Am 22. April 1986 erhält das Endlager für schwach- und mittelradioaktive Abfälle Morsleben seine Dauerbetriebsgenehmigung. Ein Meilenstein, der den Betrieb des Standorts bis heute prägt, auch mit der aktuellen Aufgabenstellung: Der sicheren Stilllegung des Endlagers. Ein Blick zurück zeigt, wie sich das ehemalige Bergwerk über Jahrzehnte entwickelt hat.
Vom Salzbergwerk zum Endlager
Die Ursprünge des heutigen Endlagers reichen zurück bis in das Jahr 1897: Nach der Entdeckung von Kalisalzen im Oberen Allertal wird Schacht Marie in Beendorf gebaut. Bis 1969 prägt der Bergbau die Region wirtschaftlich und gesellschaftlich.
Mit der Entwicklung der Kernenergie in der DDR beginnt eine neue Phase: Anfang der 1970er Jahre wird die Schachtanlage Bartensleben als Endlagerstandort für schwach- und mittelradioaktive Abfälle ausgewählt. 1971 startet die erste Einlagerung – zunächst im Probebetrieb.
1986: Dauerbetriebsgenehmigung für das Endlager
Der Meilenstein wird am 22. April 1986 erreicht: Das Endlager Morsleben erhält die Genehmigung zum unbefristeten Dauerbetrieb (PDF, 1,6 MB, nicht barrierefrei) (PDF, 1,58MB). Diese Genehmigung bildet die rechtliche Grundlage für den regulären Betrieb der Anlage und gilt – mit Anpassungen – bis heute fort.
Die Dauerbetriebsgenehmigung regelt unter anderem die organisatorischen Strukturen des Betriebs, den Umgang mit radioaktiven Stoffen und die technischen Abläufe der Einlagerung. Damit wird Morsleben zum zentralen Endlager der DDR für schwach- und mittelradioaktive Abfälle.