Meldung – Schachtanlage Asse II

Schacht Asse 5: Neue Phase der Erkundung startet

Erkundungsarbeiten gehen weiter

Bergleute haben damit begonnen, mit einer großen Teilschnittmaschine zwei Streckenstücke aufzufahren, in denen Bohranlagen zur Erkundung des Salzgesteins östlich der Schachtanlage Asse II aufgestellt werden sollen. Die Streckenstücke sind zwar kurz, aber besonders breit und hoch, um ausreichend Platz für die Bohranlagen und die zugehörigen Sicherheitseinrichtungen zu bieten. Sofern die Arbeiten nach Plan verlaufen, werden diese voraussichtlich zwei Monate in Anspruch nehmen.

In einem ersten Schritt sind zwei Kernbohrungen mit einem Bohrlochdurchmesser von 98 Millimeter geplant. Eine Bohrung wird nach Nordosten, eine nach Südosten erstellt werden. Hier wurde der Salzsattel noch nicht ausreichend erkundet. Die Bohrungen gehen vom östlichsten Punkt der 700-Meter-Ebene (Sohle) in Richtung der 900 Meter tiefen Bohrung Remlingen 15, die sich rund 500 Meter östlich der Schachtanlage Asse II befindet. Sofern die Bohrarbeiten wie geplant stattfinden können, werden die beiden Bohrungen jeweils eine Länge von bis zu 400 Metern haben. Die tatsächliche Länge wird jedoch von der Geologie beeinflusst, die bei den Bohrungen angetroffen wird. Die Planungen sehen vor, dass beide Bohrungen im dritten Quartal 2019 fertiggestellt werden. Anschließend wird der Arbeitsbereich umgebaut, um zwei weitere Bohrungen erstellen zu können.

Sicherheitsanforderungen

Weil es möglich sein könnte, dass gefährliche Gase oder Flüssigkeiten angebohrt werden, waren mehrere Stufen der Erkundung und hohe Sicherheitsvorkehrungen Voraussetzung für die Genehmigung der Arbeiten.

Im Rahmen einer Vorerkundung wurde bewiesen, dass die Dichtigkeit und Stabilität des Gebirges für die nun gestartete Phase der Arbeiten gegeben ist. Die mehrere hundert Meter langen Bohrungen in Richtung Osten können erstellt werden, wenn die Bohranlagen und die notwendigen Sicherheitsvorkehrungen in den neuen Streckenstücken montiert sind.

Schacht Asse 5 ist Voraussetzung für die Rückholung

Der Schacht Asse 5 ist eine Voraussetzung für die Rückholung der radioaktiven Abfälle aus der Schachtanlage Asse II. Dazu gehört auch das später einmal von Schacht Asse 5 aus zu errichtende Rückholungsbergwerk, in welchem die Infrastruktur für die Rückholung bereitgestellt werden kann. Das Rückholungsbergwerk muss mit der bestehenden Schachtanlage Asse II verbunden werden. Da noch nicht alle Erkenntnisse für eine abschließende Standortentscheidung vorliegen, wird der Salzsattel zwischen der Tiefbohrung Remlingen 15 und der Schachtanlage Asse II weiter erkundet.

Teilschnittmaschine am Ort der Neuauffahrung auf der 700-Meter-Ebene.

Teilschnittmaschine am Ort der Neuauffahrung auf der 700-Meter-Ebene.