Aktuelle Arbeiten – Endlager Konrad

Übersicht über die wesentlichen Arbeiten im Februar 2021
 

Schachtbau Konrad 1 Neben dem Neubau der beiden Seilfahrtanlagen muss auch die Schachtröhre von Schacht Konrad 1 saniert werden.

  • Ein Dienstleistungsunternehmen hat die neue Arbeitsbühne für die südliche Seilfahrtanlage in den Schacht aufgebaut und in den Schacht gehängt. Sachverständige überprüfen die Bühne.
     
  • Bergleute bringen im Umladebereich (Füllort) zwischen dem Schacht und der 5. Ebene (Sohle) zwei senkreche Bohrungen nieder. Die Bohrkerne dienen der Erkundung der Beschaffenheit des Bodens für neue Schachteinbauten.
     
Schachtgelände Konrad 1 Zum Schachtgelände Konrad 1 gehören alle Bauwerke sowie das eingezäunte Werksgelände um den Schacht Konrad 1.

  • Ein Dienstleistungsunternehmen beginnen mit der Einrichtung der Baugrube für das neuen Wachgebäudes (siehe Einblick).
     
  • Arbeiter setzen die Dachträger auf die Konstruktion für die temporäre Werkstatt und beginnen damit, das Dach einzudecken.
     
Schachtbau Konrad 2 Die Schachtröhre von Schacht Konrad 2 muss vor dem Neubau der Seilfahrtanlage saniert und an einigen Stellen erweitert werden.

  • Bergleute bringen auf der 2. Ebene in der Nische (Blindort) an der Umladestation die Außenschale ein.
     
Schachtgelände Konrad 2 Zur Schachtanlage Konrad 2 gehören alle Bauwerke sowie das eingezäunte Werksgelände um den Schacht Konrad 2.

  • Die Arbeitsgemeinschaften setzen die Arbeiten zur Errichtung des Betriebshofes und der Grubenwasser-Übergabestation fort.
     
  • Dienstleister setzen die Bohrungen zur Erfassungen der Bodeneigenschaften fort.
     
Bergbauliche Arbeiten Die Bergleute müssen durch ständige Kontrollen und Nachsorgearbeiten den sicheren Betrieb des Bergwerks Konrad gewährleisten.
  • Bergleute erstellen auf der 1. Ebene die Bohrungen in die Strecken 284 und 285. Eine der Bohrungen hat die Strecke 284 erreicht. Die Bohrung wird nun mit einem speziellen Bohrverfahren (Raisebohrverfahren) geweitet. Die Bohrungen verbinden zwei unterschiedliche Ebenen des Bergwerks und leiten die Luft von den Einlagerungsfeldern in die Abwettersammelstrecke.
     
  • Bergleute schließen das Verblasen von Feinerz in eine Verbindungsstrecke zwischen der 4. und 5. Ebene (Berg 550) ab. Die verfüllte Strecke wird nicht weiter benötigt.
     
Im Gespräch Im Rahmen unserer Öffentlichkeitsarbeit können sich alle interessierten Bürgerinnen und Bürger über das Endlager Konrad informieren und mit uns ins Gespräch kommen. Darüber hinaus tauschen wir uns mit Fachleuten und Vertretern aus Politik und Gesellschaft aus und lassen diese Rückmeldungen in unsere Arbeit einfließen.
  • Die Infostelle organisiert am 4. Februar die Betrifft: Konrad mit dem Thema „Rückblick 2020 und Ausblick 2021“. Rund 150 Gäste nehmen an der Onlineveranstaltung teil.
     
  • Die Infostelle ist aufgrund der aktuellen Corona-Lage geschlossen. Auch Besichtigungen unter Tage bleiben weiterhin ausgesetzt. Jederzeit sind Onlinevorträge nach Voranmeldung möglich.
     

Einblick

Der Bohrer wird exakt ausgerichtet, damit nachher der Abstand der Stahlträger stimmt

Bohrarbeiten für die Baugrube des neuen Wachgebäudes:

Die neue Wache ist neben der neuen Werkstatt und der Heizzentrale das letzte Gebäude, das noch fehlt, um die neuen Gebäude auf Konrad 1 fertigzustellen. In einem ersten Schritt wird aktuell das Fundament erstellt. Aufgrund der besonderen Lage des neuen Gebäudes ist das mit einem besonderen Aufwand verbunden.

Die Baugrube des neuen Wachgebäudes liegt in unmittelbarer Nähe zur Zufahrtsstraße auf das Gelände der Schachtanlage Konrad 1 sowie einiger Gebäude, wie dem Verwaltungs- und Sozialgebäude. Würde man wie bei Baugruben sonst üblich eine Böschung anlegen, hätte das nachteilige Auswirkungen auf die Straße und die Gebäude. So bleibt nur, senkrechte Wände zur Absicherung der Baugrube zu erstellen.

Um das zu ermöglichen, bohrt ein Team aus Bohrleuten zwischen dem 16. und 24. Februar 46 Löcher mit je 80 Zentimetern Durchmesser. Die Löcher verlaufen rings um die Baugrube und haben einen Abstand von rund 1,5 Metern. In sie werden rund 10 Meter lange Stahlträger gesetzt und verkeilt. Um die Stahlträger zu fixieren, wird der verbleibende Hohlraum mit Sand gefüllt.

Beim Aushub der Baugrube werden Bohlen jeweils zwischen zwei Stahlträgern eingefügt. So entsteht mit zunehmender Tiefe eine Wand, die lockeres Gestein davon abhält in die Baugrube zu rutschen. Die Bauleute nennen das „Berliner Verbau“. Die Baugrube wird rund vier Meter tief. Der Aushub beginnt am 1. März. Anschließend wird das Betonfundament erstellt.

Bis die Wache fertig errichtet ist und in Betrieb genommen werden kann werden nun noch rund 2 Jahre Bauzeit vergehen – sie soll Mitte des Jahres 2023 fertig sein.
 

Über die Aktuellen Arbeiten

Mit der Übersicht zu den aktuellen Arbeiten bieten wir Ihnen einen regelmäßigen Überblick zu den wichtigsten Arbeiten und Meilensteinen im Endlager Konrad. Die Arbeiten sind den wesentlichen Projekten zugeordnet, um den Fortschritt der einzelnen Projekte nachvollziehbar zu dokumentieren.

Wir bitten zu beachten, dass nicht alle Arbeiten, die täglich über und unter Tage stattfinden, an dieser Stelle dokumentiert werden können. Bei Bedarf steht Ihnen das Team der Info Konrad gerne für weitere Auskünfte zur Verfügung.


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