Aktuelle Arbeiten - Schachtanlage Asse II

Übersicht über die wesentlichen Arbeiten in der Kalenderwoche 19/2019

Stabilisierung und Notfallplanung

Die Rückholung kann nur in einem langfristig stabilen Bergwerk erfolgen. Zudem müssen Vorbereitungen für einen möglichen Notfall getroffen werden.

  • Auf der 595-Meter-Ebene (Sohle) haben Mitarbeiter unter Tage mit dem Bau einer Schalungswand begonnen. Sie befindet sich in der Abbaubegleitstrecke im Firstniveau. Die Strecken wurden in den Jahren der Verfüllung des Bergwerks mit Salzpulver (1995-2005) hergestellt, um von hier die Verfüllung durchführen zu können. Anders als bei der Herstellung der großen Abbaue zur Salzgewinnung wurden diese Strecken nicht in Fußbodenhöhe der alten Abbaue, sondern im Bereich der Decken der Abbaue, hergestellt. Jetzt sind diese Abbaubegleitstrecken in vielen Bereichen zur Verfüllung mit Salzbeton (Sorelbeton) vorgesehen. Vor der Verfüllung werden sie geräumt und geraubt, das heißt alle Anlagen werden abgebaut und alle fest installierten Stützen ausgebaut. Anschließend werden alle Zugänge mit Salzbeton verschlossen. Schließlich wird die Strecke selbst mit Salzbeton verfüllt.

Faktenerhebung

Die Einlagerungskammern 7 und 12 auf der 750-Meter-Ebene werden mit Bohrungen erkundet. Die Erkundung der Kammer 7 wird gerade abgeschlossen. Die Erkundung der Kammer 12 wird vorbereitet.

  • Im Grubentiefsten wird die Bohrtechnik erprobt, mit der die Einlagerungskammer 12 erkundet werden soll. Dabei werden neue angepasste Techniken eingesetzt. Es geht nicht darum, schnell eine bestimmte Länge zu erreichen, sondern um präzises Arbeiten. Derzeit hat die Bohrung eine Länge von rund 46 Metern.

Rückholungsbergwerk und Schacht Asse 5

Für die Rückholung müssen neue Infrastrukturräume und Zugänge zum bestehenden Bergwerk sowie ein Bergungsschacht (Schacht Asse 5) errichtet werden.

  • Im äußersten Osten der 700-Meter-Ebene wird weiter an der Errichtung des Bereichs für die nächsten Erkundungsbohrungen gearbeitet. Die untertägigen Mitarbeiter haben jetzt für die Aufstellung der Bohranlagen in einem sogenannten Bohrkeller das Fundament aus Salzbeton hergestellt.

Lösungsmanagement

Im Bergwerk werden aktuell täglich rund 13,5 Kubikmeter Salzlösung aufgefangen. Das Lösungsmanagement regelt den Umgang mit diesen Lösungen.

  • Im Grubentiefsten bringen Mitarbeiter des Verfüllbetriebes Salzbeton in einen Hohlraum ein. Hier handelt es sich um eine Kampagne zur Verwertung frei- aber nicht abgabefähiger Salzlösungen. Diese Lösung ist radiologisch unbedenklich, wird aufgrund einer Selbstverpflichtung der BGE aber nicht nach über Tage abgegeben, da sie unterhalb der Hauptauffangstelle (658-Meter-Ebene) aufgefangen wird.

Standortüberwachung und –erkundung

Zur Planung der Rückholung, zur Umsetzung der Notfallplanung und zur Erfassung der Auswirkungen durch den Bergbau muss die Asse überwacht und erkundet werden.

  • Am Wochenende führen Mitarbeiter der Abteilung Markscheiderei, das sind untertägige Vermesser, eine Schachtlotung durch. Für diese Arbeiten steht der Hauptschacht längere Zeit nicht zur Verfügung. Aus diesem Grund werden solche Tätigkeiten auf das Wochenende verschoben.

Bergbauliche Arbeiten

Die Bergleute müssen den sicheren Betrieb der Schachtanlage Asse II gewährleisten.

  • In der Hauptverbindungsstrecke (Wendelstrecke) im Niveau von rund 650 Metern unter der Tagesoberfläche wird von den Mitarbeitern des Grubenbetriebes weiterhin an einem Stützbauwerk gearbeitet.
  • Die Mitarbeiter der Bohrabteilung bauen eine Rohrleitung zwischen der 490- und der 700-Meter-Ebene aus. Die Leitung wird nicht mehr benötigt und – wie möglichst alle Altmaterialien – entfernt.

Im Gespräch

Im Rahmen unserer Öffentlichkeitsarbeit können sich alle interessierten Bürgerinnen und Bürger über die Schachtanlage Asse II informieren und mit uns ins Gespräch kommen. Darüber hinaus tauschen wir uns mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern fachlich aus und lassen diese Rückmeldungen in unsere Arbeit einfließen.

  • Das Interesse an der Infostelle Asse und der Schachtanlage Asse II ist zehn Jahre nach der Gründung weiterhin beachtlich. 2018 haben 2.860 Besucherinnen und Besucher das Informationsangebot in Remlingen wahrgenommen. Davon haben 1.033 Interessierte eine Befahrung des Bergwerks in Anspruch genommen, 1.827 Personen haben allein die Infostelle besucht. Seit Eröffnung der Infostelle Asse im Jahr 2009 konnten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter rund 36.500 Besucherinnen und Besucher begrüßen. Weitere Informationen finden Sie in unserer Pressemitteilung vom 6. Mai 2019.

Einblick

Blick auf den verfüllten westlichen Blindschacht (mittig, von oben kommend) auf der 750-Meter-Ebene. Blindschächte sind Schächte, die nicht bis an die Tagesoberfläche reichen.

Aufgenommen im April 2019

Blick auf den verfüllten westlichen Blindschacht (mittig, von oben kommend) auf der 750-Meter-Ebene. Blindschächte sind Schächte, die nicht bis an die Tagesoberfläche reichen.

Über die Aktuellen Arbeiten

Mit der Übersicht zu den aktuellen Arbeiten bieten wir Ihnen einen regelmäßigen Überblick zu den wichtigsten Arbeiten und Meilensteinen in der Schachtanlage Asse II. Die Arbeiten sind den wesentlichen Projekten zugeordnet, um den Fortschritt der einzelnen Projekte nachvollziehbar zu dokumentieren.

Wir bitten zu beachten, dass nicht alle Arbeiten, die täglich über und unter Tage stattfinden, an dieser Stelle dokumentiert werden können. Bei Bedarf steht Ihnen das Team der Infostelle Asse gerne für weitere Auskünfte zur Verfügung.