Meldepflichtige Ereignisse nach Atom- und Strahlenschutzrecht

Für das Endlager Morsleben gilt eine auf Basis der Atomrechtlichen Sicherheitsbeauftragten- und Meldeverordnung (AtSMV) sowie den Meldepflichten gemäß der Dauerbetriebsgenehmigung und der Strahlenschutzverordnung erstellte Meldeordnung. Sie regelt in welchen Fällen besondere Ereignisse an die atomrechtliche Aufsichtsbehörde, das Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung, kurz: BASE (Bezeichnung bis zum 31. Dezember 2019: Bundesamt für kerntechnische Entsorgungssicherheit, BfE), gemeldet werden müssen.

Die verschiedenen Meldekategorien geben darüber Aufschluss, wie dringlich die Information der Aufsichtsbehörde erfolgen muss und welche sicherheitstechnische Bedeutung das Ereignis hat.

Meldungen mit Informationen zur Anlagensicherung werden nicht veröffentlicht.

Kategorie N (Normalmeldung):
Ereignisse der Kategorie N sind dem BASE binnen fünf Werktagen nach Kenntnis mittels Meldeformular zu melden. Solche Ereignisse sind in der Regel von geringer sicherheitstechnischer Bedeutung.

Kategorie E (Eilmeldung):
Ereignisse der Kategorie E sind dem BASE innerhalb von 24 Stunden nach Kenntnis zu melden. Spätestens am fünften Werktag nach Kenntnis ist dem BASE ein Meldeformular vorzulegen.

Kategorie S (Sofortmeldung):
Ereignisse der Kategorie S sind dem BASE unverzüglich nach Kenntnis zu melden. Spätestens am fünften Werktag nach Kenntnis ist dem BASE ein Meldeformular vorzulegen.

  • Störung der Datenübertragung von der Tropfenzählanlage im Abbau 1a zum Steuerrechner über Tage
    Meldepflichtiges Ereignis nach Atomrecht Nr. 009/2020

    Am 9. Oktober kommt es zu einer Störung in der Signalübertragung von der Tropfenzählanlage im Abbau 1a auf der ersten Ebene (Sohle) nach über Tage. Ein Lichtschrankensensor, der sich zurzeit noch im Probebetrieb befindet, ist durch Salzausfällungen verschmutzt. In Folge der Verschmutzung läuft in der zentralen Warte ein Dauersignal auf, das fehlerhaft auf die Überschreitung eines Schwellenwerts der gezählten Tropfen hinweist. Nach der Reinigung funktioniert der Sensor wieder ordnungsgemäß. Es wurden Maßnahmen getroffen, damit eine erneute Verschmutzung zukünftig vermieden wird. 

    Die Tropfenzählanlage überwacht den Zutritt von Lösungen im Abbau 1a im Zentralteil der Schachtanlage Bartensleben. Mit Hilfe der Tropfenzählanlage kann gemessen werden, wieviel Lösung innerhalb eines Zeitraums, zum Beispiel pro Stunde oder pro Tag, in die Kammer eindringt. So kann bereits auf geringe Änderungen der Zutrittsmenge frühzeitig reagiert und Ursachenforschung betrieben werden.

     

Stand: 9. Oktober 2020

  • Nichtberücksichtigung des Wirkungsgrades des Messplatzes bei der Gesamt-Beta-Messung von Abwasserproben
    Meldepflichtiges Ereignis nach Atomrecht Nr. 008/2020

    Im Zuge der Einführung einer neuen Software zur Bestimmung der Gesamt-Beta-Aktivität bei der Umgebungsüberwachung wird festgestellt, dass der Wirkungsgrad des Messplatzes in dem im Mai 2018 geänderten Benutzerprotokoll nicht berücksichtigt wurde: Somit wurde bei allen Auswertungen seit Mai 2018 anstelle des korrekten Wertes der voreingestellte Wert „1“ für den Wirkungsgrad verwendet. Dadurch wurden die Gesamt-Beta-Aktivitäten der betroffenen Abwasserproben um einen Faktor von ca. 3 zu niedrig ermittelt. Da die jährlich mit dem Abwasser abgeleiteten Gesamt-Beta-Aktivitäten auch mit den korrigierten Messwerten deutlich unter dem zulässigen Grenzwert liegen, hat die Korrektur der Gesamt-Beta-Aktivitäten keine Auswirkungen auf die seit Mai 2018 getroffenen Freigabeentscheidungen über die Abgabe von Abwasser aus dem Kontrollbereich.

    Als zusätzliche Sicherheitsmaßnahme durchlaufen neue oder geänderte Benutzerprotolle zukünftig einen Prüf- und Freigabeprozess, bevor die Daten verwendet werden. Außerdem werden alle für das Ergebnis wichtigen Parameter zukünftig im Messprotokoll ausgegeben.
     

Stand: 18. September 2020

  • Ausfall des Wasserprobenahmegerätes aus der Aller an der Messstelle in Walbeck
    Meldepflichtiges Ereignis nach Atomrecht Nr. 007/2020
     

    Das Wasserprobenahmegerät „Liquistation CSF48“ an der Messstelle in Walbeck zeigt eine Störung an: Das automatische Ansaugen von Probenflüssigkeit aus der Aller ist nicht möglich. Im Rahmen der Umgebungsüberwachung erfolgt hier eine regelmäßige Laboranalyse von Wasserproben auf radioaktive Inhaltsstoffe.

    Die Störmeldung liegt ursächlich in einem Starkregen vom 13. Juni 2020. Dieser führte zu einem erhöhten Anteil von Trübstoffen in der Aller, wodurch das Gerät mit Schlamm verunreinigt wurde. Nach Austausch eines Teils und einer gründlichen Reinigung und Überprüfung kann das Gerät am 15. Juli 2020 wieder den bestimmungsgemäßen Betrieb aufnehmen. Für die Zeit des Ausfalls der automatischen Anlage entnehmen Mitarbeiter*innen arbeitstägliche Stichproben händisch aus der Aller.
     

Stand: 14. Juni 2020

  • Ausfall eines Abwassermessgerätes
    Meldepflichtiges Ereignis nach Atomrecht Nr. 006/2020
     

    Ein Starkregen führt zum Ausfall der Abwassermessstelle am Salzbach: In der Region um das Endlager Morsleben werden am 13. Juni 2020 bis zu 90 Millimeter Niederschlag in einer Stunde gemessen. Als Folge kommt es zum Überlauf des Feuerlöschteichs und dem Eintritt von Niederschlagswasser in den Abwassercontainer. Das Eindringen von Feuchtigkeit in die Pumpe führt zum Auslösen des Fehlerstromschutzschalters und zum Ausfall der Pumpe und der unterbrechungsfreien Stromversorgung des Abwassermessgerätes. Bis zur Reparatur am 15. Juni erfolgt keine beweissichernde Überwachung des Salzbaches vor dem Verlassen des Betriebsgeländes.
     

Stand: 13. Juni 2020

  • Störung des Schachtsignalregistriergeräts der Hauptseilfahrtanlage Bartensleben
    Meldepflichtiges Ereignis nach Atomrecht Nr. 005/2020
     

    Der Fördermaschinist der Hauptseilfahrtanlage Bartensleben empfängt eine Störung des Schachtsignalregistriergerätes. Die Störmeldung erfolgt während der betrieblichen Arbeitszeit, aber außerhalb der Seilfahrtzeit – eine Gefährdung von Personen besteht somit nicht.

    Als Ursache wird ein defektes Netzteil ermittelt und ausgetauscht. Anschließend werden alle Signale wieder ordnungsgemäß registriert.

    Ausgelöst durch diese Störung laufen jedoch weiterhin in bestimmten Zeitabständen Störmeldungen des Watch-Dogs auf. Der Watch-Dog ist ein Programm, das Ausfälle und Störungen in der digitalen Schachtsignalanlage registriert. Die Störmeldungen müssen in diesem Fall quittiert werden, beeinflussen den sicheren Ablauf der Seilfahrten jedoch nicht. Dem Komplettaustausch des störanfälligen Schachtsignalregistriergerätes hat das Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung (BASE) auf Antrag zugestimmt.
     

Stand: 11. Juni 2020

  • Ausfall einer Brandmeldeanlage in der Schachtanlage Marie
    Meldepflichtiges Ereignis nach Atomrecht Nr. 004/2020

    Die monatliche Funktionskontrolle der untertägigen Brandmelder ergibt einen irreparablen Defekt beim Auswertegerät der Brandmelder im Schachtsumpf Marie und am Wetterberg, einer Strecke zur Wetterführung auf Schacht Marie. Eine Weiterleitung von optischen und akustischen Signalen nach über Tage funktioniert dadurch nicht mehr. Die Ursache für den Defekt kann nicht ermittelt werden.

    Im Rahmen der Erneuerung und Harmonisierung von Brandmeldeanlagen unter Tage werden die betroffenen Melder zeitlich vorgezogen durch neue Geräte ersetzt, die kompatibel zur vorhandenen Brandmeldezentrale sind. Bis zur Umsetzung erfolgt die Überwachung mit einem am Wetterberg installierten Gasspurenwarngerät mit Signalisierung in der Zentralen Warte.
     

Stand: 20.4.2020

  • Ausfall der Hauptseilfahrtanlage der Schachtanlage Bartensleben
    Meldepflichtiges Ereignis nach Atomrecht Nr. 003/2020


    Bei der planmäßig täglichen Probefahrt der Hauptseilfahrtanlage der Schachtanlage Bartensleben kommt es zu einem kompletten Ausfall der Anlage. Ausgelöst wurde der Ausfall durch einen elektrischen Kurzschluss in einem Frequenzumrichter. Mithilfe des Frequenzumrichters wird die Drehzahl des Motors der Seilfahrtanlage gesteuert.

    Zum Zeitpunkt der Störung befanden sich keine Personen auf dem Förderkorb. Die Seilfahrtanlage kann nach dem Kurzschluss nicht genutzt werden.

    Während der Ausfallzeit nutzen die Mitarbeiter*innen die Seilfahrtanlage des in Beendorf gelegenen Schacht Marie, um an ihre untertägigen Arbeitsplätze gelangen.

    Der Grubenbetrieb wird dabei auf wesentliche Arbeiten mit reduzierter Mitarbeiter*innenzahl beschränkt. Der bergrechtlich geforderte zweite Rettungsweg ist über die Hilfsfahranlage Schacht Bartensleben gesichert. Bis zur Behebung des Schadens werden Besucherbefahrungen ausgesetzt. Die Anlage wird durch die zuständige Servicefirma repariert. Nach Durchführung von Testfahrten unter Nutzlast steht die Hauptseilfahrtanlage zum Ende der Spätschicht am 24. Februar wieder uneingeschränkt zur Verfügung.
     

Stand: 17.2.2020

  • Ausfall eines Messumformers für die Überwachung von Lösungszutritt in der Grube Marie
    Meldepflichtiges Ereignis nach Atomrecht Nr. 002/2020


    Im „Lager H“ der Schachtanlage Marie verursacht ein Spannungsausfall den Defekt eines Messumformers. In der Folge kommt es zu einer Störung der Laugenstandsüberwachung:

    Der Messumformer dient dazu, den Füllstand an einem Auffangbehälter für Salzlösung am Zutrittsort „Lager H“ zu überwachen.

    Durch den Spannungsausfall und den daraus resultierenden Defekt ist die Laugenstandsüberwachung bis zur Störungsbehebung unterbrochen. Der vorübergehende Ausfall hat keine Auswirkungen auf den sicheren Grubenbetrieb.

    Nach dem Austausch des defekten Messumformers ist die Anlage ab dem 11. Februar wieder im bestimmungsmäßigen Betrieb.
     

Stand: 10.2.2020

  • Ausfall von Extensometern innerhalb des Alarmsystems im Abbau 2 der Grube Bartensleben
    Meldepflichtiges Ereignis nach Atomrecht Nr. 001/2020


    Im Zentralteil der Grube Bartensleben fällt im Abbau 2 südlich – zwischen der 3. und 4. Ebene vereinzelt die Signalübertragung von Extensometern aus. Diese Dehnungsmessgeräte dienen zur Überwachung der Decke (Firste), um mögliche Störungen oder Grenzwertüberschreitungen frühzeitig zu erkennen. Betroffen sind zwei von zwölf Dehnungsmessgeräten (Extensometern), die zur Überwachung des bergbaulichen Zustandes in diesem Abbau installiert sind. Störungen bei der Firstüberwachung werden regulär über Tage in der Zentralen Warte und am Eingang zum Abbau signalisiert.

    Die geomechanische Überwachung des Abbaus bleibt durch die zehn weiteren in der Decke (Firste) installierten Messgeräte gewährleistet. Bis zur Reparatur kontrolliert das zuständige geotechnische Fachpersonal täglich die Messdaten auf Grenzwertwertüberschreitungen.

    Ursache für den Ausfall war ein verklemmter Reset-Schalter für die betroffenen Extensometer am Alarmmodul der Messwerterfassungsanlage. Der Reset-Schalter wurde durch das zuständige Serviceunternehmen am 27. Februar 2020 ausgetauscht.
     

Stand: 4.1.2020

  • Ausfall der Ortungsseismik
    Meldepflichtiges Ereignis nach Atomrecht Nr. 005/2019 (Kategorie N)

    Am 12. Juli 2019 fällt in der Schachtanlage Bartensleben die Anlage zur Messung von Bewegungen im Gebirge (Ortungsseismik) im Zentralteil aus. Grund hierfür ist ein defektes Netzteil der Speichereinheit, die die Messdaten aufzeichnet (Datenlogger). Nach dem Austausch des Netzteils befindet sich die Anlage ab dem 15. Juli 2019 wieder im bestimmungsmäßigen Betrieb. Während des Ausfalls fand keine seismische Überwachung statt.

    Mit Hilfe der Ortungsseismik wird das Grubengebäude geophysikalisch überwacht, wodurch zuverlässige Rückschlüsse auf die Stabilität des Grubengebäudes gezogen werden. Die Messergebnisse werden dokumentiert und analysiert. Die geophysikalische Überwachung des Endlagers Morsleben ist in grundsätzlich in der Dauerbetriebsgenehmigung für das Endlager Morsleben aus dem Jahr 1986 vorgesehen und in weiteren aktuellen betrieblichen Unterlagen geregelt.


Stand: 12. Juli 2019

  • Ausfall der Tropfenzählung an der Tropfenzählanlage im Schacht Bartensleben
    Meldepflichtiges Ereignis nach Atomrecht Nr. 004/2019 (Kategorie N)

    Am 10. Mai 2019 kommt es zu einem Ausfall der Tropfenzählanlage an der Lösungszutrittsstelle im Abbau 1a der Schachtanlage Bartensleben. Ursache für den Ausfall ist ein Defekt an der elektrischen Anlage des Vorverstärkers für die Tropfenzählung. Der Ausfall der Zählung wird am 13. Mai 2019 bei einer routinemäßigen Kontrolle festgestellt. Die Anlage hat keinen Ausfall signalisiert. Nach der Instandsetzung des defekten Bauteils befindet sich die Tropfenzählanlage seit dem 27. Mai 2019 wieder im bestimmungsmäßigen Betrieb. Für den Zeitraum des Ausfalls war keine tropfenbasierte Alarmmeldung bei erhöhten Lösungszutritten möglich. Als Ersatzmaßnahme wurde eine indirekte manuelle Kontrolle des Lösungszutritts über die Häufigkeit der Entleerung von Vorratsbehältern eingerichtet. Die Tropfenzählung dient der Erfassung von Laugenzufluss in das Grubengebäude. Erhöht sich der Zufluss wird dies signalisiert und eine Alarmmeldung zur frühzeitigen Erkennung ausgelöst.

    Die Überwachung der Laugenzuflüsse im Endlager Morsleben ist grundsätzlich in der Dauerbetriebsgenehmigung für das Endlager Morsleben aus dem Jahr 1986 vorgesehen und in weiteren aktuellen betrieblichen Unterlagen geregelt.

Stand: 10. Mai 2019

  • Ausfall eines Aerosolmonitors für die Abwetterüberwachung im Schacht Bartensleben
    Meldepflichtiges Ereignis nach Atomrecht Nr. 003/2019 (Kategorie N)

    Am 12. April 2019 stellt der Strahlenschutz den Ausfall eines Messgerätes zur Überwachung von radioaktiven Partikeln (Aerosole) Radioaktivität in der Abluft des Schachtes Bartensleben fest. Nach dem Neustart des Systems und dem anschließenden Probebetrieb befindet sich der Aerosolmonitor seit dem 24. April 2019 wieder im bestimmungsmäßigen Betrieb.
    Für einen Zeitraum von rund drei Tagen war keine kontinuierliche Überwachung (Monitoring) der Aktivitätskonzentration in der Abluft möglich. Die beweissichernde Überwachung der Abluft wurde durch ein mobiles Messgerät sichergestellt.

    Die Überwachung der Abluft des Endlagers Morsleben ist in der Richtlinie für Emission und Immission (REI) gesetzlich geregelt. Die BGE und das BASE veröffentlichen die Überwachungsergebnisse regelmäßig.


Stand: 12. April 2019

  • Störung einer Brandmeldeanlage für das obertägige Mehrzweckgebäude
    Meldepflichtiges Ereignis nach Atomrecht Nr. 002/2019 (Kategorie N)

    Am 21. März 2019 kommt es um 17:08 Uhr zu einer Störung einer Meldelinie der Brandmeldeanlage im Bereich des Mehrzweckgebäudes, des Förderturms Schacht Bartensleben und der Containerhalle auf dem obertägigen Betriebsgelände des Endlagers Morsleben. Die elektronische Brandüberwachung ist in den betroffenen Bereichen nicht gewährleistet. Stündliche Sichtkontrollen gewährleisten den sicheren Betrieb. Nach dem Austausch eines defekten Brandmelders, der zur Störung des gesamten Brandmeldesystems führte, geht die Anlage am Folgetag wieder in den bestimmungsmäßigen Betrieb.

Stand: 21. März 2019

  • Störung der Branderkennungs- und Bekämpfungsanlage im Betriebsstofflager auf der 4. Sohle
    Meldepflichtiges Ereignis nach Atomrecht Nr. 001/2019 (Kategorie N)

    Am 8. Januar 2019 lässt sich um 9:50 Uhr bei der wöchentlichen Überprüfung der Branderkennungs- und Brandbekämpfungsanlage im Betriebsstofflager auf der 4. Ebene (Kontrollbereich) der Alarmdruckschalter an der Betankungsstelle nicht mehr zurücksetzen. Alarmdruckschalter überwachen die Druckzustände in Rohrleitungen und leiten bei Abweichungen ein Signal an die Störmeldestelle. Die Funktionalität dieser Schalter muss daher zu jeder Zeit gewährleistet sein. Bis zur Beseitigung der Störung ist die Anlage nur teilweise betriebsbereit. Nach Reinigung und Überprüfung des Schalters konnte die Anlage noch am selben Tag um 12:50 Uhr wieder in den bestimmungsmäßen Betrieb gehen.

Stand: 8. Januar 2019

  • Ausfall eines Aerosolmonitors
    Meldepflichtiges Ereignis nach Atomrecht Nr. 018/2017 (Kategorie N)

    Am 3. Dezember stellt die zentrale Warte bei der Kontrolle von Messwerten einer Messstelle zur Überwachung der Grubenluft im Ostfeld des Endlagers Morsleben (Einlagerungsbereich, 4. Ebene) einen unrealistischen Wert der Aerosolaktivitätskonzentration von Null Becquerel pro Kubikmeter fest. Grund ist eine Störung in der Grubenluftzufuhr zum Messgerät. Durch den Fehler ist weder eine plausible Messung der Aerosolaktivitätskonzentration noch eine Aerosolprobenahme über den Staubsammler am betroffenen Messort möglich. Der Defekt wird am 4. Dezember behoben. Die beweissichernde Überwachung der kurzlebigen Aerosole ist in der Zwischenzeit durch einen Radonmonitor am selben Messort gewährleistet.

Stand: 3. Dezember 2018

  • Defekter Alarmdruckschalter der Löschanlage im Betriebsstofflager
    Meldepflichtiges Ereignis nach Atomrecht Nr. 017/2018 (Kategorie N)

    Am 12. November 2018 stellt die zentrale Warte um 00:08 Uhr einen Defekt an der Branderkennungs- und Brandbekämpfungsanlage im Betriebsstofflager auf der 4. Ebene (Kontrollbereich) fest. Bis zur Beseitigung der Störung ist die Anlage nur teilweise betriebsbereit. Nach dem Wechsel eines defekten Alarmdruckschalters geht die Löschanlage am Morgen des 12. November 2018 um 07:45 Uhr wieder in den bestimmungsgemäßen Betrieb.

Stand: 12. November 2018

  • Ausfall eines Aerosolmonitors
    Meldepflichtiges Ereignis nach Atomrecht Nr. 016/2017 (Kategorie N)

    Am 27. September 2018 lässt sich ein Messgerät zur Überwachung der Aerosole im Ostfeld des Endlagers Morsleben (Einlagerungsbereich, 4. Ebene), das für Servicearbeiten abgeschaltet wurde, aufgrund einer Störung einer Systemkomponente nicht wieder einschalten. Der Fehler wird bis zum 17. Oktober 2018 behoben. In der Zwischenzeit ist die beweissichernde radiologische Überwachung durch zwei weitere Messgeräte sichergestellt.

Stand: 27. September 2018

  • Spannungseinbrüche auf der Schachtanlage Marie
    Meldepflichtiges Ereignis nach Atomrecht Nr. 015/2018 (Kategorie N)

    Am 21. September 2018 kommt es aufgrund von Störungen im öffentlichen Stromnetz zu mehreren kurzzeitigen Spannungsausfällen auf der Schachtanlage Marie. Die Ventilatoren im Abwetterbauwerk am Schacht Marie und in den untertägigen Verbindungsstrecken zum Grubenteil Bartensleben schalten sich ab. Die Wiederinbetriebnahme der abgeschalteten Einrichtungen erfolgt noch am selben Tag.

Stand: 21. September 2018

  • Spannungseinbrüche auf der Schachtanlage Marie
    Meldepflichtiges Ereignis nach Atomrecht Nr. 014/2018 (Kategorie N)

    Am 8. September 2018 kommt es aufgrund von Störungen im öffentlichen Stromnetz zu kurzzeitigen Spannungsausfällen auf der Schachtanlage Marie. Die Ventilatoren im Abwetterbauwerk am Schacht Marie und in den untertägigen Verbindungsstrecken zum Grubenteil Bartensleben schalten sich ab. Die Wiederinbetriebnahme der abgeschalteten Einrichtungen erfolgt noch am selben Tag.

Stand: 8. September 2018

  • Austritt von Hydraulikflüssigkeit auf der Schachtanlage Bartensleben
    Meldepflichtiges Ereignis nach Atomrecht Nr. 013/2018 (Kategorie N)

    Am 7. September 2019 wird ein übertägiges Gebäude auf der Schachtanlage Bartensleben unterbohrt. Die eingesetzte Bohrmaschine einer Fremdfirma hat ein Leck im Hydrauliksystem, geringe Mengen Hydraulikflüssigkeit treten aus. Der verunreinigte Boden wird direkt nach dem Ereignis ausgehoben und einer fachgerechten Entsorgung zugeführt.

Stand: 7. September 2018

  • Austritt von Dieselkraftstoff auf der Schachtanlage Bartensleben und auf eine Straße außerhalb des Betriebsgeländes
    Meldepflichtiges Ereignis nach Atomrecht Nr. 012/2018 (Kategorie N)

    Am 7. September 2018 läuft Dieselkraftstoff aus einem undichten Tank auf der Ladefläche eines LKWs einer Fremdfirma aus und verunreinigt Flächen auf dem Betriebsgelände der Schachtanlage Bartensleben sowie eine Straße außerhalb des Betriebsgeländes geringfügig. Der Kraftstoff dringt nicht in das Erdreich oder die Kanalisation ein, sondern wird unmittelbar nach dem Ereignis durch ein geeignetes Bindemittel aufgenommen.

Stand: 7. September 2018

  • Ausfall eines Ganzkörpermonitors
    Meldepflichtiges Ereignis nach Atomrecht Nr. 011/2018 (Kategorie N)

    Am 11. August 2018 fällt ein Ganzkörpermonitor für die Personenschleusung im Übergang zum Kontrollbereich aus. Ursache ist eine Störung der zentralen Messgasversorgung. Bei der Wiederinbetriebnahme nach der Wiederherstellung der Gasversorgung wird der Defekt von zwei Zählrohren festgestellt. Nach dem Austausch der Zählrohre arbeitet der Ganzkörpermonitor seit dem 20. September 2018 wieder bestimmungsgemäß. Die Personenschleusung aus dem Kontrollbereich ist in der Zwischenzeit durch die Nutzung eines zweiten Ganzkörpermonitors gewährleistet.

Stand: 11. August 2018

  • Ausfall eines Aerosolmonitors in der Abwettermessstelle der Schachtanlage Bartensleben
    Meldepflichtiges Ereignis nach Atomrecht Nr. 010/2018 (Kategorie N)

    Am 11. August 2018 fällt ein Aerosolmonitor der Abwettermessstelle am Schacht Bartensleben aus. Ursache ist eine Störung der zentralen Messgasversorgung. Bei der Inbetriebnahme erfolgt eine Überprüfung. Ein defektes Bauteil wird ersetzt. Während des Ausfalls ist die beweissichernde radiologische Überwachung durch einen Radonmonitor und einen Aerosolsammler gewährleistet.

Stand: 11. August 2018

  • Spannungsausfall auf der Schachtanlage Marie
    Meldepflichtiges Ereignis nach Atomrecht Nr. 009/2018 (Kategorie N)

    Am 10. August 2018 kommt es aufgrund einer Störung im öffentlichen Stromnetz zu einem zweistündigen Spannungsausfall auf der Schachtanlage Marie. Diverse Einrichtungen zur Spannungswandlung und -verteilung, zur Abluftführung sowie zur Überwachung der Grube schalten sich ab. Die Wiederinbetriebnahme der abgeschalteten Einrichtungen erfolgt noch am selben Tag.

Stand: 10. August 2018

  • Störung der Hilfsfahranlage der Schachtanlage Bartensleben
    Meldepflichtiges Ereignis nach Atomrecht Nr. 008/2018 (Kategorie N)

    Am 27. Juli 2018 gibt es bei einer Überprüfung der Hilfsfahranlage im Schacht Bartensleben, die beim Versagen der Schachtförderanlage zur Rettung der auf dem Förderkorb befindlichen Personen zum Einsatz kommt, eine Störung: Die Sicherheitsbremsung löst beim Anfahren nicht aus. Während des Ereignisses befinden sich keine Personen auf dem Förderkorb. Am 28. Juli 2018 geht die Hilfsfahranlage wieder in Betrieb.

Stand: 27. Juli 2018

  • Ausfall eines Aerosolmonitors
    Meldepflichtiges Ereignis nach Atomrecht Nr. 007/2018 (Kategorie N)

    Bei der täglichen Kontrolle der Messstellen der Raumluftüberwachung wurde auf der 4. Ebene (Sohle) ein ausgefallener Aerosolmonitor festgestellt. Ursache für den Ausfall war eine Störung am Datenlogger des Monitors. Der Defekt wurde behoben. Der Monitor arbeitet seit dem 19. April 2018 wieder bestimmungsgemäß. Durch einen kontinuierlich messenden Radonmonitor und der wöchentlichen Auswertung der Filter des Aerosolsammlers war die Überwaching gewährleistet.

Stand: 28. März 2018

  • Spannungseinbruch auf der Schachtanlage Bartensleben
    Meldepflichtiges Ereignis nach Atomrecht Nr. 006/2018 (Kategorie N)

    Durch Störungen im öffentlichen Stromnetz kam es am 28.Februar 2018 auf der Schachtanlage Bartensleben zu einem Spannungseinbruch. Diverse Einrichtungen zur Stromversorgung, zur Belüftung der Grube (Bewetterung) sowie zur Überwachung schalteten sich ab. Die Einrichtungen wurden noch am selben Tag wieder in Betrieb genommen. Das Ereignis hatte keine Auswirkungen auf den sicheren Endlagerbetrieb, auf Personen oder die Umgebung.

Stand:28. Februar 2018

  • Ausfall der Aerosolüberwachung in einer Messstelle im Ostfeld des Schachts Bartensleben
    Meldepflichtiges Ereignis nach Atomrecht Nr. 005/2018 (Kategorie N)

    Bei der Kontrolle von Messwerten einer Messstelle im Ostfeld des Schachts Bartensleben (4. Ebene, Einlagerungsbereich) wurde ein unplausibler Wert der Aktivitätskonzentration der gemessenen Aerosole Null Becquerel pro Kubikmeter festgestellt. Ursache war eine Störung des Messaufbaus, die seit dem 4. Februar 2018 vorlag. Durch den Fehler war weder eine realistische Messung der Aktivitätskonzentration noch eine Probenahme über den Staubsammler am betroffenen Messort möglich. Die Überwachung war in diesem Zeitraum durch einen Radonmonitor weiterhin gewährleistet.

Stand: 13. Februar 2018

  • Ausfall eines Aufzeichnungsgerätes der Fernbeobachtungsanlage
    Meldepflichtiges Ereignis nach Atomrecht Nr. 004/2018 (Kategorie N)

    Bei der Kontrolle von Überwachungsmonitoren wurde der Ausfall eines Aufzeichnungsgerätes festgestellt. Ursache war ein Speicherproblem. Am Folgetag wurde das Kamerabild auf einen anderen Monitor aufgeschaltet, um die Aufzeichnung und damit die Überwachung der betroffenen Bereiche zu gewährleisten. Durch einen Neustart des Aufzeichnungssystems wurde das Problem behoben. Bis zur zwischenzeitlichen Aufschaltung der Kameraüberwachung auf das zweite Aufzeichnungsgerät wurden die betroffenen Bereiche verstärkt durch Personal kontrolliert.

Stand: 5. Februar 2018

  • Störung der Branderkennungs- und Bekämpfungsanlage am Betriebsstofflager
    Meldepflichtiges Ereignis nach Atomrecht Nr. 003/2018 (Kategorie N)

    Bei der wöchentlichen Überprüfung der Branderkennungs- und wurde eine Störung an einem Alarmdruckschalter entdeckt. Bis zum Wechsel des Druckschalters war die Löschanlage an der Betankungsstelle nicht betriebsbereit. Mobile Pulverlöschgeräte standen zur Absicherung der ersten Brandbekämpfung an der Betankungsstelle zur Verfügung.


Stand: 23. Januar 2018

  • Störung in der Stromversorgung auf der Schachtanlage Marie
    Meldepflichtiges Ereignis nach Atomrecht Nr. 002/2018 (Kategorie N)

    Durch Störungen im öffentlichen Stromnetz kam es zu einem kurzzeitigen Spannungseinbruch in der Schachtanlage Marie. Diverse Einrichtungen zur Stromversorgung, zur Belüftung der Grube (Bewetterung) sowie von Überwachungseinrichtungen schalteten sich ab. Die Einrichtungen wurden noch am selben Tag wieder in Betrieb genommen. Das Ereignis hatte keine Auswirkungen auf den sicheren Endlagerbetrieb, auf Personen oder die Umgebung.

Stand: 26. Januar 2018

  • Ausfall von Überwachungskameras auf der 4. Ebene (Sohle) der Schachtanlage Bartensleben
    Meldepflichtiges Ereignis nach Atomrecht Nr. 001/2018 (Kategorie N)

    Bei einer Funktionskontrolle der Überwachungsmonitore wurde der Ausfall der Monitore zur Personenkontrolle für das Passieren eines Kontrollbereichsübergangs auf der 4. Ebene festgestellt. Defekte Netzteile an zwei Kameras wurden ausgetauscht. Es handelte sich bei den ausgefallenen Kameras um Sicherungseinrichtungen. Die radiologische Überwachung innerhalb des Kontrollbereichs war jederzeit gewährleistet.

Stand: 5. Januar 2018