Auch wenn die digitalen Befahrungen bereits einen guten und stimmungsvollen Eindruck der Welt unter Tage vermitteln, bietet eine tatsächliche Befahrung des Bergwerkes doch noch immer das authentischere Erlebnis. Das beginnt bei den Zulassungskontrollen am Werkstor, geht über das Anlegen der Grubenkluft über die Ausstattung mit Selbstretter sowie Grubenlampe, setzt sich über den salzigen Wind während der Fahrt im Förderkorb nach unter Tage fort und endet in den teils riesigen unterirdischen Hallen, die Bergleute über Jahrzehnte in das Salz getrieben haben.
Auch ein Besuch bei der Schutzheiligen der Bergleute, der Heiligen Barbara, steht auf dem Programm jeder Befahrung. Sie wacht in mehreren hundert Metern Tiefe in einem Schrein über die Sicherheit der Bergleute und Besucher*innen des Bergwerks.
Alte Werkzeuge und Bohrer zeigen in einer kleinen historischen Ausstellung unter Tage, was für ein Knochenjob die Salzgewinnung noch vor wenigen Jahrzehnten für die Bergleute war. Kein Vergleich zu den großen Maschinen, die sich heute durch das Gestein graben, um etwa Platz für Abdichtbauwerke zu schaffen.
Es sind teilweise spektakuläre Eindrücke, welche die Besucher*innen von unter Tage mitnehmen und rekapitulieren können, während der Förderkorb sie aus der salzigen Luft unter Tage wieder zurück an die Tagesoberfläche bringt – hier in Sachsen-Anhalt, nur wenige Kilometer von der Landesgrenze zu Niedersachsen entfernt.
Text: Martin Reche