Meldung – Endlager Konrad

Bauarbeiten an der Umladestation gehen nach Abschluss von Stabilisierungsarbeiten in die nächste Etappe

Die BGE bereitet den dritten und abschließenden Bauabschnitt des Streckenvortriebs für die Umladestation vor. Zuvor mussten Bergleute und Geotechniker*innen eine Reihe von Maßnahmen ergreifen, um die nötige Stabilität des Gebirges sicherzustellen.

Nach Abschluss des Vortriebs im zweiten Bauabschnitt, dem mittleren Bereich der Strecke, zeigten die geotechnischen Messungen einen höheren Gebirgsdruck als erwartet. Das Gebirge, das den Hohlraum umgibt, übte einen stärkeren Druck auf die Betonwände der Ausbaukonstruktion aus. Für die benötigte Stabilität waren daher zusätzliche Maßnahmen notwendig.

Zusätzliche Verstärkungen bändigen das Gebirge

Die Bergleute haben nun im Übergangsbereich vom Schacht in die neue Strecke einen höheren Ausbauwiderstand erreicht:

  • Durch den Einbau weiterer Gebirgsanker,
  • durch Injektionen von speziellen Mörteln in das umgebende Gebirge sowie
  • durch Verfüllen der Stauchfugen.

​​​​​Das hat zu einem Abklingen der Gebirgsbewegungen geführt. Die Geotechniker*innen konnten dies mit umfangreichen Messungen belegen.

Damit steht den Arbeiten für den dritten Bauabschnitt nichts mehr im Wege. Der Vortrieb startet mit umfangreichen Umbauarbeiten der Arbeitsbühne, die im Schachtmauerwerk verankert ist. Sie muss tiefer gesetzt werden. Anschließend erfolgt die Vergrößerung des Schachtdurchmessers in diesem Bereich.

Zentrale Schnittstelle zwischen Schacht und Endlager

Nach der Schachterweiterung starten die Bergleute den Vortrieb im unteren Drittel der rund 50 Meter langen Strecke. Danach hat die Tunnelstrecke einen lichten Durchmesser von 13 Meter. Dieser reduziert sich später nach dem Einbau der Innenschale auf etwa elf Meter. Mit dem abschließenden Einbau der endgültigen Fahrbahn werden davon noch acht Meter übrig bleiben. Diese Höhe wird für den Einbau der Krananlage (Portalhubwagen) benötigt.

Die Umladestation dient im späteren Endlagerbetrieb dazu, die Abfallbehälter aus dem Förderkorb von Schacht Konrad 2 ins Endlager zu übernehmen. Sie werden dann auf ein Transportfahrzeug umgesetzt und zu den Einlagerungskammern gebracht. Dort werden sie dann eingestapelt und die Einlagerungskammern werden abschnittsweise verfüllt.

Bergleute bringen zur Stabilisierung des Gebirges Injektionen mit Spezialmörtel ein.

Ein Geotechniker nimmt eine sogenannte Konvergenzmessung vor. Zur Bestimmung der Konvergenz (Stauchung des Hohlraums) wird eine Messreihe mit mehreren Messergebnissen über einen zeitlichen Abstand benötigt.