Während die Arbeiten für die 3D-Seismik laufen, kommt Fröhlich einmal die Woche in die Asse. Sein Tag startet dann in Wittmar. Dort befindet sich die Basisstation des Messtrupps. "Eigentlich wäre es gar nicht notwendig, so oft herzukommen, denn wir erhalten täglich Updates über den Arbeitsfortschritt", sagt der Diplom-Umweltwissenschaftler. "Aber wir haben uns auf diesen Rhythmus verständigt: Sicher ist sicher." Nach einer morgendlichen Lagebesprechung geht es für Fröhlich ins Gelände: kontrollieren, ob sich alle an die Vorgaben halten und alles nach Plan läuft. Gummistiefel mit Stahlkappen, dicke Socken, Regenhose, Regenjacke und Warnweste – das ist die Arbeitskleidung, die es hier draußen im Dezember braucht.
Dass die 3D-Seismik der Asse ausgerechnet im Winter stattfindet, ist für Fröhlich und das Mess-Team nicht immer angenehm, hat für die Natur aber klare Vorteile: "Das Zeitfenster, in dem die Arbeiten stattfinden, ist eine der wichtigsten Stellschrauben, wenn es um den Schutz von Tieren und Pflanzen geht", sagt Fröhlich. "Die Arbeiten finden ganz bewusst zwischen Oktober und März statt. So werden Brutzeit und Vegetationsperiode nicht beeinträchtigt." Um die Fristen einzuhalten, ist der Zeitplan eng getaktet. Und Fröhlich hat ihn immer im Blick. Denn die scheuen Waldbewohner etwa beim Nisten zu stören – das ist keine Option.