Die Decke des Schachtkellers trägt im späteren Endlager die Schachtschleuse und den Gleisanschluss der Flurförderanlage. Über die Gleise werden im Endlagerbetrieb die Plateauwagen mit den Abfallgebinden aus der Umladehalle ankommen und direkt in den Förderkorb fahren. Die Konstruktion der Kellerdecke ist von den Wänden entkoppelt und separat gelagert, ähnlich wie eine Brückenkonstruktion. Das hat den Vorteil, dass sie bei Bedarf nachjustiert werden kann, damit die ebene Anbindung an die Umladehalle stets gewährleistet ist.
Die zahlreichen Aussparungen für Kanäle und Leitungen sowie die rund 680 Einbauteile aus Stahl stellten die Bauleute vor eine Herausforderung: Die Schalung musste individuell angepasst werden und es waren viele kleinere Betonierabschnitte notwendig.
Eine Besonderheit der gesamten Konstruktion ist ihre spätere Einrichtung als Kontrollbereich des Endlagers Konrad. Hier werden die Gebinde mit radioaktiven Abfällen bewegt, was eine erdbebensichere Ausführung notwendig macht, die eine besondere Bauweise erfordert. Sämtliche Schritte werden von der Planung bis zur Ausführung durch Sachverständige der Atomaufsicht begleitet. So wird nachgewiesen, dass das hohe Sicherheitsniveau eingehalten wird.