Aktuelle Arbeiten - Endlager Morsleben

Übersicht über die wesentlichen Arbeiten im März 2020

 

Sichere Stilllegung des Endlagers

Die BGE muss die Funktionalität von Stilllegungsmaßnahmen aufzeigen. Für die vertieften Planungen müssen Untersuchungen durchgeführt werden.

  • Bergleute sichern vorbereitend einen Streckenabschnitt in einem Querschlag der 2. Ebene (Sohle) mit einer Teilschnittmaschine. Dieser Streckenabschnitt soll zukünftig als Infrastrukturraum für Logistik und Materialien dienen, die für das geplante Demonstrationsbauwerk einer Streckenabdichtung im Anhydritgestein auf der 3. Ebene benötigt werden. Neben der Lagerung des Trockenbaustoffs und der Lösungen zum Anmischen des Baustoffs ist hier auch die Aufstellung der dafür notwendigen Mischanlage geplant.

Gewährleistung der Betriebssicherheit

Bergleute müssen das Endlager nach Berg- und Atomrecht betreiben.

  • Mitarbeiter eine Spezialfirma prüfen in regelmäßigen Abständen mittels zerstörungsfreien Prüfmethoden den Zustand der in den Schächten installierten Rohrleitungen. Der aktuelle Prüfzyklus umfasst die Rohrleitungen für Spülwasser und Wasser sowie Druckluft in der Schachtröhre Bartensleben (jährlich) und die Wasser- sowie Versatzrohrleitung in der Schachtröhre Marie (vierjährlich).
  • Bergleute verwerten rund 1.000 Liter Zutrittslösung für den Fahrbahnbau in den Grubenfeldern Bartensleben und Marie. Die Lösung wurde im Bereich des Abbaus 1a der 1. Ebene aufgefangen und gesammelt. Die gesättigte Salzlösung ist gut geeignet für die Herstellung einer festen Fahrbahn.

Erhalt der Stilllegungsfähigkeit und Optimierung des Betriebes

Mittel- bis langfristig muss die BGE die Stilllegungsfähigkeit des Endlagers erhalten und den Betrieb optimieren.

Im Gespräch

Im Rahmen unserer Öffentlichkeitsarbeit können sich alle interessierten Bürgerinnen und Bürger über das Endlager Morsleben informieren und mit uns ins Gespräch kommen. Darüber hinaus tauschen wir uns mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern fachlich aus und lassen diese Rückmeldungen in unsere Arbeit einfließen.

  • Aufgrund der Schutzmaßnahmen gegen eine weitere Verbreitung des Corona-Virus (Covid-19) werden alle Besichtigungen im Endlager Morsleben ausgesetzt. Die Geschäftsführung der BGE hat dies zunächst für einen Zeitraum bis Ende Mai festgelegt.

Einblick

Aufgenommen im März 2020

Die Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) hat Ende Februar die Einberufung eines BGE-Krisenstabs beschlossen. Dieser setzt sich aus Mitgliedern der Geschäftsführung sowie Vertreter*innen der Bereichs- und Abteilungsleitungen zusammen. Eine BGE-Arbeitsgruppe hat in der ersten Märzwoche einen Pandemie-Notfallplan erarbeitet, der dazu dient, den BGE Geschäftsbetrieb im Hinblick auf mögliche weitere Entwicklungen im Zusammenhang mit Maßnahmen gegen die weitere Verbreitung der Corona-Pandemie angemessen zu gewährleisten bzw. im notwendigen Maß sicher zu stellen. Der Notfallplan wird in regelmäßigen Abständen bzw. anlassbezogen aktualisiert.

Bislang ist es bei Mitarbeiter*innen der BGE bezüglich des „Corona (Covid-19)-Virus“ nur zu einem positiven Infektionstest und einigen wenigen Verdachtsfällen der „RKI-Kategorie 1“ gekommen. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die aus dem Urlaub oder von Dienstreisen im Ausland zurückgekehrt sind, haben sich entsprechend der frühzeitigen Festlegung in der BGE freiwillig in häusliche Isolation begeben und arbeiten mobil von zu Hause.

Für einen Bergwerksbetrieb stellen sich jedoch besondere Herausforderungen. Dieser braucht kontinuierliche Betreuung, die auch bei einer sich zuspitzenden Krisensituation gewährleistet sein muss. So sind beispielsweise Strahlenschutzüberwachung, der Betrieb der Schachtwasserhaltungen, die Wartung und Instandhaltung der Schachtförderanlagen (Aufzüge in das Bergwerk) abzusichern. Besonders qualifizierte Kolleginnen und Kollegen wie beispielsweise die Grubenwehr oder der Fördermaschinist, der die Schachtförderanlage bedient, müssen dafür jederzeit einsatzbereit sein.

Die Arbeiten, die kontinuierlich erforderlich sind, um diese Sicherheit zu gewährleisten, hat die BGE als systemrelevante Funktionen definiert und Funktionsträgerinnen und -träger sowie Vertreterinnen und Vertreter identifiziert, die jederzeit arbeitsfähig sein müssen. Im Endlager Morsleben treffen sich die Führungskräfte des Betriebs täglich für die Koordination der Arbeiten. Auch diese Gespräche finden unter Einhaltung der noch ungewohnten Sicherheitsabstandsregel von 1,5 bis 2,0 Meter statt. Um diesen Abstand zu gewährleisten, trifft sich der Kreis in den weitläufigen Räumlichkeiten der Kantine, die im Zuge der Maßnahmen gegen die Ausbreitung des „Corona-Virus“ geschlossen wurde (siehe Bild).