Aktuelle Arbeiten – Endlager Morsleben

Übersicht über die wesentlichen Arbeiten im September

Tag der offenen Tür in der Infostelle Morsleben

Mit dem Öffnen der Türen kamen direkt die ersten Besucher*innen in die Infostelle. Für einige Interessierte war es der erste Kontakt mit dem Endlager Morsleben und dem Thema schwach- und mittelradioaktive Abfälle, andere hatten konkrete Fragen zur Sicherheit, der geplanten Stilllegung oder der Geschichte des Endlagers. 

Insgesamt nahmen rund 170 Personen am 05. September das Angebot zum Tag der offenen Tür an. Darunter auch Mitarbeiter*innen des Endlagers und ehemalige Mitarbeiter*innen, die ihren Familien und Kindern das eigene Tätigkeitsfeld zeigen und näherbringen wollten. 

Erkunden und Entdecken

Eine Station mit verschiedenen Experimenten zog besonders Kinder und Jugendliche an. Die jungen Besucher*innen erkundeten beispielsweise die Eigenschaften von Wirtsgesteinen zur Endlagerung radioaktiver Abfälle. In einfachen Experimenten spürten sie Radioaktivität in Alltagsstoffen wie Pottasche auf und erfuhren, dass die Strahlung vom natürlich enthaltenen Kalium ausgeht. Eine Nebelkammer machte die umgebende natürliche Strahlung für die Besucher*innen sichtbar. Besucherfragen zum sicheren Umgang mit Radioaktivität beantworteten die Mitarbeiter*innen so in zahlreichen Gesprächen. 

Eine Rallye durch die historische Ausstellung der Infostelle weckte bei vielen Besucher*innen den Ehrgeiz. Auf der Suche nach den Antworten auf die teils kniffligen Fragen, entstanden viele Gespräche rund um die Themen sichere Endlagerung und die geplante Stilllegung des Endlagers.

Mit VR-Brillen ging es für die Besucher*innen virtuell nach unter Tage. Hier erkundeten die Besucher*innen eigenständig das rund 50 Kilometer lange Streckennetz des Bergwerks, zahlreiche Abbaukammern und Funktionsbereiche, wie die Werkstatt auf der zweiten oder den Kontrollbereich auf der vierten Sohle. 

Für das Gelingen des Tags der offenen Tür sorgte auch das kulinarische Angebot. Bei hausgemachtem Kuchen des Landfrauenverbands ließen die Besucher*innen ihre Eindrücke noch einmal auf sich wirken, bevor es wieder nach Hause ging.

Wesentliche Arbeiten

Sichere Stilllegung des Endlagers

Die BGE muss die Funktionalität von Stilllegungsmaßnahmen aufzeigen. Für die vertieften Planungen müssen Untersuchungen durchgeführt werden. 

  • Schachtanlage Bartensleben, 3. Ebene (Sohle): 
    Am Demonstrationsbauwerk zur Streckenabdichtung im Anhydrit sind die Arbeiten zur Nacherkundung abgeschlossen. In den vergangenen Monaten wurden umfangreiche Daten zur Bewertung des Bauwerks und des umgebenden Gebirges erhoben. Derzeit werden die gewonnenen Informationen ausgewertet. 

Gewährleistung der Betriebssicherheit

Bergleute müssen das Endlager nach Atom- und Bergrecht betreiben.

  • Kontrollbereich: Im Ostquerschlag werden die Arbeiten für den Umzug des Strahlenschutzlabors fortgesetzt. Im September werden umfangreiche elektrische Installationsarbeiten durchgeführt. Neben der Stromversorgung und der Installation von Beleuchtungs- und Steckdosensystemen erfolgt die Anbindung von Mess-, Kommunikations- und Sicherheitstechnik. Mit den Arbeiten werden die Voraussetzungen für einen sicheren und bedarfsgerechten Laborbetrieb hergestellt.
     
  • Kontrollbereich: Das Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung (BASE) erteilt für Reststoffe und Gegenstände aus dem Kontrollbereich die uneingeschränkte Freigabe gemäß § 33 StrlSchV in Verbindung mit § 35 StrlSchV
     
  • Mit dem Nachweis der Kontaminationsfreiheit durch Strahlenschützer*innen des Endlagers Morsleben erfolgt die Entlassung aus der atomrechtlichen Überwachung unter anderem für die Chargen 8/2025-2 „Fahrräder“ (Teilcharge 2: Lenker und Sattel) und 64/2025-2 „Altholz“.

Erhalt der Stilllegungsfähigkeit und Optimierung des Betriebes

Mittel- bis langfristig muss die BGE die Stilllegungsfähigkeit des Endlagers erhalten und den Betrieb optimieren.

  • Schachtanlage Bartensleben, über Tage: Auf dem östlichen Betriebsgelände gehen die Arbeiten an der Bauwerkstatt sowie der Lagerhalle voran. Im September werden Wand- und Dachelemente montiert. Die beiden Gebäude schaffen moderne Voraussetzungen für die Durchführung und Unterstützung betrieblicher Aufgaben. Die Maßnahme trägt dazu bei, die langfristige Leistungsfähigkeit und Effizienz des Betriebes zu sichern. 
     
  • Schachtanlage Bartensleben, 2. Sohle: In der Werkstatt wird ein Bürocontainer für den Transport zum neuen Kontrollbereichsübergang vorbereitet. Dieser soll auf einem zuvor erstellten Betonfundament errichtet und kann zukünftig als Pausenraum genutzt werden. 
     
  • Schachtanlage Marie in Verbindung mit Bartensleben, 3. Sohle: Im September setzen die Bergleute die Arbeiten zum Nachschnitt der Südstrecke fort. Die seit 2025 laufende Maßnahme dient der Modernisierung des Grubengebäudes. Parallel dazu wird die Infrastruktur für den Versatztransport zwischen den Grubenfeldern Marie und Bartensleben hergestellt. Mit den Arbeiten werden sowohl die betrieblichen Abläufe als auch die technischen Voraussetzungen für die weiteren Stilllegungsmaßnahmen vorbereitet.
     
  • Im September setzen Bergleute ihre Arbeiten zum Nachschnitt der Südstrecke fort. Mit dem laufenden Vorhaben wird das Grubengebäude modernisiert und auf die geplante Stilllegung vorbereitet. Herstellung der Infrastruktur für den Versatztransport von Marie nach Bartensleben.

Im Gespräch

Im Rahmen unserer Öffentlichkeitsarbeit können sich alle interessierten Bürger*innen über das Endlager Morsleben informieren und mit uns ins Gespräch kommen. Darüber hinaus tauschen wir uns mit Wissenschaftler*innen fachlich aus und lassen diese Rückmeldungen in unsere Arbeit einfließen.
 

  • Am 05. September lud die Infostelle Morsleben zum Tag der offenen Tür ein. Rund 170 Besucher*innen informierten sich über das Endlager und die geplante Stilllegung. 
     
  • Die Infostelle Morsleben hat mittwochs und donnerstags von 10:00 bis 17:00 Uhr geöffnet. An den weiteren Wochentagen öffnen die Mitarbeiter*innen die Infostelle nach Vereinbarung. Weitere Informationen zu den Angeboten finden Sie auf unserer Website zur Infostelle Morsleben.