Am 9. März gelang den Bergleuten der Schachtanlage Asse II ein wichtiger Schritt zur Stabilisierung der Lösungsfassung auf der 658-Meter-Ebene: Sie haben den Fließweg der Lösung im Abbau 3 der ehemaligen Hauptauffangstelle freigelegt. Der Fließweg ist damit unmittelbar zugänglich. Die Bergleute können die zutretende Salzlösung jetzt wieder im Gesamtsystem der ehemaligen Hauptauffangstelle sammeln.
Die Expert*innen der BGE prüfen nun, ob die derzeitige provisorische technische Einrichtung der Lösungsfassung durch ein stabileres System ersetzt werden kann. Weiterhin werden die Fassungsraten in den tieferliegenden Bereichen des Bergwerks genau beobachtet, um die Auswirkungen der neuen Situation bewerten zu können. Eine belastbare Aussage, ob die Lösungsfassung wieder stabilisiert ist, wird erst in mehreren Wochen möglich sein.
Mehrere Monate Vorbereitung notwendig
Bereits seit mehreren Monaten arbeiteten sich die Bergleute in Richtung des südlichen Abbaurandes der ehemaligen Hauptauffangstelle vor. Die Arbeiten waren kompliziert und aufwändig. Unter anderem musste Kies entfernt werden, der die Kammerdecke gestützt hatte. Anschließend mussten die Bergleute den Bereich durch zusätzliche Einbauten sichern, um Menschen und Arbeitsgeräte zu schützen.
Vor wenigen Wochen stießen die Bergleute auf eine Kluft, in der deutlich das Rauschen fließender Salzlösung zu hören war. Die BGE berichtete darüber am 19. Februar in einer Pressemitteilung. Den Bergleuten gelang es anschließend, das aufgelockerte Salz im Umfeld der Kluft zu entfernen, den Hohlraum freizulegen und eine provisorische Vorrichtung zur Lösungsfassung zu installieren.
Die aktuelle Wirksamkeit der Lösungsfassung zeigt sich unter anderem dadurch, dass in der Bohrung unterhalb der ehemaligen Hauptauffangstelle, in der zwischenzeitlich viel Salzwasser gefasst werden konnte, keine Lösung mehr ankommt. In den vergangenen Monaten waren immer wieder Bohrungen zur improvisierten Lösungsfassung unterhalb der früheren Folie genutzt worden, um das Salzwasser aufzufangen und damit ein Vordringen der Lösung in die tieferen Bereiche des Bergwerkes so gut wie möglich einzuschränken. Dabei zeigte sich, dass eine konstante Lösungsfassung schwierig war. Die BGE hofft, dass sich dies nun dauerhaft verbessern wird.