnung (AtSMV).

Einblick

Die Pumpenanlage auf der 490-Meter-Ebene im Abbau 3. Die Pumpen werden benötigt, um Lösungen nach über Tage zu fördern.  Da es nur begrenzte Zwischenspeichermöglichkeiten für Lösungen im Bergwerk gibt, ist es von großer Bedeutung, dass diese Anlagen funktionsfähig gehalten werden. Damit ein Ausfall einer Anlage nicht zu Problemen führt, werden sie an vielen Stellen redundant ausgelegt.

Aufgenommen im Dezember 2015

Die Pumpenanlage auf der 490-Meter-Ebene im Abbau 3. Die Pumpen werden benötigt, um Lösungen nach über Tage zu fördern. Da es nur begrenzte Zwischenspeichermöglichkeiten für Lösungen im Bergwerk gibt, ist es von großer Bedeutung, dass diese Anlagen funktionsfähig gehalten werden. Damit ein Ausfall einer Anlage nicht zu Problemen führt, werden sie an vielen Stellen redundant ausgelegt.

Über die Aktuellen Arbeiten

Mit der Übersicht zu den aktuellen Arbeiten bieten wir Ihnen einen regelmäßigen Überblick zu den wichtigsten Arbeiten und Meilensteinen in der Schachtanlage Asse II. Die Arbeiten sind den wesentlichen Projekten zugeordnet, um den Fortschritt der einzelnen Projekte nachvollziehbar zu dokumentieren.

Wir bitten zu beachten, dass nicht alle Arbeiten, die täglich über und unter Tage stattfinden, an dieser Stelle dokumentiert werden können. Bei Bedarf steht Ihnen das Team der Infostelle Asse gerne für weitere Auskünfte zur Verfügung.