Aktuelle Arbeiten – Endlager Konrad
Übersicht über die wesentlichen Arbeiten im März 2026
Bau des Fundaments für den Abluftkamin (Diffusor)
Für den Betrieb eines Bergwerks wird unablässig frische Luft von außen benötigt. Für die benötigte Menge reicht der natürlich vorhandene Luftstrom zwischen den beiden Schächten nicht aus. Deshalb muss permanent Luft über große Lüfter durch das Bergwerk geleitet werden. Das ist auch beim Bergwerk Konrad so.
Für den späteren Betrieb des Endlagers Konrad werden die aktuell dafür genutzten Lüfter unter Tage durch einen zentralen Lüfter über Tage ersetzt. Das bedeutet, dass zum einen ein sehr großer Lüfter benötigt wird und zum anderen, dass ein Diffusor errichtet werden muss. Über ihn wird die Luft ins Freie abgeführt.
Der Diffusor ist eine Art Abluftkamin, dessen Öffnung sich nach oben hin weitet. Er dient dazu, den starken Luftstrom in einen sanfteren Luftzug umzuwandeln. Das ist ähnlich wie bei einem Diffusor-Aufsatz für einen Fön, bloß ein paar Nummern größer. Im Bergbaubetrieb erfüllt der Diffusor mehrere wesentliche Aufgaben: Er reduziert die Lautstärke der ausströmenden Luft, verbessert den Wirkungsgrad des Lüfters und sorgt durch seine Höhe für eine bessere Vermischung der Abluft mit der Umgebungsluft.
Für den Bau der Fundamente des Lüfters wird eine Menge Stahl und Beton benötigt. Die Last des enormen Gewichts des Lüfters muss aufgenommen und verteilt auf den Boden übertragen werden. Beim Diffusor dient das Fundament als Verbindung zwischen dem Abluftkanal und dem eigentlichen Diffusor, der daraufgesetzt wird.
Die oberirdischen Gebäude des Endlagers Konrad unterliegen hohen Qualitätsanforderungen, die beispielsweise am Bau der massiven Fundamente erkennbar sind. Sie sind für einen erhöhten Erdbebenschutz ausgelegt.
Wesentliche Arbeiten
Schachtgelände Konrad 1
Zum Schachtgelände Konrad 1 gehören alle Bauwerke sowie das eingezäunte Werksgelände um den Schacht Konrad 1.
- Bauleute errichten einen zusätzlichen Kanal zur Entsorgung des Niederschlagswassers.
- Bauleute heben einen Graben für Rohrleitungen aus, um die Werkstatt an die Löschwasserleitung anzuschließen.
Schachtbau Konrad 2
Die Schachtröhre von Schacht Konrad 2 muss vor dem Neubau der Seilfahrtanlage qualifiziert und an einigen Stellen erweitert werden.
- Bergleute errichten im mittleren Bereich der Umladestation (Füllort 2. Sohle) in 850 Metern Tiefe die Bewehrung und betonieren diese in mehreren Abschnitten. Für die anstehenden Betonagen der höheren Bereiche und den Ringschluss stellen sie ein Traggerüst im schachtnahen Bereich auf.
- Bergleute schließen den Einbau der Fahrbahn im schachtnahen Bereich der Umladestation ab.
Schachtgelände Konrad 2
Zur Schachtanlage Konrad 2 gehören alle Bauwerke sowie das eingezäunte Werksgelände um den Schacht Konrad 2.
- Eine Baufirma führt im Bereich der Zufahrtsstraße und des Mitarbeiterparkplatzes Erdarbeiten durch. Sie dienen zur Verlegung einer Druckwasserrohrleitung zur Ableitung von Grubenwassern.
- Ein Dienstleister beginnt in mehreren eingezäunten Bereichen außerhalb der Schachtanlage mit der Pflanzung von Bäumen und Sträuchern. Die Anpflanzungen sind Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen im Rahmen der Errichtung des Endlagers Konrad.
- Mitarbeiter*innen einer Baufirma setzen die Fundamentarbeiten am Bauabschnitt A2 der Umladehalle fort. Bauleute führen die Arbeiten am Lüftergebäude fort. Ein Schwerpunkt bildet die Vorbereitung für die Betonage des Abluftkamins (Diffusor).
Bergbauliche Arbeiten
Die Bergleute müssen durch ständige Kontrollen und Nachsorgearbeiten den sicheren Betrieb des Bergwerks Konrad gewährleisten.
- Fachleute montieren Entstaubungsrohre beim Betonwerk in 850 Metern Tiefe.
- Techniker*innen bauen für die spätere Nutzung einer Pumpzwischenstation die Motortechnik ein. Die Zwischenstation dient dazu, Baustoffe aus den Silos über Tage über Rohrleitungen zum Betonwerk unter Tage zu fördern. Sie gewährleistet den störungsfreien Transport über die Entfernung von drei Kilometern.
- Bauleute montieren an der Decke im Wartungsbereich der Werkstatt eine Laufschiene für einen Kran.
Im Gespräch
Im Rahmen unserer Öffentlichkeitsarbeit können sich alle interessierten Bürgerinnen und Bürger über das Endlager Konrad informieren und mit uns ins Gespräch kommen.
Darüber hinaus tauschen wir uns mit Fachleuten und Vertretern aus Politik und Gesellschaft aus und lassen diese Rückmeldungen in unsere Arbeit einfließen.
- Die Infostelle Konrad öffnet mittwochs und donnerstags von 10:00 bis 17:00 Uhr sowie nach Vereinbarung.
- Im März informierten Mitarbeiter*innen der Infostelle Konrad mehrere Schulklassen in der Region über die Entsorgung radioaktiver Abfälle.
- Am 18. März informierte die BGE bei der Veranstaltung „Betrifft: Konrad“ über den Stand des Projektes. Den Nachbericht können Sie in Kürze auf der BGE-Website lesen.
Mit der Übersicht zu den aktuellen Arbeiten bieten wir Ihnen einen regelmäßigen Überblick zu den wichtigsten Arbeiten und Meilensteinen im Endlager Konrad. Die Arbeiten sind den wesentlichen Projekten zugeordnet, um den Fortschritt der einzelnen Projekte nachvollziehbar zu dokumentieren.
Wir bitten zu beachten, dass nicht alle Arbeiten, die täglich über und unter Tage stattfinden, an dieser Stelle dokumentiert werden können. Bei Bedarf steht Ihnen das Team der Info Konrad gerne für weitere Auskünfte zur Verfügung.
