Salzwasserzutritt Asse: Was passiert gerade?


Letztes Update: 18. Juni 2024

Die BGE veröffentlicht an dieser Stelle die wichtigsten Neuigkeiten zum veränderten Salzwasserzutritt in der Schachtanlage Asse II. Denn seit Anfang des Jahres 2024 ging die Menge des aufgefangenen Salzwassers an der sogenannten Hauptauffangstelle in 658 Metern Tiefe zurück. Seit April 2024 steigt hingegen die gesammelte Salzwassermenge auf der darunter liegenden 725-Meter-Ebene deutlich an. Das an diesen beiden Stellen aufgefangene Wasser hat keinen Kontakt zu den Abfällen und ist nicht radioaktiv belastet. Einen Anstieg der Salzwassermengen auf der Haupteinlagerungsebene in 750 Metern Tiefe zeigen die Messungen bisher nicht.

Die Ursachen für den veränderten Salzwasserzutritt sind bisher unklar. Jedoch ist das Grubengebäude einem starken Gebirgsdruck ausgesetzt und daher anhaltend in Bewegung. Dadurch können sich Fließwege des zutretenden Salzwassers verschieben oder das Auffangsystem an der Hauptauffangstelle verändert werden. Die Expert*innen der BGE arbeiten intensiv daran die Ursachen zu ermitteln.

Die BGE sieht derzeit keine Veranlassung das Bergwerk gemäß den Planungen für einen Notfall zu fluten. Dies würde nur dann umgesetzt, wenn der Salzwasserzutritt technisch nicht mehr beherrschbar ist. Das ist derzeit nicht der Fall. Die BGE plant weiterhin die Rückholung der radioaktiven Abfälle.

Grafischer Überblick

Aktuelle Entwicklungen

Im Zeitraum vom 10. bis zum 17. Juni 2024 werden im Speicherbecken an der Hauptauffangstelle durchschnittlich 2,94 Kubikmeter Salzwasser pro Tag aufgefangen. Am 18. Juni 2024 liegt die ermittelte Fassungsrate bei 2,59 Kubikmetern. Bei der Dichte und der chemischen Zusammensetzung gibt es keine signifikanten Veränderungen.

Das Abpumpen der Bohrlöcher auf der 700-Meter-Ebene wird am 13. Juni wieder aufgenommen. Dies war aufgrund von Bohrarbeiten an dieser Stelle kurzzeitig pausiert. Am 13., 14. und 17. Juni 2024 werden aus den Bohrungen im Durchschnitt jeweils 1,75 Kubikmeter pro Tag abgepumpt.

Die mittlere Fassungsrate im Bereich des Abbaus 3 auf der 725-Meter-Ebene liegt im Zeitraum vom 10. bis zum 17. Juni 2024 bei 5,4 Kubikmetern pro Tag. Am 18. Juni 2024 wird eine Fassungsrate von 6,52 Kubikmetern ermittelt. In den Bereichen der Gleitbogenausbaustrecke tropft es weiter und es bilden sich Pfützen. Die Magnesiumchlorid-, Kaliumchlorid- und Magnesiumsulfat-Konzentrationen und die Salzlösungsdichte nehmen wieder leicht ab, während die Natriumchlorid- und Calciumsulfat-Konzentrationen wieder leicht zunehmen.

Die Pegelstandsmessungen in der Bohrung zur Einlagerungskammer 8 auf der 750-Meter-Ebene zeigen keine signifikanten Veränderungen im Messverlauf hin.

Vom 3. bis 10. Juni 2024 werden an der Hauptauffangstelle durchschnittlich 3,2 Kubikmeter Salzwasser pro Tag aufgefangen. Am 11. Juni liegt die ermittelte Fassungsrate bei 3 Kubikmetern am Tag. Bei der Dichte und der chemischen Zusammensetzung gibt es keine signifikanten Veränderungen.

Auf der 700-Meter-Ebene ist das Abpumpen aus den Bohrlöchern aufgrund von Bohrarbeiten aktuell pausiert.

Auf der 725-Meter-Ebene werden im Bereich Abbau 3 im Zeitraum vom 3. bis 10. Juni 2024 durchschnittlich 4,8 Kubikmeter Salzwasser pro Tag aufgefangen. Am 11. Juni 2024 beträgt die Fassungsrate rund 3,8 Kubikmeter am Tag. In den Bereichen der Gleitbogenausbaustrecke tropft es weiter und es bilden sich Pfützen. Die Dichte und die chemische Zusammensetzung des gefassten Salzwassers haben sich geändert. Die Magnesiumchlorid-, Kaliumchlorid- und Magnesiumsulfat-Konzentrationen und die Salzlösungsdichte nehmen wieder leicht ab, während die Natriumchlorid- und Calciumsulfat-Konzentrationen wieder leicht zunehmen.

Am 10. Juni 2024 leiten Mitarbeiter*innen der BGE Stickstoff in die Bohrung Richtung Einlagerungskammer 8 ein. Der Stickstoff verdrängt explosionsfähige Gase, sodass Geräte zum Erfassen des Pegelstandes in die Bohrung eingesetzt werden können. Der neu gemessene Pegelstand zeigt keine signifikanten Auffälligkeiten im Messverlauf.

Vom 27. Mai bis 3. Juni 2024 werden rund 26 Kubikmeter Salzwasser von der Hauptauffangstelle auf der 658-Meter-Ebene in das Speicherbecken auf der 490-Meter-Ebene gepumpt. Das entspricht einem Durchschnitt von rund 3,7 Kubikmetern am Tag. Im genannten Zeitraum wurden Fassungsraten zwischen 3,9 Kubikmetern am 27. Mai und minimal 3,2 Kubikmeter am 31. Mai 2024 erfasst. Am 3. Juni liegt die ermittelte Fassungsrate wieder bei 3,3 Kubikmetern am Tag. Bei der Dichte und der chemischen Zusammensetzung gibt es keine signifikanten Veränderungen.

Auf der 700-Meter-Ebene werden aus dort erstellten Bohrungen vom 27. Mai bis zum 30. Mai 2024 täglich rund 1,25 Kubikmeter Salzwasser aufgefangen. Das Abpumpen der Bohrlöcher ist aufgrund von Bohrarbeiten aktuell gestundet.

Auf der 725-Meter-Ebene werden im Bereich Abbau 3 im Zeitraum vom 27. Mai bis 3. Juni 2024 durchschnittlich 4,2 Kubikmeter Salzwasser pro Tag aufgefangen. Am 3. Juni 2024 beträgt die Fassungsrate 4,6 Kubikmeter am Tag. In den Bereichen der Gleitbogenausbaustrecke tropft es weiter und es bilden sich Pfützen. Die Dichte und die chemische Zusammensetzung der gefassten Salzlösungen haben sich im Vergleich zur Vorwoche nicht wesentlich verändert.

Das Erfassen des Pegelstandes vor der Einlagerungskammer 8 auf der 750-Meter-Ebene ist aktuell gestundet. Ende April kam es hier zu einer Geruchsbildung. Bei nachfolgenden Messungen konnte Wasserstoff im Bohrloch nachgewiesen werden. Die BGE hat das Messprogramm nun um die Auswertung von Gasen erweitert, um Veränderungen feststellen zu können. Die Pegelmessungen werden zeitnah wieder aufgenommen.

Vom 22. bis 27. Mai 2024 wurden rund 12 Kubikmeter von der Hauptauffangstelle auf der 658-Meter-Ebene in das Speicherbecken auf der 490-Meter-Ebene gepumpt. Das entspricht einem Durchschnitt von rund 1,7 Kubikmetern am Tag. Seit dem 16. Mai steigt die Fassungsrate von minimal 2,12 Kubikmetern am 15. Mai 2024 auf 4,2 Kubikmeter am 25. Mai 2024. Die aktuell ermittelte Fassungsrate liegt bei 3,9 Kubikmetern am Tag. Bei der Dichte und der chemischen Zusammensetzung gibt es keine signifikanten Veränderungen. Auf der 700-Meter-Ebene werden vom 13. bis 25. Mai 2024 zusätzlich rund 18.830 Liter Salzlösung aus einer dort erstellten Bohrung abgepumpt.

Im Bereich Abbau 3 auf der 725-Meter-Ebene werden im Zeitraum vom 21. bis zum 27. Mai 2024 durchschnittlich 4,3 Kubikmeter Salzwasser pro Tag aufgefangen. Die Fassungsrate ist weiter ansteigend. Am 25. Mai 2024 steigt die tägliche Fassungsrate bis auf 4,8 Kubikmeter. Aktuell beträgt die Fassungsrate rund 4,3 Kubikmeter am Tag. In den Bereichen der Gleitbogenstrecke bilden sich weiterhin Tropfstellen und Pfützen. Die Tropfmengen sind vergleichbar mit denen der Vorwoche. Die Dichte und die chemische Zusammensetzung der gefassten Salzlösungen haben sich signifikant geändert. Die Magnesiumchlorid-, Kaliumchlorid- und Magnesiumsulfat-Konzentrationen und die Salzlösungsdichte haben zugenommen, stagnieren jedoch derzeit. Die Natriumchlorid- und Caliumsulfat-Konzentrationen nehmen dagegen wieder ab.

Die gemessenen Pegelstände vor den Einlagerungskammern 4 und 8 auf der 750-Meter-Ebene zeigen keine signifikanten Auffälligkeiten im Messverlauf. In der Bohrung zu einer Messstelle in 750 Metern Tiefe kam es Ende April zu einer Geruchsbildung. Daher wurden die Untersuchungen auf Wasserstoff und weitere Gase erweitert. Erste Messungen ergaben keine besonderen Auffälligkeiten. Bei nachfolgenden Messungen verdichteten sich die Hinweise auf das Vorhandensein von Wasserstoff. Die BGE hat das Messprogramm nun um die Auswertung von Gasen erweitert, um Veränderungen feststellen zu können.

Am 27. Mai 2024 berichtete die BGE über den Besuch von Iris Graffunder, Vorsitzende der Geschäftsführung, im niedersächsischen Umweltausschuss. Im Mittelpunkt stand dabei der Bericht über die aktuelle Entwicklung des Salzwasserzutritts in die Schachtanlage Asse II. Gemeinsam mit Dr. Ralf Holländer, der in der BGE die Abteilung Geowissenschaften leitet, informierten sie die Abgeordneten über die derzeitige Situation und über weitere Themen zur Rückholung.

Vom 10. bis 21. Mai 2024 wurden rund 30 Kubikmeter von der Hauptauffangstelle auf der 658-Meter-Ebene in das Speicherbecken auf der 490-Meter-Ebene gepumpt. Das entspricht einem Durchschnitt von rund 2,7 Kubikmetern am Tag. Am 22. Mai 2024 beträgt die tägliche Fassungsrate rund 3,4 Kubikmeter. Die Menge des gesammelten Salzwassers steigt damit derzeit wieder an. Die Expert*innen der BGE prüfen die Ursachen dafür. Bei der Dichte und der chemischen Zusammensetzung gibt es keine signifikanten Veränderungen.

Auf der 700-Meter-Ebene werden vom 13. bis 22. Mai 2024 zusätzlich rund 11.725 Liter Salzlösung aus einer dort erstellten Bohrung abgepumpt.

Im Bereich Abbau 3 auf der 725-Meter-Ebene werden im Zeitraum vom 14. bis zum 22. Mai 2024 durchschnittlich 2,4 Kubikmeter Salzwasser pro Tag aufgefangen. Die Fassungsrate ist weiter ansteigend. Am 22. Mai 2024 beträgt die tägliche Fassungsrate rund 4,3 Kubikmeter. In den Bereichen der Gleitbogenstrecke bilden sich weiterhin vermehrt Tropfstellen und Pfützen. Die Dichte und die chemische Zusammensetzung der gefassten Salzlösungen haben sich signifikant geändert. Die Magnesiumchlorid-, Kaliumchlorid- und Magnesiumsulfat-Konzentrationen und die Salzlösungsdichte nehmen zu, während die Natriumchlorid- und Caliumsulfat-Konzentrationen abnehmen.

Die gemessenen Pegelstände vor den Einlagerungskammern 4 und 8 auf der 750-Meter-Ebene zeigen keine signifikanten Auffälligkeiten im Messverlauf.

Aktuelle Arbeiten: Im Bereich der Gleitbogenausbaustrecke auf der 725-Meter-Ebene ist Schotter aus in den Boden gefrästen Kanälen komplett geräumt. Damit soll ein besserer Ablauf gewährleistet werden. Gleichzeitig werden weitere Maßnahmen geprüft, mit denen Lösung oberhalb der 725-Meter-Ebene gefasst werden soll.

Seit mehreren Wochen arbeitet eine sogenannte Task-Force bestehend aus Expert*innen verschiedener Fachrichtungen zusammen, um den veränderten Lösungszutritt zu bewerten und um Maßnahmen einzuleiten, die den sicheren Betrieb des Bergwerks weiter gewährleisten. Am 17. Mai 2024 tagte erstmals auch ein Krisenstab unter Leitung der Geschäftsführung, um alle Maßnahmen und deren Wirksamkeit zu verfolgen und Weichen für die nächsten Schritte zu stellen.

Am 9. April berichtete die BGE, dass sie die Sanierung der Hauptauffangstelle beim Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) beantragt hat. Dazu sollen zuerst die Lage und der Zustand der Folienabdichtung aus dem Jahre 1996/1997 erkundet sowie der tiefste Punkt der Abdichtung ermittelt werden. Anschließend sollen Bergleute von unten einen Zugang zu diesem tiefsten Punkt schaffen und eine neue Ableitung der aufzufangenden Salzwassermenge einbauen.

Um bereits mit vorbereitenden Arbeiten beginnen zu können, hat die BGE einen Antrag auf Teilzulassung gestellt. Damit soll ermöglicht werden, eine Strecke zum nördlichen Stoß des Abbaus 3 auf der 658-Meter-Ebene aufzufahren und den Gebirgsbereich bohrtechnisch zu erkunden.

Vom 6. bis 13. Mai 2024 wurden rund 17 Kubikmeter von der Hauptauffangstelle auf der 658-Meter-Ebene in das Speicherbecken auf der 490-Meter-Ebene gepumpt. Das entspricht einem Durchschnitt von rund 2,4 Kubikmetern am Tag. Am 14. Mai 2024 beträgt die tägliche Fassungsrate nur noch 2,3 Kubikmeter. Bei der Dichte und der chemischen Zusammensetzung gab es keine signifikanten Veränderungen. 

Auf der 700-Meter-Ebene werden vom 13. Mai bis 14. Mai 2024 zusätzlich rund 2.500 Liter Salzlösung aus einer dort erstellten Bohrung abgepumpt.

Weiter ansteigend ist die Fassungsrate im Bereich Abbau 3 auf der 725-Meter-Ebene. Hier wurden im Zeitraum vom 7. Mai bis zum 14. Mai 2024 durchschnittlich 2,4 Kubikmeter Salzwasser pro Tag aufgefangen. Aktuell liegt die Fassungsrate bei 2,7 Kubikmetern pro Tag. In den Bereichen der Gleitbogenstrecke sind zudem vermehrt Tropfstellen und Pfützenbildung zu erkennen. Die Dichte und die chemische Zusammensetzung der gefassten Salzlösungen haben sich signifikant geändert. Die Magnesiumchlorid-, Kaliumchlorid- und Magnesiumsulfat-Konzentrationen und die Salzlösungsdichte nehmen zu, während die Natriumchlorid- und Caliumsulfat-Konzentrationen abnehmen.

Die gemessenen Pegelstände vor den Einlagerungskammern 4 und 8 auf der 750-Meter-Ebene zeigen keine signifikanten Auffälligkeiten im Messverlauf.

Aktuelle Arbeiten: Im Bereich Abbau 3 auf der 725-Meter-Ebene wird Schotter aus in den Boden gefrästen Kanälen geräumt. Damit soll ein besserer Ablauf gewährleistet werden. Gleichzeitig werden weitere Maßnahmen geprüft, mit denen Lösung oberhalb der 725-Meter-Ebene gefasst werden kann.  
 

Die BGE berichtet darüber, dass der Zufluss von Salzwasser auf der 725-Meter-Ebene ansteigt.
Während die Menge des aufgefangenen Salzwassers im Bereich der Hauptauffangstelle auf der 658-Meter-Ebene weiter zurückgeht, ist in tieferliegenden Bereichen auf der 725-Meter-Ebene ein deutlicher Anstieg zu beobachten. 

Rund 36 Kubikmeter Salzwasser wurden vom 29. April bis zum 6. Mai von der Hauptauffangstelle in das Speicherbecken auf der 490-Meter-Ebene gepumpt. Das entspricht einem Durchschnitt von rund 5,1 Kubikmetern am Tag. Am 7. Mai beträgt die tägliche Fassungsrate nur noch 4,3 Kubikmeter. Bei der Dichte und der chemischen Zusammensetzung gab es keine signifikanten Veränderungen. 

Seit dem 19. April 2024 steigt die Fassungsrate im Bereich Abbau 3 auf der 725-Meter-Ebene stärker an. Im Zeitraum vom 29. April bis 7. Mai 2024 wurden hier durchschnittlich 1,8 Kubikmeter pro Tag aufgefangen. Am 7. Mai 2024 liegt die Fassungsrate bei 1,97 Kubikmetern. Die Dichte und die chemische Zusammensetzung der gefassten Salzlösungen haben sich signifikant geändert. Die Magnesiumchlorid-, Kaliumchlorid- und Magnesiumsulfat-Konzentrationen und die Salzlösungsdichte nehmen zu, während die Natriumchlorid- und Caliumsulfat-Konzentrationen abnehmen. 

Die gemessenen Pegelstände vor den Einlagerungskammern 4 und 8 auf der 750-Meter-Ebene zeigen keine signifikanten Auffälligkeiten im Messverlauf.

Vom 24. bis 30. April wurden rund 31 Kubikmeter von der Hauptauffangstelle in das Speicherbecken auf der 490-Meter-Ebene gepumpt. Das entspricht einem Durchschnitt von rund 6,2 Kubikmetern am Tag. Am 30. April beträgt die tägliche Fassungsrate noch 5,8 Kubikmeter. Damit liegt sie erstmalig unter der 6-Kubikmeter-Marke. Bei der Dichte und der chemischen Zusammensetzung gab es keine signifikanten Veränderungen.

Im gleichen Zeitraum werden im Abbau 3 auf der 725-Meter-Sohle durchschnittlich 1,34 Kubikmeter pro Tag aufgefangen. Seit dem 19. April 2024 steigt die Fassungsrate stärker an und beträgt am 30. April 1,57 Kubikmeter pro Tag. Die Dichte und die chemische Zusammensetzung der gefassten Salzlösungen haben sich geringfügig geändert. Die Magnesiumchlorid-, Kaliumchlorid- und Magnesiumsulfat-Konzentrationen und die Salzlösungsdichte nehmen leicht zu, während die Natriumchlorid- und Caliumsulfat-Konzentrationen leicht abnehmen.

Die gemessenen Pegelstände vor den Einlagerungskammern 4 und 8 auf der 750-Meter-Ebene zeigen keine Auffälligkeiten.
 

Vom 15. bis 24. April wurden rund 58 Kubikmeter von der Hauptauffangstelle in das Speicherbecken auf der 490-Meter-Ebene gepumpt. Das entspricht einem Durchschnitt von rund 6,4 Kubikmetern am Tag. Die Dichte und die chemische Zusammensetzung hat sich gegenüber vorher nicht signifikant verändert.

Im Abbau 3 auf der 725-Meter-Ebene werden in dieser Zeit durchschnittlich 0,92 Kubikmeter pro Tag aufgefangen. Seit dem 19. April 2024 steigt die Fassungsrate stärker an und beträgt aktuell 1,24 Kubikmeter pro Tag. Die Dichte und die chemische Zusammensetzung der gefassten Salzlösungen haben sich geringfügig geändert. Die Magnesiumchlorid-, Kaliumchlorid- und Magnesiumsulfat-Konzentrationen und die Salzlösungsdichte nehmen leicht zu, während die Natriumchlorid- und Caliumsulfat-Konzentrationen leicht abnehmen.

Messungen der Pegelstände vor den Einlagerungskammern 4 und 8 auf der 750-Meter-Ebene zeigen keine Auffälligkeiten.

Vom 9. bis 15. April wurden rund 48 Kubikmeter von der Hauptauffangstelle in das Speicherbecken auf der 490-Meter-Ebene gepumpt. Das entspricht einem Durchschnitt von rund 6,9 Kubikmetern am Tag. Bei der Dichte und der chemischen Zusammensetzung gibt es keine signifikanten Veränderungen.

Im Abbau 3 auf der 725-Meter-Ebene werden in dieser Zeit durchschnittlich 0,73 Kubikmeter pro Tag aufgefangen. Die Dichte und die chemische Zusammensetzung der gefassten Salzlösungen haben sich geringfügig geändert. Die Magnesiumchlorid-, Kaliumchlorid- und Magnesiumsulfat-Konzentrationen und die Salzlösungsdichte nehmen leicht zu, während die Natriumchlorid- und Caliumsulfat-Konzentrationen leicht abnehmen.

Messungen der Pegelstände vor den Einlagerungskammern 4 und 8 auf der 750-Meter-Ebene zeigen keine Auffälligkeiten.

Vom 3. bis 8. April werden rund 48 Kubikmeter von der Hauptauffangstelle in ein Speicherbecken auf der 490-Meter-Ebene gepumpt. Das entspricht einem Durchschnitt von rund 8,0 Kubikmetern am Tag. Bei der Dichte und der chemischen Zusammensetzung gibt es keine signifikanten Veränderungen.

Im Abbau 3 auf der 725-Meter-Ebene werden in dieser Zeit durchschnittlich 0,72 Kubikmeter pro Tag aufgefangen. Die Dichte und die chemische Zusammensetzung der gefassten Salzlösungen sind derzeit unauffällig.

Die BGE berichtet darüber, dass sie die Sanierung der Hauptauffangstelle beim Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) beantragt hat. Seit Anfang März 2024 ist die Menge des täglich aufgefangenen Salzwassers an der Hauptauffangstelle auf durchschnittlich 8 Kubikmeter gesunken. Einen vergleichbaren Anstieg auf der 725-Meter-Ebene wie ein Jahr zuvor gibt es nicht. Die Ursachen des veränderten Salzwasserzutritts sind nicht bekannt.

Vom 26. März bis 2. April werden rund 71 Kubikmeter von der Hauptauffangstelle in ein Speicherbecken auf der 490-Meter-Ebene gepumpt. Das entspricht einem Durchschnitt von rund 8,9 Kubikmetern am Tag. Bei der Dichte und der chemischen Zusammensetzung gibt es keine signifikanten Veränderungen.

Im Abbau 3 auf der 725-Meter-Ebene werden in dieser Zeit durchschnittlich 0,65 Kubikmeter pro Tag aufgefangen. Die Dichte und die chemische Zusammensetzung der gefassten Salzlösungen sind derzeit unauffällig.

Vom 19. bis 25. März werden rund 65 Kubikmeter von der Hauptauffangstelle in ein Speicherbecken auf der 490-Meter-Ebene gepumpt. Das entspricht einem Durchschnitt von rund 9,3 Kubikmetern am Tag. Bei der Dichte und der chemischen Zusammensetzung gibt es keine signifikanten Veränderungen.

Im Abbau 3 auf der 725-Meter-Ebene werden in dieser Zeit durchschnittlich 0,62 Kubikmeter pro Tag aufgefangen. Die Dichte und die chemische Zusammensetzung der gefassten Salzlösungen sind derzeit unauffällig.

Vom 12. bis 18. März werden rund 73 Kubikmeter von der Hauptauffangstelle in ein Speicherbecken auf der 490-Meter-Ebene gepumpt. Das entspricht einem Durchschnitt von rund 10,4 Kubikmetern am Tag. Bei der Dichte und der chemischen Zusammensetzung gibt es keine signifikanten Veränderungen.

Im Abbau 3 auf der 725-Meter-Ebene werden in dieser Zeit durchschnittlich 0,54 Kubikmeter pro Tag aufgefangen. Die Dichte und die chemische Zusammensetzung der gefassten Salzlösungen sind derzeit unauffällig.

Vom 5. bis 11. März werden rund 75 Kubikmeter von der Hauptauffangstelle in ein Speicherbecken auf der 490-Meter-Ebene gepumpt. Das entspricht einem Durchschnitt von rund 10,7 Kubikmetern am Tag. Bei der Dichte und der chemischen Zusammensetzung gibt es keine signifikanten Veränderungen.

Im Abbau 3 auf der 725-Meter-Ebene werden in dieser Zeit durchschnittlich 0,49 Kubikmeter pro Tag aufgefangen. Die Dichte und die chemische Zusammensetzung der gefassten Salzlösungen sind derzeit unauffällig.

Im Zugangsbereich der Hauptfassungsstelle fanden Reparaturarbeiten an der Dichtungsbahn statt. Im gesicherten Zugangsbereich wurde die Kunststoffdichtungsbahn freigelegt, die sich durch die Verformungen in diesem Bereich aufgefaltet hat. Diese Falten werden entfernt, die Dichtungsbahn wieder glatt verlegt und verschweißt. Des Weiteren wurden im Laufe der Arbeiten die Drainagerohre im Osten und in der Mitte vom Sorelbeton befreit. Das östliche und das mittlere Rohr wurden inzwischen mit einem Endoskop befahren. Das östliche Rohr konnte bis rund 4,5 Meter, das mittlere bis rund 3,2 Meter mit einem Endoskop (Durchmesser 8 Millimeter) befahren werden. Aufgrund des geringen verbliebenen Querschnitts war keine weitere Befahrung mit dem Endoskop möglich. Die Rohre waren in diesem Bereich trocken.

Im Zuge der Arbeiten wurde das freiliegende westliche Drainagerohr geschützt, aus dem die Lösung derzeit abgeleitet wird.

Es wurden aus dem gesicherten Bereich fünf Firstkontrollbohrungen Richtung Süden gestoßen. Zwei weitere Firstkontrollbohrungen wurden erstellt. Radarmessungen und Kamerabefahrungen in den Bohrungen sind am 8. März 2024 erfolgt und werden derzeit ausgewertet.

Die BGE aktualisiert ihre Meldung zu den Zutrittsmengen. Die täglich gefasste Menge Salzwasser beträgt vom 27. Februar bis 4. März im Durchschnitt 11,1 Kubikmeter. Im gleichen Zeitraum werden auf der 725-Meter-Ebene täglich rund 0,48 Kubikmeter Lösung aufgefangen. Die Dichte und die chemische Zusammensetzung der Lösungen ist auf der 658-Meter-Ebene und der 725-Meter-Ebene unverändert.

Die BGE berichtet zudem in der Veranstaltungsreihe "Betrifft: Asse" über die derzeitige Situation des Salzwasserzutritts. Bereichsleiter Jens Köhler gibt einen Einblick in die aktuelle Entwicklung und die laufenden Arbeiten, um mehr Informationen über die Hintergründe des veränderten Salzwasserzutritts zu erhalten. Die Nachberichterstattung zur Veranstaltung mit allen Vortragsfolien sowie einer Aufzeichnung der Veranstaltung finden Sie in der Meldung vom 13. März 2024.

Die BGE aktualisiert ihre Meldung zu den Zutrittsmengen. Die täglich gefasste Menge Salzwasser beträgt vom 19. Februar bis 26. Februar im Durchschnitt 11,6 Kubikmeter. Im gleichen Zeitraum werden auf der 725-Meter-Ebene täglich rund 0,47 Kubikmeter Lösung aufgefangen. Die Dichte und die chemische Zusammensetzung der Lösungen ist auf der 658-Meter-Ebene und der 725-Meter-Ebene unverändert.

Anfang Februar berichtet die BGE, dass die sogenannte Untere Meldeschwelle unterschritten wurde. Mit Zulassen des Hauptbetriebsplans hat das Bergamt Meldeschwellen für die Zutrittsrate definiert. Eine obere Meldeschwelle für den Fall, dass der Lösungszutritt zunimmt und eine untere Meldeschwelle, falls der Lösungszutritt abnimmt. Wird eine der Meldeschwellen erreicht, informiert die BGE unverzüglich die zuständigen Genehmigungs- und Aufsichtsbehörden. Das Vorgehen stellt sicher, dass alle zuständigen Stellen unmittelbar über die aktuelle Situation informiert sind und gegebenenfalls gemeinsam Maßnahmen einleiten können. Die Menge des aufgefangenen Salzwassers liegt bei 10,8 Kubikmetern. Die BGE berichtet den Aufsichts- und Genehmigungsbehörden wöchentlich über die Situation. Weitere Informationen finden Sie in der entsprechenden Meldung.

Die BGE aktualisiert ihre Meldung zu den Zutrittsmengen. Die täglich gefasste Menge Salzwasser beträgt vom 12. Februar bis 19. Februar im Durchschnitt 11,7 Kubikmeter. Im gleichen Zeitraum werden auf der 725-Meter-Ebene täglich rund 0,47 Kubikmeter Lösung aufgefangen. Die Dichte und die chemische Zusammensetzung der Lösungen ist auf der 658-Meter-Ebene und der 725-Meter-Ebene unverändert.

Die BGE aktualisiert ihre Meldung zu den Zutrittslösungen. Die täglich gefasste Menge Salzwasser beträgt vom 5. Februar bis 15. Februar im Durchschnitt 11,6 Kubikmeter. Im gleichen Zeitraum werden auf der 725-Meter-Ebene täglich rund 0,48 Kubikmeter Lösung aufgefangen. Das ist ein leichter Anstieg verglichen mit den 0,34 Kubikmetern im Dezember 2023. Die Dichte und die chemische Zusammensetzung der Lösungen ist auf der 658-Meter-Ebene und der 725-Meter-Ebene unverändert.

Im Kalenderjahr 2023 wurden insgesamt rund 4.700 Kubikmeter Salzwasser an der Hauptauffangstelle aufgefangen. Das Salzwasser wurde in 19 Chargen an die chemische Industrie abgegeben. Dort werden sie weiterverwertet. Das Salzwasser ist radiologisch unbedenklich. Weitere Informationen finden Sie in der Meldung vom 7. Februar 2024.

Ende Januar berichtet die BGE, dass die sogenannte "untere Meldeschwelle" unterschritten wurde. Mit Zulassen des Hauptbetriebsplans hat das Bergamt Meldeschwellen für die Zutrittsrate definiert. Eine obere Meldeschwelle für den Fall, dass der Lösungszutritt zunimmt und eine untere Meldeschwelle, falls der Lösungszutritt abnimmt. Wird eine der Meldeschwellen erreicht, informiert die BGE unverzüglich die zuständigen Genehmigungs- und Aufsichtsbehörden. Das Vorgehen stellt sicher, dass alle zuständigen Stellen unmittelbar über die aktuelle Situation informiert sind und gegebenenfalls gemeinsam Maßnahmen einleiten können. Die Menge des aufgefangenen Salzwassers liegt bei 10,8 Kubikmetern. Die BGE berichtet den Aufsichts- und Genehmigungsbehörden wöchentlich über die Situation. Weitere Informationen finden Sie in der entsprechenden Meldung.

Bereits seit dem Jahreswechsel 2022/2023 bereitete der Salzwasserzutritt in der Schachtanlage Asse II der BGE Sorgen. Ein Rückgang der gesammelten Menge an der Hauptauffangstelle geht mit einem Anstieg der gesammelten Menge auf der 725-Meter-Ebene in der Gleitbogenausbaustrecke im Bereich des Abbaus 3 einher. Rückgang und Zunahme sind in einer vergleichbaren Größenordnung. Dichte und Zusammensetzung der Lösung sind unverändert. Ende November schließt die BGE eine fortlaufende Berichterstattung mit der Meldung ab, dass Fassungsraten wieder bestimmt werden können, das System jedoch fragil bleibt.

Entwicklung Gleitbogenausbaustrecke auf der 725-Meter-Ebene

Fragen und Antworten

Seit 1988 fließt Salzwasser in die Schachtanlage Asse II. Bisher ist ein Großteil davon in 658 Meter Tiefe in der so genannten Hauptauffangstelle gesammelt worden. Das Salzwasser wird im Anschluss auf eine mögliche radiologische Belastung geprüft und nach über Tage gepumpt. Seit Anfang des Jahres hat sich das verändert. Aktuell wird an mehreren Stellen unterhalb von 658 Metern mehr Salzwasser eingefangen als in der Hauptauffangstelle.

Die meisten radioaktiven Abfälle liegen in 750 Metern Tiefe. Sie liegen in den früheren Abbaukammern des mehr als 100 Jahre alten ehemaligen Salzbergwerks. Dort wird mit einem Messprogramm kontrolliert, ob Salzwasser mit den Abfällen in Berührung kommt und so kontaminiert wird. Die Messungen auf der 750-Meter-Ebene geben derzeit keine Hinweise darauf, dass es einen Anstieg kontaminierter Lösungen gibt.

Es gibt keine Hinweise darauf, dass kontaminiertes Salzwasser bis an die Tagesoberfläche gelangt. Dies ist unmittelbar auch nicht zu erwarten. Radioaktive Stoffe könnten nach aktuellem Kenntnisstand erst nach mehreren hundert Jahren die Tagesoberfläche erreichen.

Wie hoch eine mögliche Strahlenbelastung in Zukunft wäre, kann nicht im Detail berechnet werden, weil das vom exakten Freisetzungsverlauf abhängt. Die mögliche Bandbreite der Szenarien reicht von einer Belastung unterhalb zulässiger Grenzwerte bis zu einer geringfügigen Grenzwertüberschreitung. Von einer großflächigen Evakuierung ist nicht auszugehen.

Die BGE verfolgt die Rückholung der radioaktiven Abfälle weiter. Die Planungen werden fortgeführt.

Wie sich das aktuelle Geschehen auf die Rückholplanung auswirken wird, kann die BGE erst dann beantworten, wenn noch mehr Kenntnisse über den Verlauf des aktuellen Ereignisses vorliegen und die Planung entsprechend überprüft worden ist. Seit Jahren setzt die BGE bereits Vorsorgemaßnahmen zur Stabilisierung des Bergwerks um. Diese Vorsorgemaßnahmen sind Teil der Notfallplanung und sind eine Voraussetzung für die Rückholung der radioaktiven Abfälle.

Die Gegenflutung des Bergwerks ist Teil der geplanten Notfallmaßnahmen der Notfallplanung. Die Maßnahmen werden umgesetzt, wenn der Lösungszutritt so stark zunimmt, dass er technisch nicht mehr beherrschbar ist. Dies ist derzeit nicht der Fall.

Aktuell arbeiten sich Bergleute schrittweise im gesicherten Bereich in die Hauptauffangstelle auf der 658-Meter-Ebene vor, um mögliche zugängliche Schadstellen der Auffangfolie ausfindig zu machen und entsprechende Reparaturmaßnahmen vorzunehmen.

Bereits im April 2024 hat die BGE die komplette Sanierung der Hauptauffangstelle auf der 658-Meter-Ebene beantragt. Dieses Vorhaben wird weiterverfolgt. Der Antrag ist beim zuständigen Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) eingereicht. Die BGE hat im Rahmen dessen beim LBEG beantragt, mit den notwendigen Erkundungsarbeiten im Vorfeld der Sanierung auf Basis einer Teilgenehmigung bereits zu beginnen.

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