Meldung – Endlager Konrad

Die Bauarbeiten an der Umladestation schreiten zügig voran

Die Bergleute der Arbeitsgemeinschaft Schacht Konrad haben das zweite Drittel der benötigten Raumhöhe für die zukünftige Umladestation abgeschlossen. Zuvor hatten sie im Sommer des vergangenen Jahres das erste Drittel geschafft. Insgesamt wird ein Hohlraum geschaffen, der einen Durchmesser von mehr als 13 Metern hat. Der Fortschritt der Arbeiten liegt zeitlich im Plan.

Verwertung des anfallenden Gesteins im Bergwerk

Der gesamte Bauabschnitt ist rund 70 Meter lang und verbindet den Schacht Konrad 2 mit der Einlagerungstransportstrecke. In den zurückliegenden Monaten haben die Bergleute rund 6.000 Kubikmeter Gestein herausgebrochen und über eine Fallleitung durch den Schacht bis in 1.000 Meter Tiefe transportiert. Dort konnte das Material von Schaufelladern übernommen werden. Mit dem losen Gestein sind alte Strecken im Bergwerk verschlossen worden.

Stabilisierung mit Gebirgsankern und Beton

Zur Sicherung des Gebirges sind im Zuge der Ausbrucharbeiten etwa 850 Gebirgsanker mit einer Länge von 18 Metern eingebaut worden. Anschließend haben die Bergleute eine 20 Zentimeter dicke Betonschicht im Spritzverfahren aufgebracht. Dazu waren gut 270 Tonnen Beton notwendig.

Die Herausforderungen fest im Blick

Der Bau eines so großen Hohlraums direkt am Schacht stellt eine Herausforderung dar. Um zu überprüfen, dass das Bauwerk wie geplant ausgeführt werden kann, werden die Arbeiten durch geotechnische Messungen begleitet. Auf diese Art und Weise können Bewegungen im Gebirge schnell erfasst werden.

Ein Durchgang steht noch an

Nun folgt die abschließende Etappe, das untere Drittel der benötigten Raumhöhe im Bereich der Sohle. Für die Bergleute heißt das zunächst, dass alle Gerätschaften und Maschinen wieder direkt am Schacht benötigt werden. Dieser muss in dem noch fehlenden Bereich erweitert werden. Anschließend können die Ausbrucharbeiten wieder aufgenommen werden. Mit dem Abschluss der Ausbrucharbeiten wird noch im laufenden Jahr gerechnet.

Bergleute montieren Gebirgsanker im Bereich der zukünftigen Umladestation