Fragen zur Veröffentlichung von rvSU-Arbeitsständen

Auf dem Weg zu einem Vorschlag für übertägig zu erkundende Standortregionen sind die repräsentativen vorläufigen Sicherheitsuntersuchungen (rvSU) ein wichtiges Werkzeug zur weiteren Eingrenzung der als Endlagerstandort für hochradioaktive Abfälle in Frage kommenden Gebiete in Deutschland. Doch wie läuft eine rvSU ab und wofür brauchen wir sie? Warum werden die Arbeitsstände veröffentlicht und wann ist die nächste Veröffentlichung? Antworten auf diese und weitere Fragen rund um die rvSU haben wir Ihnen auf dieser Seite zusammengefasst.

Wenn Sie weitere Fragen haben, stellen Sie diese gerne per E-Mail an dialog(at)bge.de. Wenn Sie Ihre Frage lieber im persönlichen Gespräch an uns richten möchten, laden wir Sie herzlich zu unseren Veranstaltungen aus der Reihe „Betrifft: Standortauswahl“ ein. Expert*innen der BGE berichten dort regelmäßig über den Stand der Arbeiten und stellen sich den Fragen der Teilnehmer*innen. Bereits vergangene Veranstaltungen können Sie sich auf dem YouTube-Kanal der BGE anschauen.

Die rvSU sind die ersten Sicherheitsuntersuchungen von Gebieten, die die BGE im Standortauswahlverfahren durchführt. Ziel der rvSU ist es zu beurteilen, inwieweit der sichere Einschluss von hochradioaktiven Abfällen unter den geologischen Bedingungen eines Gebiets erwartet werden kann. Die Durchführung der rvSU ist gesetzlich vorgeschrieben.

Stand: Mai 2026

Die Durchführung der rvSU ist gesetzlich vorgeschrieben. Sie sind das wichtigste Werkzeug in der aktuellen Phase, um die großen Teilgebietsflächen auf wenige Standortregionen einzugrenzen. Die BGE führt die rvSU für alle 90 bislang definierten Teilgebiete in Deutschland durch. Die Analyse erfolgt auf Basis vorhandener geologischer Daten.

Stand: Mai 2026

In den rvSU durchlaufen die Gebiete vier aufeinander aufbauende Prüfschritte und werden in Eignungskategorien eingestuft:
• Gebiete der Kategorie D: ungeeignet – Orange dargestellt
• Gebiete der Kategorie C: geringe Eignung bis ungeeignet – Gelb dargestellt
• Gebiete der Kategorie B:  gute Eignung – Hellgrün dargestellt
• Gebiete der Kategorie A: beste Eignung – Grün dargestellt

Gebiete, die die beiden ersten Prüfschritte bestanden haben, sind in Türkis dargestellt. Damit richtete sich der Fokus auf die türkisen, noch im Verfahren befindlichen Gebiete. 

Gebiete der Kategorie A werden von der BGE durch nachfolgende Bearbeitungsschritte weiter eingeengt, um dem Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung (BASE) wenige Standortregionen für die übertägige Erkundung vorschlagen zu können.

Stand: Mai 2026

Die BGE veröffentlicht Arbeitsstände aus den rvSU, um Transparenz zu schaffen, den Fortschritt der Endlagersuche nachvollziehbar zu machen und eine frühzeitige öffentliche Beteiligung zu ermöglichen, auch wenn die Ergebnisse noch vorläufig sind.

Stand: Mai 2026

Die BGE veröffentlicht die rvSU-Arbeitsstände in ihrem BGE Endlagersuche Navigator und stellt die Arbeitsstände zusätzlich in öffentlichen Veranstaltungen vor, damit der Fortschritt der Endlagersuche transparent nachvollziehbar ist.

Stand: Mai 2026

Die Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) wird den nächsten Arbeitsstand aus den rvSU im Herbst 2026 veröffentlichen und damit zwei ursprünglich geplante Termine zusammenlegen.

Durch die Zusammenlegung der Veröffentlichungen kann die BGE einen Arbeitsstand in einem weiter fortgeschrittenen Bearbeitungsstand präsentieren, den Dialog mit der Öffentlichkeit gezielt begleiten und sich gleichzeitig ganz auf den nächsten Meilenstein, die Erarbeitung des Standortregionenvorschlags, fokussieren.

Stand: Mai 2026

Nein. Die Neuterminierung der Veröffentlichung hat keine Auswirkung auf das Verfahren. Die Übermittlung des Standortregionenvorschlags von der BGE an das BASE erfolgt planmäßig zum Jahresende 2027.

Stand: Mai 2026

Der nächste und letzte Arbeitsstand wird am 27. Oktober 2026 veröffentlicht.

Stand: Mai 2026

Mit der Veröffentlichung Ende Oktober können erstmals Gebiete der Kategorie B (Hellgrün) gezeigt werden. Gebiete der Kategorie B lassen eine gute Eignung erwarten, werden im Verfahren aber nicht weiter betrachtet, weil nur die besten Gebiete (Kategorie A) in die weitere Auswahl für die Erarbeitung des Standortregionenvorschlags kommen. Damit schafft die BGE einen zentralen Beteiligungsgegenstand für das 5. Forum Endlagersuche im November 2026 und ermöglicht einen umfassenden Dialog zu ihrem Vorgehen.

Stand: Mai 2026

Nach Anwendung der rvSU könnten zur weiteren Einengung der Kategorie A Gebiete planungswissenschaftliche Anwendungskriterien zum Einsatz kommen. Dies ist beispielsweise dann der Fall, wenn die Gebiete zu groß sind, um sie in Phase II übertägig zu erkunden. 

Ende 2027 schlägt die BGE Standortregionen für die übertägige Erkundung vor. Dieser Vorschlag wird dann vom Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung (BASE) geprüft. Die Öffentlichkeit wird durch das BASE beteiligt. Die Entscheidung über Standortregionen, die in Phase II erkundet werden, trifft schließlich das Parlament.

Stand: Mai 2026