In der Schachtanlage Asse II wird die zutretende Salzlösung im Bereich der ehemaligen Hauptauffangstelle auf der 658-Meter-Ebene unter anderem mit Hilfe sogenannter Durchflussmengenzähler beobachtet. Diese Geräte messen kontinuierlich die Menge der gefassten Lösung in der Einheit Liter pro Stunde. Am 3. September 2026 ab 19:00 Uhr stieg die Durchflussrate von rund 520 Litern pro Stunde auf über 1.000 Liter pro Stunde an. Ab 23:00 Uhr sank die Durchflussrate wieder langsam ab. Am Morgen des 4. Septembers 2026 betrug die Durchflussrate bereits rund 580 Liter pro Stunde und sank im Laufe des Tages weiter auf den langjährigen Mittelwert ab. Auch am Wochenende blieb die Durchflussrate konstant im Rahmen der üblichen Schwankungsbreite von wenigen Dutzend Litern pro Stunde. Vom Abend des 3. September 2026 bis zum Morgen des 4. September 2026 betrug die zusätzlich gefasste Lösung rund vier Kubikmeter.
Die BGE informierte unverzüglich noch am Abend des 3. September das Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung (BASE) als atomrechtliche Aufsicht sowie das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) als bergrechtliche Aufsicht. Bereits am 4. September kamen die Expert*innen des LBEG mit den Expert*innen der BGE vor Ort zusammen und besprachen die Entwicklung der vergangenen Nacht.
Die vorläufige Meldung gemäß Meldeordnung der Schachtanlage Asse II folgte am 9. September 2026. (PDF, 4,5 MB, nicht barrierefrei) (PDF, 4,52MB).