Endlagersuche

Forschungsvorhaben liefern wichtige Erkenntnisse für die Endlagersuche

20. Mai 2026: In einem Fach-Workshop der BGE drehte sich alles um das Thema Forschung und deren Nutzen für die Standortauswahl für das Endlager für hochradioaktive Abfälle.

Welche Forschungsvorhaben wurden in Phase I des Standortauswahlverfahrens angestoßen? Welche Erkenntnisse haben sie geliefert? Und: Haben sie alle wichtigen Fragen der BGE für die Suche nach dem Endlagerstandort mit der bestmöglichen Sicherheit für hochradioaktive Abfälle beantwortet? Um diese und weitere Fragen ging es am 22. April 2026 in einem Workshop zum Thema Forschung im Standortauswahlverfahren im Vorfeld der fünften Tage der Standortauswahl.

In den Veranstaltungsräumen des Flughafens Leipzig/Halle kamen rund 65 Teilnehmende zu einem Fach-Workshop zusammen, um sich mit der BGE über die für Phase I des Standortauswahlverfahrens initiierten Forschungsvorhaben auszutauschen – darunter Repräsentant*innen des Bundesministeriums für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMUKN), des Bundesamts für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung (BASE), der Entsorgungskommission (ESK) sowie Fachexpert*innen und Forschungspartner*innen. 

Gute Grundlage für Ermittlung der Standortregionen

Ein zentrales Ergebnis des Workshops: Die erarbeiteten Forschungsergebnisse konnten in der ersten Phase des Standortauswahlverfahrens viele Fragen der BGE beantworten und haben somit eine gute Grundlage für die Ermittlung der Standortregionen, den nächsten großen Meilenstein in der Endlagersuche, geliefert. Ein Großteil der Erkenntnisse ist unmittelbar in die Entwicklung von Kriterien zur sicherheitsgerichteten Einengung von Gebieten eingeflossen.

Ein Beispiel: Ziel des inzwischen abgeschlossenen Forschungsvorhabens Subrosion (PDF, 140 KB) (PDF, 0,14MB) war es, die Verbreitung, Entstehungstiefe und das Ausmaß von möglichen Lösungsprozessen im einschlusswirksamen Gebirgsbereich und im Deckgebirge zu untersuchen. Die Ergebnisse dieses Forschungsvorhabens hat die BGE für ihre Arbeiten in Phase I unmittelbar genutzt.

Blick in die Zukunft

Die Teilnehmenden des Workshops richteten den Blick auch nach vorne – auf die anstehende Phase II des Standortauswahlverfahrens. Zentrale Themen hierbei waren: 

  • die Weiterentwicklung der Forschungsplanung von generischen Fragestellungen hin zu wirtsgesteins- und standortspezifischen Aspekten
  • die (Weiter-)Entwicklung von Methoden und Technik für die folgenden Schritte in Phase II
  • sowie sozio-technische Fragestellungen.

Über alle Forschungs- und Entwicklungsvorhaben rund um die Endlagersuche informiert die BGE auf ihrer Forschungsseite