Sobald die Fledermäuse ihre Winterquartiere beziehen, konzentrieren sich die Umweltplaner*innen auf andere Tierarten. So beginnt parallel zur Auswertung der Daten aus den Horchboxen die Suche nach Wildkatzen. Um diese sehr scheuen Tiere nachzuweisen, wird ein Holzpflock in den Boden geschlagen und mit einem Lockduft bestrichen. „Wildkatzen aus der Umgebung werden hierdurch angezogen und streifen mit dem Fell an dem Holzpflock entlang. So können wir Haarproben nehmen und eine DNA-Analyse durchführen”, erläutert Nicole Kühn. Ob sich Wildkatzen in der Asse heimisch fühlen, wird sich erst noch zeigen.
Unterstützung erhält die BGE auch von Behörden und Naturschutzverbänden. Diese begehen die Gebiete ebenfalls regelmäßig und melden Funde bestimmter Arten. „Wir arbeiten hier eng zusammen und konnten zum Beispiel vorhandene Daten zu den Großvogelarten wie Reiher und Storch weiterverwerten“, erklärt Dr. Steffanie Nordhausen. Bereits bei diesem kurzen Rundgang wird die große Vielfalt deutlich, welche die Asse zu bieten hat.
Bei den Kartierungen handelt es sich um eine Aufgabe, die kontinuierlich durchzuführen ist. Bei den Planungen zur Rückholung ist die BGE auf aktuelle Daten angewiesen. Diese dürfen beispielweise für Genehmigungsanträge nicht älter als drei bis fünf Jahre sein. Ergänzend kommt hinzu, dass nicht alle Tier- und Pflanzenarten zu jeder Jahreszeit anzutreffen sind. Daraus ergibt sich, dass die Kartierungen mehrere Monate in Anspruch nehmen. Auch die Fledermäuse werden in naher Zukunft nochmal untersucht werden.