Meldung - Schachtanlage Asse II

3. Januar 2018: Messwerte der abtransportierten Zutrittswässer 2017

Im Folgenden finden Sie die gesamten Messwerte der abtransportierten Zutrittswässer aus dem Jahr 2017. Um eine zeitnahe Veröffentlichung der Messwerte sicherzustellen, werden die Messwerte in einem ersten Schritt lediglich auf ihre Plausibilität geprüft. Die fachlich geprüften Messwerte finden Sie zu einem späteren Zeitpunkt in den veröffentlichten Berichten. Eine Änderung der Werte ist dabei nicht zu erwarten.

Um eine bessere Einordnung der Messwerte zu ermöglichen ein Vergleich: Für Trinkwasser beträgt der Grenzwert für Tritium gemäß Trinkwasserverordnung 100 Becquerel pro Liter (1 Becquerel = 1 Kernzerfall pro Sekunde).

 

Zusammenfassung

Im Jahr 2017 wurden in 13 Chargen insgesamt 4.289 Kubikmeter der Zutrittswässer abgegeben. Der höchste für Tritium gemessene Wert lag bei 3,2 Becquerel pro Liter (Charge 09/2017). Bei sieben Chargen waren die Messwerte für Tritium so gering, dass sie unterhalb der Nachweisgrenze lagen. Die Messwerte für Cäsium-137 lagen bei allen Messungen stets unterhalb der Nachweisgrenze.

 

Chargennummer 13/2017

Menge: 339 Kubikmeter

Tritium: < 1,4 Becquerel pro Liter (unterhalb der Nachweisgrenze)

Cäsium-137: < 0,9 Becquerel pro Liter (unterhalb der Nachweisgrenze)

Abfuhrzeitraum: 18. Dezember 2017 - 20. Dezember 2017

 

Chargennummer 12/2017

Menge: 316 Kubikmeter

Tritium: < 1,3 Becquerel pro Liter (unterhalb der Nachweisgrenze)

Cäsium-137: < 0,79 Becquerel pro Liter (unterhalb der Nachweisgrenze)

Abfuhrzeitraum: 20. November 2017 - 22. November 2017

 

Chargennummer 11/2017

Menge: 332 Kubikmeter

Tritium: 2,1 Becquerel pro Liter

Cäsium-137: < 0,9 Becquerel pro Liter (unterhalb der Nachweisgrenze)

Abfuhrzeitraum: 23. Oktober 2017 - 25. Oktober 2017

 

Chargennummer 10/2017

Menge: 318 Kubikmeter

Tritium: < 1,6 Becquerel pro Liter (unterhalb der Nachweisgrenze)

Cäsium-137: < 0,74 Becquerel pro Liter (unterhalb der Nachweisgrenze)

Abfuhrzeitraum: 25. September 2017 - 27. September 2017

 

Chargennummer 09/2017

Menge: 316 Kubikmeter

Tritium: 3,2 Becquerel pro Liter

Cäsium-137: < 0,9 Becquerel pro Liter (unterhalb der Nachweisgrenze)

Abfuhrzeitraum: 28. August 2017 - 30. August 2017

 

Chargennummer 08/2017

Menge: 322 Kubikmeter

Tritium: < 1,4 Becquerel pro Liter (unterhalb der Nachweisgrenze)

Cäsium-137: < 0,61 Becquerel pro Liter (unterhalb der Nachweisgrenze)

Abfuhrzeitraum: 31. Juli 2017 - 2. August 2017

 

Chargennummer 07/2017

Menge: 336 Kubikmeter

Tritium: 1,7 Becquerel pro Liter

Cäsium-137: < 0,59 Becquerel pro Liter (unterhalb der Nachweisgrenze)

Abfuhrzeitraum: 3. Juli 2017 - 5. Juli 2017

 

Chargennummer 06/2017

Menge: 360 Kubikmeter

Tritium: < 1,3 Becquerel pro Liter (unterhalb der Nachweisgrenze)

Cäsium-137: < 0,97 Becquerel pro Liter (unterhalb der Nachweisgrenze)

Abfuhrzeitraum: 6. Juni 2017 - 8. Juni 2017

 

Chargennummer 05/2017

Menge: 339 Kubikmeter

Tritium: < 1,9 Becquerel pro Liter (unterhalb der Nachweisgrenze)

Cäsium-137: < 0,69 Becquerel pro Liter (unterhalb der Nachweisgrenze)

Abfuhrzeitraum: 8. Mai 2017 - 10. Mai 2017

 

Chargennummer 04/2017

Menge: 312 Kubikmeter

Tritium: 2,0 Becquerel pro Liter

Cäsium-137: < 0,71 Becquerel pro Liter (unterhalb der Nachweisgrenze)

Abfuhrzeitraum: 10. April 2017 - 13. April 2017

 

Chargennummer 03/2017

Menge: 335 Kubikmeter

Tritium: 1,8 Becquerel pro Liter

Cäsium-137: < 0,85 Becquerel pro Liter (unterhalb der Nachweisgrenze)

Abfuhrzeitraum: 13. März 2017 - 15. März 2017

 

Chargennummer 02/2017

Menge: 330 Kubikmeter

Tritium: 1,8 Becquerel pro Liter

Cäsium-137: < 0,79 Becquerel pro Liter (unterhalb der Nachweisgrenze)

Abfuhrzeitraum: 13. Februar 2017 - 15. Februar 2017

 

Chargennummer 01/2017

Menge: 334 Kubikmeter

Tritium: < 1,8 Becquerel pro Liter (unterhalb der Nachweisgrenze)

Cäsium-137: < 0,63 Becquerel pro Liter (unterhalb der Nachweisgrenze)

Abfuhrzeitraum: 16. Januar 2017 - 18. Januar 2017

Ein mitarbeiter nimmt auf der 658-Meter-Ebene eine Gewässerprobe.

Probenahme an der Hauptauffangstelle auf der 658-Meter-Ebene

Hintergrund

In der Schachtanlage Asse II werden täglich rund 12,5 Kubikmeter salzhaltige Zutrittswässer aufgefangen. Davon rund 11,5 Kubikmeter an der Hauptauffangstelle auf der 658-Meter-Ebene. Nur diese Wässer werden nach einem entsprechenden Freigabeverfahren nach über Tage abgegeben und entsorgt. Die Messergebnisse zeigen, dass diese Lösung radiologisch unbedenklich ist.
Alle Zutrittswässer die unterhalb der 658-Meter-Ebene aufgefangen werden verbleiben im Bergwerk.

Solange diese Zutrittswässer im Bergwerk lagern, nehmen sie Tritium aus der Grubenluft auf. Durch verschiedene Maßnahmen (z. B. Abdecken der Sammelbecken, gesonderte Versorgung mit Frischluft) wird die Tritiumkonzentration gemäß den Vorgaben des Atom- und Strahlenschutzrechts niedrig gehalten (Minimierungsgebot).


Nachweisgrenze

Mit der Nachweisgrenze wird derjenige Wert eines Messverfahrens bezeichnet, bis zu dem die Messgröße (z. B. die spezifische Aktivität von Radionukliden einer Flüssigkeitsprobe) gerade noch zuverlässig nachgewiesen werden kann. Sie ist ein Maß für die Empfindlichkeit des gewählten Analyseverfahrens. Wenn beispielsweise Aktivitätskonzentrationen von Radionukliden so niedrig sind, dass sie nicht mit hinreichender Sicherheit ermittelt werden konnten, wird die sogenannte Nachweisgrenze angegeben. Sie zeigt die maximal mögliche Aktivität an, die theoretisch noch in einer Probe vorhanden sein könnte.