Endlagersuche

17./18. November: Forum Endlagersuche in Halle (Saale)

19. Oktober 2023: Wie lauten die nächsten Schritte bei der Suche nach einem Endlager für hochradioaktive Abfälle? Auf dem 2. Forum Endlagersuche und den vorangehenden Forumstagen informiert die BGE über ihr weiteres Vorgehen.

Wie geht es weiter bei der Suche nach einem Endlager für hochradioaktive Abfälle? Beim 2. Forum Endlagersuche, zu dem das Planungsteam Forum Endlagersuche einlädt, informiert die Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) über ihr weiteres Vorgehen. Die Konferenz findet vom 17. bis 18. November 2023 in der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina in Halle (Saale) statt. Das Forum Endlagersuche wird mit Gruppen der Zivilgesellschaft sowie Vertreter*innen aus Kommunen gemeinsam mit der BGE und dem Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung (BASE) geplant und im Planungsteam Forum Endlagersuche vorbereitet. Für die Grußworte werden Bundesumweltministerin Steffi Lemke sowie Sachsen-Anhalts Umweltminister Professor Dr. Armin Willingmann erwartet.

Als Vorhabenträgerin im Standortauswahlverfahren arbeitet die BGE daran, den bestmöglichen Standort für ein Endlager für hochradioaktive Abfälle in Deutschland zu finden. Stand jetzt lassen etwa 54 Prozent der Fläche der Bundesrepublik eine grundsätzlich günstige geologische Eignung erwarten – das ist das Ergebnis des Zwischenberichts Teilgebiete aus dem Jahr 2020. Wie die BGE aus den in diesem Bericht ausgewiesenen 90 Teilgebieten wenige Standortregionen ermitteln und damit die Suche weiter eingrenzen will, wird eines der wichtigsten Themen in Halle sein.

Auf dem Weg zur übertägigen Erkundung

Die BGE hat Ende 2022 angekündigt, dass diese Eingrenzung bis Ende 2027 abgeschlossen sein soll. An dieser Zielvorgabe wird sich die BGE dann auch messen lassen. Alle anderen Daten, die mit Blick auf die Standortbestimmung diskutiert werden, sind mit vielen Ungewissheiten belastet. Die BGE wird sich an dieser Diskussion erst dann beteiligten, wenn sie eine realistische Zeitabschätzung für die dann anstehenden Arbeiten in den Phasen II und III der Standortauswahl auch auf der Basis einer Projektplanung abgeben kann.

In ihrem Beitrag in Halle informieren die Expert*innen der BGE, mit welchen Instrumenten sie aus den teilweise sehr großflächigen Teilgebieten die Standortregionen für die übertägige Erkundung ermitteln. Damit setzt die BGE ihren Weg fort, den sie im März 2022 mit der Vorstellung der Methodik zur Anwendung der sogenannten repräsentativen vorläufigen Sicherheitsuntersuchungen eingeschlagen hat. Das Ziel ist es, die Öffentlichkeit regelmäßig über Arbeitsstände zu informieren und so eine frühzeitige Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger am Standortauswahlverfahren zu ermöglichen.

Mehr Informationen an den Forumstagen

Zusätzlich zu den Fachvorträgen, Diskussionsrunden und Arbeitsgruppen wird es am 17. November ein Rahmenprogramm geben. Neben Improvisationstheaterkünstlern werden Wolfgang Ehmke und Christian von Hirschhausen mit ihrer Lesung „Wer die Zukunft gestalten will, muss aus der Vergangenheit lernen“ den Abend gestalten.

Bereits im Vorfeld des Forums Endlagersuche wird es im Rahmen der Forumstage vom 6. bis 14. November 2023 die Möglichkeit geben, sich in digitalen Veranstaltungen über eine Vielzahl von Themen zur Endlagersuche zu informieren. Zwei Schwerpunkte werden dabei der regionale Dialog und die kommunale Vernetzung im Kontext der Endlagersuche sein. Zum Einstieg in das Thema bieten die BGE und das Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung (Base) am 13. November 2023 von 18 Uhr an die Veranstaltung „Endlagersuche für Einsteiger:innen“ an.

Vorträge von Veranstaltungen im Rahmen der Forumstage 2023

Wenn Sie sich aktiv beteiligen wollen, kommen Sie gerne nach Halle zum Forum Endlagersuche oder verfolgen Sie die Programmpunkte online. Die Forumstage finden online statt.