Meldung – Schachtanlage Asse II

Ergebnisse der Gebirgsbeobachtung 2017 werden diskutiert (aktualisiert)

Am 28. Juni 2018 folgten rund 35 Personen der Einladung der BGE zum diesjährigen Gebirgsbeobachtungsgespräch. Vertreterinnen und Vertretern des Bundes- und Landesumweltministeriums, des Landesbergamts, der Bürgerinitiativen, der Arbeitsgruppe Optionen – Rückholung (AGO) sowie verschiedene Gutachter diskutierten über die Messergebnisse des Jahres 2017. Die Ergebnisse der Gebirgsbeobachtung werden einmal jährlich allen Beteiligten im Rahmen eines Fachworkshops vorgestellt. Dazu hatte die BGE in diesem Jahr erstmals auch interessierte Bürgerinnen und Bürgern eingeladen.

Die Beobachtungen von Veränderungen im umliegenden Gebirge der Schachtanlage Asse II und die daraus resultierenden Veränderungen des Bergwerks werden durch die Markscheiderei und die Standortüberwachung durchgeführt. Neben geotechnischen Messungen und der Untersuchung des zutretenden Wassers (Salzlösungsmonitoring), gehören auch lokale Überwachungsprogramm (beispielsweise Messungen von Rissen im Salzgestein oder Messungen von Stauchungen des Salzgesteins) zu den Aufgaben.

Auch wird untersucht, wie sich die Veränderungen im Gebirge und im Bergwerk auf die derzeitige Vorbereitung und die später durchzuführende Rückholung der radioaktiven Abfälle aus der Schachtanlage Asse II auswirken und welche Veränderungen sich durch die voranschreitende Stabilisierung des Grubengebäudes ergeben. Aufgrund der deutlich verlängerten Standzeit des Bergwerks sind hierbei auch die verschiedenen Maßnahmen der Notfallplanung zu berücksichtigen. Diese Maßnahmen sollen Vorsorge dafür treffen, dass die Konsequenzen eines möglichen Absaufens der Asse möglichst gering sind.

Die im Gebirgsbeobachtungsgespräch vorgestellten Ergebnisse der geotechnischen Messungen sowie die geochemischen Analysen und die markscheiderischen Auswertungen haben gezeigt, dass weiterhin eine zügige und systematische Fortsetzung der Resthohlraum- bzw. Firstspaltverfüllung unverzichtbar ist. Die bisherrigen Arbeiten dienen zum einen der Arbeitssicherheit im Rahmen des derzeitigen Offenhaltungsbetriebs als auch der geplante Rückholung der radioaktiven Abfälle.

Die fortschreitenden Schädigungsprozesse schränken die Gebrauchstauglichkeit, insbesondere der Infrastrukturbereiche auf der 490- und 700-Meter-Ebene sowie der Hauptverbindungsstrecke (Wendel), zunehmend ein und erfordern zusätzliche Stabilisierungs- und Sanierungsmaßnahmen. Aufgrund der vorhandenen gebirgsmechanischen Beanspruchungen im Zutrittsbereich ist keine Abnahme der hydrogeologischen Gefährdung zu erkennen. Es besteht vielmehr die Gefahr, dass sich neue Zutrittspfade ergeben und dies die Fassung oberhalb der Einlagerungskammern erschwert.

Die gesammelten Vorträge des gesamten Tages können Sie hier herunterladen:

Rissbeobachtungen mit Hilfe eines Fissurometers