Aktuelle Arbeiten – Endlager Morsleben

Übersicht über die wesentlichen Arbeiten im November

Fahrbahnerneuerung hinter dem Mehrzweckgebäude

Am nördlichen Ende des Betriebsgeländes sanieren Fachkräfte die Verkehrswege. Der Bereich liegt hinter dem Mehrzweckgebäude und gehörte bis Mai 2022 zum übertägigen Kontrollbereich

Altersbedingt und durch die Rückbauarbeiten ist eine Erneuerung der Wege erforderlich. Das Bild zeigt den Stand der Arbeiten, nachdem die alte Fahrbahndecke abgetragen wurde.

Wesentliche Arbeiten

Sichere Stilllegung des Endlagers

Die BGE muss die Funktionalität von Stilllegungsmaßnahmen aufzeigen. Für die vertieften Planungen müssen Untersuchungen durchgeführt werden.

  • Die atomrechtliche Aufsichtsbehörde (BASE, externer Link) führt mit ihren Gutachtern eine Gesamtprüfung des Endlagers Morsleben durch. Für die Gesamtprüfung ist ein 5-jährlicher Rhythmus festgeschrieben. Die Abschlussbesprechung ist für Januar 2026 angesetzt, der Abschlussbericht wird im 1. Quartal 2026 erwartet. Insgesamt dauerte die Gesamtprüfung 2025 rund 1 Jahr.

    Die letzte Gesamtprüfung wurde 2020 erfolgreich abgeschlossen.


Gewährleistung der Betriebssicherheit

Bergleute müssen das Endlager nach Atom- und Bergrecht betreiben.

  • Schachtanlage Bartensleben, Kontrollbereich: Mitarbeiter*innen führen die vierteljährliche Funktionsprüfung einer Füllstandsmesseinrichtung durch. Die Messeinrichtung überwacht die Menge von Eindampfrückständen (EDR), die in Sammeltanks aufgefangen werden. Das sind Abwässer, die regulär bei Arbeiten im Kontrollbereich anfallen und daher auf radioaktive Belastung geprüft werden müssen. Die Prüfung ergab keine Auffälligkeiten. 

  • Schachtanlage Bartensleben: Fachkräfte aus dem Bergbau führen Baubesprechungen zum Abbau 1a durch. Hintergrund ist eine wesentliche Änderung der Dauerbetriebsgenehmigung vom 25. September 2025. Die Änderung beinhaltet die Außerbetriebnahme der Tropfenzählanlage und die anschließende Verfüllung des Abbaus 1a auf der 1. Sohle der Schachtanlage Bartensleben. Die Durchführung der Maßnahme soll im Jahr 2026 erfolgen.

  • Schachtanlage Marie: Am 27. November findet eine Grubenalarmübung statt. In dem Szenario rettet der Einsatztrupp zwei verletzte Personen aus dem Lager H. Nach dem erfolgreichen Transport durch Schacht Bartensleben nach über Tage ist die Übung innerhalb weniger Stunden erfolgreich abgeschlossen. 

Erhalt der Stilllegungsfähigkeit und Optimierung des Betriebes

Mittel- bis langfristig muss die BGE die Stilllegungsfähigkeit des Endlagers erhalten und den Betrieb optimieren.

  • Schachtanlage Bartensleben: Am nördlichen Ende des Betriebsgeländes sanieren Fachkräfte die Verkehrswege. 
     
  • Schachtanlage Marie: Bergleute setzen die Teilschnittmaschine ein, um die Südstrecke im Zugangsbereich zur ehemaligen Rüstungskammer Nummer 35 nachzuschneiden. Die Arbeiten haben das Ziel, die Infrastruktur im Altbergbaubereich zu verbessern.
     

Im Gespräch

Im Rahmen unserer Öffentlichkeitsarbeit können sich alle interessierten Bürger*innen über das Endlager Morsleben informieren und mit uns ins Gespräch kommen. Darüber hinaus tauschen wir uns mit Wissenschaftler*innen fachlich aus und lassen diese Rückmeldungen in unsere Arbeit einfließen.
 

  • Die Infostelle Morsleben hat mittwochs und donnerstags von 10:00 bis 17:00 Uhr geöffnet. An den weiteren Wochentagen öffnen die Mitarbeiter*innen die Infostelle nach Vereinbarung. Weitere Informationen zu den Angeboten finden Sie auf unserer Website zur Infostelle Morsleben.
     

Meldepflichtiges Ereignis

Betriebsstörungen oder Störfälle bis zu Unfällen sind den zuständigen Aufsichtsbehörden zu melden. Grundlage ist die Atomrechtliche Sicherheitsbeauftragten- und Meldeverordnung (AtSMV) in Verbindung mit der Meldeordnung des ERAM.
 

  • Entfällt.