Um diese Potentiale zu realisieren, werden eine Reihe von Voraussetzungen genannt. Die qua Bericht kommunizierten Informationen sollen vollständig, präzise – möglichst quantifiziert dargestellt – und verständlich formuliert sein, sodass auch Laien wissen, was damit gemeint ist. Sie sollen zudem für alle Interessierten leicht zugänglich sein. Zum Inhalt eines gelungenen Nachhaltigkeitsberichts gehört darüber hinaus die Setzung von mehr oder weniger ehrgeizigen Zielen, über deren Erreichung dann im kommenden Jahr berichtet werden kann.
Oder eben auch nicht! Zum Beispiel, weil sich der Weg dorthin in der Realität als steiniger erwiesen hat als angenommen oder weil aufgrund ungünstiger Umfeldbedingungen wie aktuell der Pandemie Prioritäten anders gesetzt wurden. Die wenigsten Unternehmen allerdings haben den Mut, über diese Schwierigkeiten oder gar über Misserfolge zu berichten. Nach außen soll ja immer nur das Positive dargestellt werden – so lernt man es, so ist es üblich im Bereich Marketing-Kommunikation! Aber gilt das auch für die Kommunikation mit der Öffentlichkeit, mit Anspruchsgruppen, die mindestens und zurecht Ehrlichkeit von einer Organisation erwarten, egal ob Mitarbeiter, Kunde oder Gesellschafter?
Gerade unter den heutigen gesellschaftlichen Bedingungen, die das Akronym „VUKA“ (Volatilität, Unsicherheit, Komplexität, Ambiguität) so treffend beschreibt, wird in Politik und Wirtschaft Vertrauen zu einer der wichtigsten immateriellen Ressourcen und Erfolgsfaktoren! Wodurch aber entsteht dieses Vertrauens-Kapital?