Wo genau der Schacht in die Tiefe getrieben werden soll, muss noch bestimmt werden. Denn die geologische Situation östlich der Schachtanlage Asse II ist herausfordernd. Nach einer letzten Erkundungsbohrung kann der finale Standort für den Schacht Asse 5 bestimmt werden.
Insgesamt hat die BGE bisher elf Erkundungsbohrungen über und unter Tage umgesetzt, um die weitgehend unbekannte Salzstruktur östlich des bestehenden Bergwerks zu erkunden. In allen anderen Himmelsrichtungen ist entweder die Geologie ungeeignet oder es gibt dort einen bereits abgesoffenen Schacht. Schacht Asse 5 kann also nur im Osten gebaut werden. Der Schacht, über den die radioaktiven Abfälle wieder an die Tagesoberfläche geholt werden sollen.
Auf der 574-Meter-Ebene und der 700-Meter-Ebene wurden Bohrkerne aus dem im Osten des Bergwerks liegenden Gestein gewonnen. Über Tage lieferten drei Bohrungen südöstlich der Anlage weitere Daten. Insgesamt haben die Geologinnen und Geologen rund 2,5 Kilometer Bohrkerne ausgewertet. Die bisherigen Erkenntnisse haben gezeigt, dass sich rund 500 Meter östlich der Schachtanlage ein geeigneter Standort für den neuen Schacht befindet. Für eine abschließende Bewertung des Standortes fehlt jedoch noch ein letztes Puzzlestück. Eine letzte Erkundungsbohrung von über Tage soll die fehlenden Daten liefern. Ihr Name: Remlingen 18 oder kurz R 18.