Meldung – Schachtanlage Asse II

Messwerte des abtransportierten Zutrittswassers im 1. Halbjahr 2021

Im Folgenden finden Sie die bisherigen Messwerte des abtransportierten Zutrittswassers aus dem ersten Halbjahr 2021. Um eine zeitnahe Veröffentlichung der Messwerte sicherzustellen, werden die Messwerte in einem ersten Schritt lediglich auf ihre Plausibilität geprüft. Die fachlich geprüften Messwerte finden Sie zu einem späteren Zeitpunkt in den veröffentlichten Berichten. Eine Änderung der Werte ist dabei nicht zu erwarten. 

Um eine bessere Einordnung der Messwerte zu ermöglichen ein Vergleich: Für Trinkwasser beträgt der Grenzwert für Tritium gemäß Trinkwasserverordnung 100 Becquerel pro Liter (1 Becquerel = 1 Kernzerfall pro Sekunde).

Zusammenfassung

Im ersten Halbjahr 2021 wurden in 10 Chargen insgesamt 2.435 Kubikmeter des Zutrittswassers abgegeben. Bei vier Chargen wurden folgende Tritium Werte ermittelt:  9,6 Becquerel pro Liter (Charge 2021/01) - 9,4 Becquerel pro Liter (Charge 2021/02) - 8,0 Becquerel pro Liter (Charge 2021/05) und 8,8 Becquerel pro Liter (Charge 2021/08). Die übrigen Chargen lagen unterhalb der Nachweisgrenze. Die Messwerte für Cäsium-137 lagen bei allen Chargen unterhalb der Nachweisgrenze.

Angaben zu den einzelnen Abfuhrchargen

 Chargennummer 2021/10

  • Menge: 253 Kubikmeter
  • Tritium: < 7,8 Becquerel pro Liter (unterhalb der Nachweisgrenze)
  • Cäsium-137: < 0,76 Becquerel pro Liter (unterhalb der Nachweisgrenze)
  • Abfuhrzeitraum: 12. Juli 2021 - 14. Juli 2021

Chargennummer 2021/09

  • Menge: 251 Kubikmeter
  • Tritium: < 7,8 Becquerel pro Liter (unterhalb der Nachweisgrenze)
  • Cäsium-137: < 0,56 Becquerel pro Liter (unterhalb der Nachweisgrenze)
  • Abfuhrzeitraum: 21. Juni 2021 - 23. Juni 2021

Chargennummer 2021/08

  • Menge: 246 Kubikmeter
  • Tritium: 8,8 Becquerel pro Liter (Wert)
  • Cäsium-137: < 0,50 Becquerel pro Liter (unterhalb der Nachweisgrenze)
  • Abfuhrzeitraum: 31. Mai 2021 - 2. Juni 2021

Chargennummer 2021/07

  • Menge: 253 Kubikmeter
  • Tritium: < 8,0 Becquerel pro Liter (unterhalb der Nachweisgrenze)
  • Cäsium-137: < 0,63 Becquerel pro Liter (unterhalb der Nachweisgrenze)
  • Abfuhrzeitraum: 10. Mai 2021 - 12. Mai 2021

Chargennummer 2021/06

  • Menge: 244 Kubikmeter
  • Tritium: < 7,4 Becquerel pro Liter (unterhalb der Nachweisgrenze)
  • Cäsium-137: < 0,56 Becquerel pro Liter (unterhalb der Nachweisgrenze)
  • Abfuhrzeitraum: 19. April 2021 - 21. April 2021

Chargennummer 2021/05

  • Menge: 270 Kubikmeter
  • Tritium: 8,0 Becquerel pro Liter (Wert)
  • Cäsium-137: < 0,38 Becquerel pro Liter (unterhalb der Nachweisgrenze)
  • Abfuhrzeitraum: 29. März 2021 - 31. März 2021

Chargennummer 2021/04

  • Menge: 161 Kubikmeter
  • Tritium: < 7,4 Becquerel pro Liter (unterhalb der Nachweisgrenze)
  • Cäsium-137: < 0,40 Becquerel pro Liter (unterhalb der Nachweisgrenze)
  • Abfuhrzeitraum: 08. März 2021 - 09. März 2021

Chargennummer 2021/03

  • Menge: 230 Kubikmeter
  • Tritium: < 7,4 Becquerel pro Liter (unterhalb der Nachweisgrenze)
  • Cäsium-137: < 0,66 Becquerel pro Liter (unterhalb der Nachweisgrenze)
  • Abfuhrzeitraum: 22. Februar 2021 - 22. Februar 2021

Chargennummer 2021/02

  • Menge: 274 Kubikmeter
  • Tritium:  9,4 Becquerel pro Liter (Wert)
  • Cäsium-137: < 0,47 Becquerel pro Liter (unterhalb der Nachweisgrenze)
  • Abfuhrzeitraum: 01. Februar 2021 - 03. Februar 2021

Chargennummer 2021/01

  • Menge: 253 Kubikmeter
  • Tritium: 9,6 Becquerel pro Liter (Wert)
  • Cäsium-137: < 0,40 Becquerel pro Liter (unterhalb der Nachweisgrenze)
  • Abfuhrzeitraum: 11. Januar 2021 - 13. Januar 2021

Hintergrund

In der Schachtanlage Asse II werden täglich rund 13 Kubikmeter salzhaltiges Zutrittswasser aufgefangen. Davon rund 12,1 Kubikmeter an der Hauptauffangstelle auf der 658-Meter-Ebene. Nur dieses Wasser wird nach einem entsprechenden Freigabeverfahren nach über Tage abgegeben und entsorgt. Die Messergebnisse zeigen, dass diese Lösung radiologisch unbedenklich ist. Zutrittswasser das unterhalb der 658-Meter-Ebene aufgefangen wird verbleibt im Bergwerk. Solange das Zutrittswasser im Bergwerk lagert, nimmt es Tritium aus der Grubenluft auf. Durch verschiedene Maßnahmen (zum Beispiel Abdecken der Sammelbecken, gesonderte Versorgung mit Frischluft) wird die Tritium Konzentration gemäß den Vorgaben des Atom- und Strahlenschutzrechts niedrig gehalten (Minimierungsgebot).

Nachweisgrenze

Mit der Nachweisgrenze wird derjenige Wert eines Messverfahrens bezeichnet, bis zu dem die Messgröße (zum Beispiel die spezifische Aktivität von Radionukliden einer Flüssigkeitsprobe) gerade noch zuverlässig nachgewiesen werden kann. Sie ist ein Maß für die Empfindlichkeit des gewählten Analyseverfahrens. Wenn beispielsweise Aktivitätskonzentrationen von Radionukliden so niedrig sind, dass sie nicht mit hinreichender Sicherheit ermittelt werden konnten, wird die sogenannte Nachweisgrenze angegeben. Sie zeigt die maximal mögliche Aktivität an, die theoretisch noch in einer Probe vorhanden sein könnte.

Ein Mitarbeiter untersucht unter Tage eine Gewässerprobe.

Ein Mitarbeiter untersucht unter Tage eine Gewässerprobe.