Ausblick auf 2026 und Fragen
Bei Konrad 2 liege der Fokus auf der Fertigstellung des Rohbaus der Bauteile A1 und A3 der Umladehalle, der Errichtung des unteren Teils des Förderturms über dem Schachtkeller sowie dem weiteren Ausbau des Lüftergebäudes. Außerdem sollen die Bauarbeiten am Wachgebäude beginnen und die Fertigung der Schachtförderanlage fortgesetzt werden. Unter Tage wird der weitere Einbau der Innenschale im Füllort „2. Sohle“ fortgesetzt und die Versatzaufbereitungsanlage im Laufe des Jahres in Betrieb genommen werden. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Fahrzeugflotte für den späteren Endlagerbetrieb. Mehrere Spezialfahrzeuge – etwa Versatztransport-, Stapel- und Plateauwagen – sind bereits gefertigt oder in Erprobung. Weitere Fahrzeuge sind in der Fertigung.
In der anschließenden Fragerunde interessierten sich die Teilnehmenden vor allem für Baufortschritte, Sicherheit und regionale Beteiligung. Auf Fragen zu den größten Herausforderungen verwies Duwe auf die komplexen statischen Berechnungen, insbesondere mit Blick auf die Erdbebensicherheit der Bauwerke auf Konrad 2.
Präsentation zu „Betrifft: Konrad“ vom 18. März 2026 (PDF, 8,25MB)
Auch Fragen zu Radioaktivität wurden beantwortet: So wird die radioaktive Belastung der Abluft auf jeden Fall unter den gesetzlichen Grenzwerten liegen. Dr. Ben Samwer, der Abteilungsleiter Genehmigungen Konrad, erwartet, dass im Betrieb des Endlagers sehr viel weniger Radioaktivität über die Abluft in die Umwelt gelangt, als nach gesetzlichen Grenzwerten erlaubt wäre. Das liegt daran, dass die Abfälle in geprüften, kontaminationsfreien, verschlossenen Containern angeliefert werden, deren Oberflächen vor der Einlagerung nochmals durch Wischtests überprüft werden.
Abschließend betonte Michael Lohse, Leiter der Infostelle Konrad, der die Online-Veranstaltung moderierte, den hohen Aufwand und die Sorgfalt, mit der das Endlager Konrad errichtet wird.